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| A Jeon: leer.
III. L. x.Zahm Rit-terſporen.
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VI. Zahm Ritterſporen mit gefüllten Blumen. FConſolida Regalis flore multiplici.
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mit Wur geln/ Stengel und Blaͤttern durchaus gleich?
ausgenommen die Blumen/ die find ſchoͤn/ ſchnee-weiß/ wie die andern Purpurblau find. Es waͤchſetauch dieſetz in Fruchtfeldern/ aber es wird ſelten gefun-den. Im Land zu Francken bey Marienthum, hab iches erſtmal in den Kornaͤckern funden/ darnach in denFruchtfeldenn bey Coͤlln / und in Braband/ zwiſchenMecheln und Antorff an gemelten Orten.
III. Noch zielet man in den Luſtgaͤrten drey ſchöͤ-
ner Geſchlecht dieſes Krauts/ die find mit Wurtzeln|Kraut/ Stengel/ Blumen und Saamen/ dem vorge-
meldten gleich/ doch groͤſſer und ſchoͤner. Das eine hatſchoͤne/ purpurblerue Blumen/ I V. das ander ſehnee-
D weiß, M. und das dritte /luſtig purpurrohte Blumen/
vn.FremdeRitterſporn.
find alle drey vaſt ſchoͤne und luſtige Gewaͤchs, die mitihrer ſchoͤnen und qnmühtigen Farben/ die Luſtgaͤrtenwol zieren..
VI. Man zieler auch in den Gaͤrten mit gefůlltenBlumen/ wie hierbey geſetzte Figur genugſam anzei-get: alſo auch etlich ſind von Farben ganz weiß/ etlichegantz blau/ etliche find auch halb weiß/ halb blau/ undauch geſprengt.]
VII. Das ſiebende Geſchlecht hat ein langlechtigerohte Wurtzel mit wenig Zaſeln/ daraus wachſet eineintziger Haubtſtengel/ einer Elen hoch der da rund iſt/und von wegen ſubtiler Haaren ſo ihn umgeben grau-lecht/ theilet ſich in Nebenzweiglein. Die erſten Blaͤt-ter bey der Wurtzeln ſind gemeiniglich in drey Theil ge-theilet/ deren am obern theil des Stengels wenig find,etlich wie gemeldet getheilet/ etlich aber ſind gantz. ImBrachmonat folgen die Blumen/ ſo von Geſtalt wiedie gemeinen Ritterſporen/ jedoch offt kleiner/ von Far-ben bleichblau. Wann ſie abfallen/ wachſen langelech-tige kleine Schoͤtlein in welchen ein kleiner Saamenverſchloſſen iſt. Dieſes Geſchlecht iſt mir ſamt demSaamen aus Italia von Neaples/ von dem fuͤrtreffli-chen Naturkuͤndiger Ferdinando Imperato, Apo-theckern daſelbſt/ unter dem Namen Delphinii Dio-ſcoridis zugeſchickt worden auch in unſeren Gaͤrten
gewachſen.]
D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/
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Von den Namen der Ritterſporen.Es haben zu unſerer Zeit viel der Gelehrten die Rit-terſporen vor das Delphinium Dioſcoridis gehal-ten/ die Blätter aber der Ritterſporen wollen ſich mitder deſcription Delphinii nicht vergleichen: Ja wannDioſcorides den Blumen die Geſtalt der Delphinen
zugeſchrieben haͤrte/ die er den Blättern gegeben hat-
moͤchte die Beſchreibung etlicher maſſen mit dem Del-phinio uͤberein kommen. Zu dem mangelt auch nochdas/ daß die Ritterſporen wider die gifftige Stich derScorpionen helffen ſollen/ wie Dioſcorides vom Del-phinio zeuget/ wir oder kein anderer noch nichts erfah-ren oder gewiß darthun haͤtte koͤnnen, dero wegen esnicht das Delphinkraut ſeyn kan/ ſintemal unſere Rit-terſporen nicht allein an der Beſchreibung/ ſondernauch an der Krafft/ die dem Delphinkraut zugeſchrie-ben werden/ daſſelbig gebruͤſt. Die fuͤrtrefflichen Maͤn-ner/ Johannes Ruellius, ConradusGeſnerus, Janus Cornarius , Valerius Cordus , und andere mehr hoch»gelehrte und in dieſer Kunſt erfahrne Medici, habenunſere Ritterſporen vor das zweyte Cuminum ſylve-ſtre Dioſcoridis gehalten. Dieweil die Beſchreibung/wie auch die Kraͤfft und Wirckungen/ die Dioſcoridesdemſelben zuſchreibt/ durchaus mit einander übereinkommen. Und wiewol wir jetzund zu unſerer Zeit drey
Geſchlecht/ des Cumini ſyl veſtris oder Hornkuͤm̃els/
die uns bekant ſeyn/ haben/ ſo iſt doch unter denſelbenkeines das ſich mit der Beſchreibung des zweyten Ge-
K ſchlechts Dioſcoridis vergleichet/ ſondern gehoͤren alle
drey zu dem erſten Geſchlecht/ wie hernach an ſeinemOrt weiter Meldung geſchehen und angezeigt werdenſoll. Weil dann nun unſer Ritterſporen wie gemeldet/mit dem zweyten Geſchlecht des Horntuͤmmels ſichvergleicht/ ſo halten wir auch daſſelbige vor das wahreund gerecht Cuminum ſylveſtre alterum Dioſcori-dis, welchs Griechiſch von ihm Kupuvov A’ 92109 Sn,genant wird. Von den Medicis und Kraͤutlern/ wirdes genant/ Conſolida Regalis oder Regia, dieweil esfuͤrtreffenlich iſt die Wunden zu heilen/ Herba divæOtiliæ, oder Flos diva Otiliæ, los regius, Equitiscalcar, oder Calcar equeſtre, Flos equeſtris, Pesalaudæ,
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