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Monatblum
ö. Nieren Ge-rechen.
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Das Erſte Buch/ von Kräutern,
A Dod.Caft,Sefeli Cretici ſpecies. Ang. Tordylium R,& Gordilion,Dod.gal.Gef.hort.Lugd,Pim pinellaRomana vulgo, Cæſal. Caucalis Bellonio in icon.cui& Cafcalſtra Turcarum,& Geſn. hort. Ord y-
P Jion Nicandri& Tordylion Hioſc. Anguillaræ.]
Jtaliaͤniſch/ Seſe Crerico. Arabiſch⸗/ Aurdilon. Flemiſch-Ind Brabändifch, Seſeli von Candien und Candio-tiſch Seſeli, und Hochteutſch/ Cretiſcher Seſel undEandiſcher Seſel.¶( Engliſch , Harte woorts of Candie.
II. Das ander und groͤſſer Geſchlecht des Creti-ſchen Seſels/ wird von den Kraͤutlern Se ſelireticummajus, und Tordylium majus, zum Unterſcheid deserſten/ welches viel kleiner iſt/ gen ant/ wie fie dann auchdas kleiner SeſeliCreticum minus, und Tordylium
B minus, zum Unterſcheid dieſes zu nennen pflegen.
ſSeſeli Creticum majus, C. B. Lob. icon. Cam. Tor-dylium five Seſeli Creticum majus, Lob. ic.& obſ-Lugd. himpinellæRomanæ alter. genus ſyl. Cæſ]
Von der Natur/ Krafft/ Wirckung und Ei-genſchafft des Cretiſchen Seſels.
Dr Cretiſch oder Candiſch Seſel/ hat eine Krafft
zu waͤrmen und zu trucknen/ und iſt warm und tru-cken im andern Grad. Das ſoll auch gleichfals von demzwweyten Geſchlecht verſtanden werden/ ſintemal fie etnerley Krafft und Wirckung haben/ und mag derowe-gen je eins vor das ander/ ohn einige Gefahr nuͤtzlichgebraucher werden..Innerlicher Gebrauch des Cretiſchen Seſels.Dr Saamen des Cretiſchen Seſels iſt gut getrun-cken/ wider die Harnwinde/ das tröͤpflingen har Hnen/ und wider alle andere Hindernuß des Harns/ undtreibet die weibliche Monatblumen.
Der Safft aus dem friſchen Kraut und Saamengepreſſt/ und eines halben quintleins ſchwer mit Dasſtardwein/ zehen Tag nacheinander getruncken/ heiletdie Gebrechen der Nieren.
Die Wurtzel zu Pulver geſtoſſen/ und mit dem vier-ten Theil verſchaͤumtes Honigs zu einer Latwergentemperiert/ und davon des Tages etliche mal ein wenigeingeleckt/ reiniget die Bruſt/ und machet den zaͤhenSchleim und Koder leichtlich außwerffen.
Euſſerlicher Gebrauch des Cretiſchen; Seſelkrauts.Der Rauch oder Dampff des angezüͤndeten Ereti-ſchen oder Candiſchen Seſels in die Naſen em-
8
"brvöpfflingharnen.
SüherSalem der
*
DSchlagfüchs
tn pfangen/ erwecket die Schlaffſuͤchtigen.
Nonatblun Das Kraut oder Stengel mögen nuͤtzlich zu Dampf-utter rei und Lendenbaͤdern genützt werden, die weibliche Mo-
migen.. ö.1 Echteiß natblumen zu fürdern/ die Mutter zu reinigen und zu
treiben.
Ute, erwaͤrmen. Iſt auch faſt dienlich zu den Schweißbaͤ-Hirche dern die weil es den Schweiß treibet/ und die erkalten/gieder. ſchwachen Glieder erwaͤrmet und ſtaͤrcket.
Das VII. Cap.
Von dem Roßmareinkraut oder Wey-rauchwurtz.
