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70I. Rindsaug.
Cotula..
rer.. 6BC1II. Rindsaug oder Streichblumen.Buphthalmum verum.en. EC 21.DE
Das XV. Cap.Von Rinds augen oder wilden Chamillenund Streichblumen.; As erſte Geſchlecht der Rinds⸗Augen/ iſt derſtinckenden Chamillen oder Krottendill/ mit€) Stengel/ Bletter und Blumen fo gleich/ daßfie kuͤmmerlich koͤnnen von dem bhloſſen Anſchauen
D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/
F 1I. Streichblum oder Rindsaug.
Buphthalmum II.—| ö
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underſcheiden werden/ allein daß die Blumen breiterſeyn/ und die Stiel zaͤrter/ dann des Krottendills. Dasgantze Gewaͤchs iſt ohne Geruch/ und erjuͤngt ſich jaͤhr-lich von feiner Wurtzel/ die unverſehrt uͤber Winterſtehen bleibt. Waͤchſt in den Feldern und Brachaͤckern.¶ Ich hab fie auch mit gefüllten Blumen funden.]
Das ander Geſchlecht des Rindsaugen⸗Krauts/Streichblumen genant/ iſt mit feiner gantzen Geſtaltanzuſehen wie unſer Chamillen/ doch iſt der Stengeletwas höher oder laͤnger und dicker/ wie dann auch dieBlumen groͤſſer ſeind. Die Blätter vergleichen ſichder Garben/ find doch ein wenig breiter/ ſchier wie des
1 Krottendils und Reynfahrns/ klein und ſubtil zerſpal-ten. Die Blumen erzeigen ſich gegen dem Brachmo-nat/ die ſind gerings umher mit ſchoͤnen Blaͤttleingezieret/ von Farben jnnwendig und auswendig gantzgeel/ wie die Sold oder Ringelblumen. Beyde Krautund Blumen haben einen lieblichen Geruch/ der ver-gleichet fich dem Geruch des Beyfuß und Chamillens/als wann man dieſe Kraͤuter durch einander zerriebe.Die Wurtzel iſt holtzechtig/ eines kleinen Fingers dick/mit vielen Nebenwurtzeln und Zaſeln behencket. Die-ſes Kraut waͤchſt viel in dem Altzeyer Gaͤu/ auf den unegehauenen ſteinechtigen Feldern und Rechen.
III. Das dritte Geſchlecht der Rindsaugen/iſt mir II)aus frembden Landen zugeſchickt worden/ waͤchſt in Rindsaug.Teutſchen Landen nicht von ſich ſelbſt/ ſonderen muß
K mit feiß in Gaͤrten gezielet werden/ iſt ein ſchoͤn undlieblich Gewaͤchs anzuſehen. Die Wurtzel iſt eines klei-nen Fingers dick/ imlich lang /mit kleinen Nebenwuͤrtz-lein behenckt: Gegen dem Fruͤhling kommen herfuͤrdie zarten tieff zerſchnittene Blaͤttlein/ etlicher maſſendem Beyfuß und Fenchel ſich vergleichend, find dochſehr viel reiner und kleiner: Gegen dem Meyen ſtoͤſtes ein runden zarten Stengel/ auf die anderthalb ſchuh hoch/ mit vielen Nebenaͤſtlein: An welchem im Brach-monat herfuͤrkommen die ſchoͤnen geelen Blumen/ dieſich den Ringelbumen vergleichen/ doch ſeyn die Blaͤt-ter derſelben breiter/ und an der Farb durchaus Bleich-geel/ eines zimlichen guten Geruchs, Es mag dieſes
Gewaͤch
11.Streichblũ.
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