Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
Entstehung
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Herren Nicola Braun/ Med. Dock I. ö|Vorrede an den Lefer.|Je ein edle und fuͤrtreffliche Gaabe Gottes es ſeye um die Artzney/ guͤnſtigetD Teſer/ iſt maͤnniglich bewuſt/ kan auch aus vielen Vrſachen/ ſonderlich aber aus ihrem Herkom-J men/ Fortpflantzung Nohtwendigkeit/ und herꝛlichem Nutzen abgenommen werden. Dann obswol alle freye X ünfte von G Dt dem Allmaͤchtigen ihren Vrſprung haben/ der ſolche im Men⸗|| BA fehen/ allerhand Fehlen/ Irrungen und Gebrechen in dieſem ſterblichen zu begegnen/ offenbaret:IVNldoch ſolches bey keiner alſo ſcheinbar/ und am Tage, als eben an ihr edleſten/ und aͤlteſten Kunſt der Artzney,Jann(wit man in den Hiſtorien von Erſchaffung der Welt lieſeth nach dem Anfang aus der wüßen, und unge⸗|hpomten erſten Materi/ Gott der Schoͤpffer die Element geſcheiden/ und den Menſchen noch nicht gemacht hatte:Sind durch Gottes Geheiß unzehlich viel ſchoͤne/ liebliche Kräuter und Baͤume aus der Erden herfuͤr kommen/|ft wunder barlichen Blumen und Frůchten gezieret auch an Geruch/ Geſchmack/ Farben und Kraͤfften fo viel|ganfendfäleig underfcheiden/ daß man ein fo fürtrefflich Werck und Sefchöpff, billich niemand als dem groffenBaumeifter/ dem allein weiſen und gewaltigen G Dtt/ hat zumeſſen koͤnnen. Derohalben auch die Wiſſenſchafftnd Etkantnus bieſer herꝛlichen Creaturen und Erdgewaͤchſen/ den Menſchen gaͤntzlich ware verborgen blieben/; Pponſcht Ott der HErꝛ aus ſonderlicher Gute und Liebe gegen den Menſchen/ die Naturen und Eigenſchafften.detſuhigen unfern Vorfahren und erſten Eltern/ mitgetheilt und eroͤffnet hatte, Es hat aber G Dtt nicht allein|anfänglich die Artzneyen erſchaffen/ und ihre Tugenden und Wirckungen den Menſchen entdecket: Sondern er|lit auch noch heutiges Tags allenthalben mancherley ſchoͤne Kraͤuter daher wachſen/ fo zur Speiß/ zur Erhaltung||her heſundheit/ auch zur Jlerde und Wolluſt dienlich. Erwecket darneben immerdar fleiſſige Leuth/ denen er Ver⸗.fandund Weißheit gibt, dieſe Gewächs recht und nuͤtzlich anzuwenden. Wie dann ſolches alles die H. Schrifft qan vielen Orten bezeuget: Deſſen man ſich bey Moyſe/ und ſonderlich bey dem weiſen Syrach hat zu erſehen..Ot Heyden/ ob fie wol den rechten und wahren G Ott nicht erkennet/ auch von Erſchaffung der Welt/ und allen

Creaiuren nichts/ oder ja ſehr wenig, gewußt: Haben ſie doch die Artzney/ als ein hohes Geheimnus/ das menſch-lichen Verſtand weit übertrifft/ ihren vermeinten Goͤttern zugeſchrieben. Dahero auch die Griechen den GottAhollinem/ etliche den Mercurium/ für einen Erfinder dieſer Kunſt gehalten. Vnd weil in Griechenland die Artz⸗|ith in hohetem Werth iſt gehalten worden/ als an andern, felbiger Zeit/ Barbariſchen Orten: Darum findermn auch in Hiſtorien/ daß dieſe Kunſt daſelbſten am meiſten geuͤbet und fortgepflantzet worden ſey. Dann von dh4 Afeulapio des Apollinis Sohn wird gemeldet daß er die Artzney/ welche dazumal noch ſehr gering und ſchlechtGKtpeſen/ etwas gemehret und geweitert habe: Sey dero wegen under die Goͤtter gezehlet worden. Vm dieſelbige| Bee hat auch