Herren Nicola Braun/ Med. Dock I. ö|Vorrede an den Lefer.|Je ein edle und fuͤrtreffliche Gaabe Gottes es ſeye um die Artzney/ guͤnſtigetD Teſer/ iſt maͤnniglich bewuſt/ kan auch aus vielen Vrſachen/ ſonderlich aber aus ihrem Herkom-J men/ Fortpflantzung ⸗ Nohtwendigkeit/ und herꝛlichem Nutzen abgenommen werden. Dann obswol alle freye X ünfte von G Dt dem Allmaͤchtigen ihren Vrſprung haben/ der ſolche im Men⸗|| BA fehen/ allerhand Fehlen/ Irrungen und Gebrechen in dieſem ſterblichen zu begegnen/ offenbaret:IVNldoch ſolches bey keiner alſo ſcheinbar/ und am Tage, als eben an ihr edleſten/ und aͤlteſten Kunſt der Artzney,Jann(wit man in den Hiſtorien von Erſchaffung der Welt lieſeth nach dem Anfang aus der wüßen, und unge⸗|hpomten erſten Materi/ Gott der Schoͤpffer die Element geſcheiden/ und den Menſchen noch nicht gemacht hatte:Sind durch Gottes Geheiß unzehlich viel ſchoͤne/ liebliche Kräuter und Baͤume aus der Erden herfuͤr kommen/|ft wunder barlichen Blumen und Frůchten gezieret auch an Geruch/ Geſchmack/ Farben und Kraͤfften fo viel|ganfendfäleig underfcheiden/ daß man ein fo fürtrefflich Werck und Sefchöpff, billich niemand als dem groffenBaumeifter/ dem allein weiſen und gewaltigen G Dtt/ hat zumeſſen koͤnnen. Derohalben auch die Wiſſenſchafftnd Etkantnus bieſer herꝛlichen Creaturen und Erdgewaͤchſen/ den Menſchen gaͤntzlich ware verborgen blieben/; Pponſcht Ott der HErꝛ aus ſonderlicher Gute und Liebe gegen den Menſchen/ die Naturen und Eigenſchafften.detſuhigen unfern Vorfahren und erſten Eltern/ mitgetheilt und eroͤffnet hatte, Es hat aber G Dtt nicht allein|anfänglich die Artzneyen erſchaffen/ und ihre Tugenden und Wirckungen den Menſchen entdecket: Sondern er|lit auch noch heutiges Tags allenthalben mancherley ſchoͤne Kraͤuter daher wachſen/ fo zur Speiß/ zur Erhaltung||her heſundheit/ auch zur Jlerde und Wolluſt dienlich. Erwecket darneben immerdar fleiſſige Leuth/ denen er Ver⸗.fandund Weißheit gibt, dieſe Gewächs recht und nuͤtzlich anzuwenden. Wie dann ſolches alles die H. Schrifft qan vielen Orten bezeuget: Deſſen man ſich bey Moyſe/ und ſonderlich bey dem weiſen Syrach hat zu erſehen..Ot Heyden/ ob fie wol den rechten und wahren G Ott nicht erkennet/ auch von Erſchaffung der Welt/ und allen
Creaiuren nichts/ oder ja ſehr wenig, gewußt: Haben ſie doch die Artzney/ als ein hohes Geheimnus/ das menſch-lichen Verſtand weit übertrifft/ ihren vermeinten Goͤttern zugeſchrieben. Dahero auch die Griechen den GottAhollinem/ etliche den Mercurium/ für einen Erfinder dieſer Kunſt gehalten. Vnd weil in Griechenland die Artz⸗|ith in hohetem Werth iſt gehalten worden/ als an andern, felbiger Zeit/ Barbariſchen Orten: Darum findermn auch in Hiſtorien/ daß dieſe Kunſt daſelbſten am meiſten geuͤbet und fortgepflantzet worden ſey. Dann von dh4 Afeulapio des Apollinis Sohn wird gemeldet ⸗ daß er die Artzney/ welche dazumal noch ſehr gering und ſchlecht ¶GKtpeſen/ etwas gemehret und geweitert habe: Sey dero wegen under die Goͤtter gezehlet worden. Vm dieſelbige| Bee hat auch Chiron Centaurus gelebet/ der ſich in Erkundigung der Kräuter viel bem het/ auch den& ſculapiummföettiche meinen/ darinn underwieſen: Alſo daß hlinius und viel andere mehr/ diſen Chironem für einen Anfaͤn-get diet Mediein ruͤhmnen. Nach dieſem ſeynd gefolget die zween Soͤhne des. ſculapii, nemlich Podaleirius undMachaon; Welche nach dem Exempel ihres Vatters mit der Artzneye/ ſonderlich im Trojaniſchen Krieg mit. der auſſerlichen Schäden und Wunden/ wie Homerus bezeuget/ ſeynd umgangen. Vnd dieſe werden.