D Es Roßmareinkrauts oder der Weyrauch-E 3 wurtz/ haben wir heutiges Tages m ö.S ſchlecht/ zwey die fruchtbar find und ſaamen
bringen/ und eines das unfruchtbar und we-der ſaamen oder Blumen gewinnet.
I. Das erſt Geſchlecht hat ein dicke/ groſſe und weiſſeWurtzel/ die hat ein guten Geruch wie der Weyrauch/daher auch diß Gewaͤchs den Namen Libanotis beskommen, das iſt/ Weyrauchtraut. Dieſes KrautsBlaͤtter ſind etlicher maſſen dem Fenchelkraut aͤhnlich/außgenom̃en daß ſie breiter und dicker ſind/ die ſprei-
ten ſich unten her auf der Erden rund aus wie ein Rad
haben einen lieblichen Geruch/ der Stengel wird Elenlang und auch bißweilen langer mir vilen Nebenzweig-
ARoßmareinskraut.
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Libanotis I.Herde em, dar 197.
lein/ darauff wachſen weiſſe/ ſchoͤne Cronen oder
Schathütlein/ die bringen viel Saamen/ derſelbige iſt
weiß/ dem Saamen der Beerenklauen aͤhnlich, an der
Geſtaſt rund und eckechtig/ am Geſchmack zanger/ raͤß
und hartzechtig/ und ſo er ein wenig gekaͤut wird bren-
net er die Zunge wie der Berthram. Es waͤchſt an wil-
den und rauhen Orten/ in dem Gebirg. Dieſes Kraut
habe ich in groſſer Menge gefunden im Hertzogthum
Burgund/ nicht weit von Burbon/ in dem Wald wie
man auff Iſchurtilles zu zeucht. Es waͤchſt auch in dem
Gebirg bey Bizantz und anderen mehr Orten..1II. Das ander Geſchlecht hat auch eine dicke/ weile Goßmareſm
und lange Wurtzel/ mit etlichen Zaſeln oder Neben kraut
würtzlein/ die hat ein ſtarcken und hartzechtigen Wey-
rauchs Geruch. Die Blaͤtter find dem Fenchel gleich/
aber dicker/ von Farben dunckelgrůn. Es hat einen dis
cken/ langen/ knopffechtigen Stengel/ der iſt mit ſeinen
Knoͤpffen oder Gleichen unterſcheiden/ wie der Sten-
gel des Fenchels oder Ferulkrauts/ der iſt gemeiniglich
zweyer oder auch bißweilen dreyer Elen lang/ daran viel
Nebenzweyglein und Aeſtlein aus den Gleichen her-
aus wachſen/ die bringen ſchoͤne/ breite Dolden/ breiter.
dann die Cronen des Fenchels/ mit geelen Blumen..
Denen folget nach ein langer/ bitterechtiger Saamen/
dem Saamen des Aſchbaums gleich mit Holkaͤlen/
wann der mit den Fingern zertrieben wird/ gibt er von
ſich ein ſtarcken Weyrauchgeruch wie die Wurtzel und
iſt am Geſchmack zanger. Dieſes Gewaͤchs wird allein
in den Luſtgaͤrten gepflantzet/ dann es ſo viel uns be-
wuſt/ in Teutſchland nicht von ſich ſelbſt waͤchſt/ ohnan-
geſehen/ daß es den Winterfroſt wol leiden mag.
III. Das dritte Geſchlecht/ welches Dioſcorides öbeſchreibet/ das unfruchtbar iſt/ das iſt dem erſten Ge⸗ i 1.ſchlecht gleich/ bringet aber weder Stengel/ Blumennoch Saamen/ und waͤchſt in ſteinechtigem/ rauhemErdreich.;
Von den Namen der Roßmareinkraͤuter/ -
oder Weyrauchwut tzeln.MM le drey Roßmarinkraͤuter die werden mit dem Na-men Libanotis getauffet/ und doch wie folget mitihren Zunahmen unterſcheiden.1. Das