Chiron Centaurus gelebet/ der ſich in Erkundigung der Kräuter viel bem het/ auch den& ſculapiummföettiche meinen/ darinn underwieſen: Alſo daß hlinius und viel andere mehr/ diſen Chironem für einen Anfaͤn-get diet Mediein ruͤhmnen. Nach dieſem ſeynd gefolget die zween Soͤhne des. ſculapii, nemlich Podaleirius undMachaon; Welche nach dem Exempel ihres Vatters mit der Artzneye/ ſonderlich im Trojaniſchen Krieg mit. der auſſerlichen Schäden und Wunden/ wie Homerus bezeuget/ ſeynd umgangen. Vnd dieſe werden.ſit ktfinder der Wuntzartzney angezogen. Hernach iſt dieſe Kunſt je Länger je mehr verbeſſert und gemehret wor⸗.de/ ind bey dem Geſchlecht der Aſclepiaclarum eine lange Zeit/ gleichſam erblich verblieben. Deſſen Geſchlechtsdann auch geweſen iſt der Hippocrares, der alle vorige Aertzt weit übertroffen, der auch dieſe Kunſt erſtlich in ge⸗.uſt kegln verfaſſet/ und in etlichen Büchern beſchrieben hat. Galenus hat bey Soo. Jahr nach dem Hippocrate. em ein fürtrefflicher und wolerfahrner Mann, nicht allein in der Artzney: ſondern in allen guten Kuůͤnſten⸗:|ö. dat die Schrifften Hippocratis, fo etwas dunckel und un vollkommen/ deutlich und klaͤrlich ausgeleget, ergaͤn⸗|in erweitert /alfo daß in feinen Büchern, deren gleichwol ein zimliche Anzahl, alles genugſam begriffen, was|ö und Wiederbringung der Geſundheit zu wiſſen vonnoͤhten. Vnd dieſe find die fuͤrnemſte, fo diean ,. anfänglich geuͤber und beſchrieben haben. Es find gleichwol noch viel Griechen und Araberö ,. e,, ö wol, 1. an ihrem Fleiß nichts bewenden haben laſſen. Aber den. ö en erſtlich den Nachkoͤmlingen einen leichten Weg gemacht haben/ iſt billichEs haben aber nicht allein gemeine iewol jetzt gemeldte vaſt alle von Edlem-/ zum Theil auch Köntalem gaben a allein gemeine Leuth(wiewol jetzt gemeldte vaſt alle von Edlem/ zum Theil auch Koͤnigli-,, ſich der Artzney angenommen: Sondern auch die gewaltige König und Keyſer haben eine| y 9.; n,. ee, rl er DE Kraͤutern/ deren Kraͤfften fie erfunden?.Käghet, und e Gedaͤchtnus bey den Nachkommen haben machen wollen. Alſo iſt die Gen-lien von C| ia in Hluri ,,,. der Mn, Mirht:n..., ,,, don Lyſimacho der Macedonier König ö Mithri- MMi, n ale un g in Porto und Hithynia Sr. Alſo haben die mächtige Loͤnige/ Salomon, juba, Uln un then,,. die Artzney erlehrnet/ ſondern auch gantze Bucher dar von geſchrie⸗.n, ame/ aus vielen Kräutern zuſa tte Antidoros bereitet deren man ſich noch auff.n n ee pflegt mie groffem Sugen ,, nnn||ofen ROMANE Thier(welches billich zu ver wundern) haben auch viel zur Erweiterung der Artzney ge⸗.in in Tugenden n ein Dr ſonderliche Hüůlffe in den Kraͤutern geſuchet/ und alſo deren Kraͤffa.ſihte den. ſchen gezeiget haben. Dann alſo brauchen die Schlangen zu Schaͤrffung des Ge-lien. Der 3 de Wieſel pflegen ſich wider das Gifft der Ratten und Schlangen mit Rautenblaͤttern zuCandle A. ſuchet den Diptam/ ſo er von den Jaͤgern mit gifftigen Pfeilen verwundet wird. Derennie ung fo ö..,. ſpuͤren und ermeſſen kan/ wie der Allmaͤchtige G tt| und ſeltzam fortpflantze: Daß/ ehe etwas ſonderlichs ſolte verſchwi}| niſen o die ſtumme und wilde Thier an Tag geben, 9; ö... ö.MH Ferners|