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Das XXVII. Gap.Von dem Hirſchen.* Es Hirſchens haben wir heutigs Tags zwey= Geſchlecht/ nemlich den gemeinen Hirſchen/Ce g den man taͤglich in der Speiß gebrauchet/und dann den ſchwartzen/ der in furgen Jah-ren uns auch bekannt worden iſt.
J. Der gemeine Hirſchen keimet bald/ nach dem erin das Erdreich geſaͤet wird/ herfuͤr/ und ſtetget in kur-
zer zeit in die Stengel/ die find dick mit ſieben oder viij.Gewerben und Gleichen unterſcheiden/ die Blaͤtterfind den Rohrblaͤttern aͤhnlich/ die Aeher ſchlieffen
aus einer graßechtigen Scheiden/ find gantz drau⸗]
ſchelechtig und zottechtig wie Aeher des gemeinen Deck-
rohrs/ bluͤhet braun/ aus der Bluͤht werden kleine/
runde und veſte geelbechtige Koͤrnlein/ deren ein jedeszwiſchen zweyen dünnen, fliegenden Blaͤtlein beſetztiſt: Die Wurtzel it gantz zaſechtig/ man ſaͤet die imMertzen und im Aprillen. Etliche ſaͤen ihn auch besJahrs zweymal/ nemlich im Glentzen/ und darnachim anfang des Brachmonats. Heſiodus aber hat zualler Sommerſaat die erſte zeit des Glenzen/ das iſtum die Sommer Sonnen wend/ wann die Pleiadesoder die Sternen Vergiliæ aufgehen/ fuͤr andert Zeiterwehlet/ welche Zeit auch viel Baulent dem Hirſchenachten bequemer ſeyn. Es waͤchſt gern an ſandechti-gem feuchten Erdreich ſonderlich aber in feuchten
Stengel aber iſt glatt und nicht haarechtig/ auch mitGleichen unterſcheiden/ und wird der Saamen Kol-ſchwartz und glatt/ iſt an der Geſtalt und Form langechtiger dann der gemein Hirſchen/ und iſt aber das in-ner Kernlein weiſſer dann der ander Hirſchen. Dieſerwird von wegen der Seltzamkeit bey uns noch zur zeitallein in die Gärten geſaͤet. Dieſer Hirſchen muß ſtaͤtiggejetten/ und von dem Untraut gereiniget werden.Von den Namen des Hirſchens.S wird der Hirſchen von den alten GriechiſchenAertzten Kenz é genannt/ von HippocrateNac Mn von He, und von den neuenGriechiſchen Acktzten/ Assy. Lateiniſch heiſſet er Cen=chrus und Milium, von Strabone, Cenchris, vonden Kraͤutlern aber von den Griechiſchen Namen ba-ſpale oder Pafpalus Hippocratis und Piſtum. Mi-lium ſemine luteo vel albo, C. B Milium, Brunf.
Lon. Lob. Caſt. noſtras Lugd. Milium Diofcoti«dis, Theo.& Plin. Cæſ. vulgare, Geſchort. Ad. com-mune, Ang. aureum& album. Cam. II. Miliumſemine nigro, C. 8. Milii nigri ſpecies apud Ori-baſium, Ang. Milium ſemine nigro& latiore Iuba,Lob. obſ. alterum genus è colore nigro deterius,Cæſ. juba ſubinde coloris nigricantis, Dod. ni-grum, Cam. Ger.] Arabiſch heiſſet er bey dem Sera=pione lib. ſimp. c ο2.& 359. Jevers, und Geguers, be)dem Alſahara vio, Agaures hey dem alten Gloſſogra-
E Landſchafften/ als wie im Brurheyn/ der Ober Graff⸗K pho Avicennæ, Algenares, bey dem Haliabbati, Aure-
66.SchwarzerSir,
ſchafft Katzenelenbogen/ welches man das GerauerLäͤndlein nennet/ und derengleichen Orten. Er wil amMorgen fruͤh oder auf den Abend in der Kühle geſaͤet/oder in Grund geworffen werden. Dieſes Zugemüßbedarff keines beſondern groſſen Unkoſtens/ dann einwenig Saamen fůͤllet ein groß ſtück Feldes/ fo baldman den geſaͤet hat/ ſoll man den mit Hurden oder Gesreiß wol bedecken/ damit er nicht von der übrigen Son»nen Hitz aufſpringe oder verderbe..
11. Das ander Geſchlecht hat einen höheren undduͤnnern Stengel, ſonſt mit den Rohrblaͤteren demanderen gleich/ deßgleichen auch mit der Blüht/ der
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ſum und Lauſeſum in lib. de doctrina, Alhari, und beym,. piners, Gechias UN Giaures. Welche Nasmen entweder die Araber von dem Griechiſchen WortCenchros oder Cenchris in ihre Sprach corrumpirt/oder haben die Griechen den Namen Cenchros von derAraber Jeyers oder Ceyers entlehnet/ wie dañ etliche vielmehr Woͤrter die Griechen von andern BarbariſchenVoͤlckern angenom̃en haben. Italtaͤniſch heiſt ber HirßMiglio und Yleglio. Hiſpaniſch/ Millo, Milho und Alijb-Fran zoͤſiſch/ Mil du Mil, Millet, du Millet, und die Sarphoyer/ Citrach. Engliſch / Myll/ Mylen und MilletUngeriſch/ Loles, und der geſtampfft Hirſchen/.Flih-