ſit ktfinder der Wuntzartzney angezogen. Hernach iſt dieſe Kunſt je Länger je mehr verbeſſert und gemehret wor⸗.de/ ind bey dem Geſchlecht der Aſclepiaclarum eine lange Zeit/ gleichſam erblich verblieben. Deſſen Geſchlechtsdann auch geweſen iſt der Hippocrares, der alle vorige Aertzt weit übertroffen, der auch dieſe Kunſt erſtlich in ge⸗.uſt kegln verfaſſet/ und in etlichen Büchern beſchrieben hat. Galenus hat bey Soo. Jahr nach dem Hippocrate. em ein fürtrefflicher und wolerfahrner Mann, nicht allein in der Artzney: ſondern in allen guten Kuůͤnſten⸗:|ö. dat die Schrifften Hippocratis, fo etwas dunckel und un vollkommen/ deutlich und klaͤrlich ausgeleget, ergaͤn⸗|in erweitert /alfo daß in feinen Büchern, deren gleichwol ein zimliche Anzahl, alles genugſam begriffen, was|ö und Wiederbringung der Geſundheit zu wiſſen vonnoͤhten. Vnd dieſe find die fuͤrnemſte, fo diean ,. anfänglich geuͤber und beſchrieben haben. Es find gleichwol noch viel Griechen und Araberö ,. e,, ö wol, 1. an ihrem Fleiß nichts bewenden haben laſſen. Aber den. ö en erſtlich den Nachkoͤmlingen einen leichten Weg gemacht haben/ iſt billichEs haben aber nicht allein gemeine iewol jetzt gemeldte vaſt alle von Edlem-/ zum Theil auch Köntalem gaben a allein gemeine Leuth(wiewol jetzt gemeldte vaſt alle von Edlem/ zum Theil auch Koͤnigli-,, ſich der Artzney angenommen: Sondern auch die gewaltige König und Keyſer haben eine| y 9.; n,. ee, rl er DE Kraͤutern/ deren Kraͤfften fie erfunden?.Käghet, und e Gedaͤchtnus bey den Nachkommen haben machen wollen. Alſo iſt die Gen-lien von C| ia in Hluri ,,,. der Mn, Mirht:n..., ,,, don Lyſimacho der Macedonier König ö Mithri- MMi, n ale un g in Porto und Hithynia Sr. Alſo haben die mächtige Loͤnige/ Salomon, juba, Uln un then,,. die Artzney erlehrnet/ ſondern auch gantze Bucher dar von geſchrie⸗.n, ame/ aus vielen Kräutern zuſa tte Antidoros bereitet deren man ſich noch auff.n n ee pflegt mie groffem Sugen ,, nnn||ofen ROMANE Thier(welches billich zu ver wundern) haben auch viel zur Erweiterung der Artzney ge⸗.in in Tugenden n ein Dr ſonderliche Hüůlffe in den Kraͤutern geſuchet/ und alſo deren Kraͤffa.ſihte den. ſchen gezeiget haben. Dann alſo brauchen die Schlangen zu Schaͤrffung des Ge-lien. Der 3 de Wieſel pflegen ſich wider das Gifft der Ratten und Schlangen mit Rautenblaͤttern zuCandle A. ſuchet den Diptam/ ſo er von den Jaͤgern mit gifftigen Pfeilen verwundet wird. Derennie ung fo ö..,. ſpuͤren und ermeſſen kan/ wie der Allmaͤchtige G tt| und ſeltzam fortpflantze: Daß/ ehe etwas ſonderlichs ſolte verſchwi}| niſen o die ſtumme und wilde Thier an Tag geben, 9; ö... ö.MH Ferners|