en Eſſig ij loht/ ſolche Flick durch einander ver⸗ F,. drey. vierfache Tüchlein darinn genetze-und iber das Herz geleget/ I oſcht nicht allein die unna-gürliche Hitz des Hertens/ ſondern gibet demſelbigenauch groſſ Krafft Etliche thun darzu die SpeciesPiamarg. frigidi Diagemmæ: P ulv. Santalorum,Sc. jedes Daft ein Scrupel oder zween,ſollen dem Her,ſen gröͤſere Krafft geben: Es ſollen aber bemeldteLüqchlein offt wiederum in den Waſſern und Eſſigfeucht gemacht werden und aufgeſchlagen. So thutauch dieſer Effig dem Haubt gar wol, die Schlaͤff da-mit beſtrichen/ ſoll aber mit Roſenwaſſer vermenget
A
ut ſl-7
ip werden. Oder ein Brot darmit beſprenget und Färtgs4X Von wilden Nägleinblumen. 8. Je wilde Naͤglein werden alſo genennet/ dieweil;. fie ron ſich ſelbſt auf Wieſen und ungehauten Fel-je dern herflir kommen/ ohn einigen Geruch/ oder dieweil
erliche auf Bergen und in Waͤlden erfunden werden.
| Von den Dondernaͤglein halte ich ſeye zu verſte-kh en Calenus 5. tuen. ſan. da er an zeigt daß Sa xiphra-ö gon den Stein breche/ welches Galenus auch von der
Betonica ſo in Gallia waͤchſt bezeuget. Vielleicht iſtauch Theophraſtus zu verſtehen/ da er Jo dis floremerſehlet unter den Blumſtauden fo kleine Blaͤtter hasben/ deren Blum kein Geruch haben/ und allein zu den
.. Krängen gebraucht werden.
. Von der Natur/ Krafft/ Wirkung und Ei-6 0 genſchafft der wilden Naͤgleinblumen.
ä nin un ES werden die wilden Naͤgleinblumen auch in der H, bo, CArgney gebraucht fuͤrnemlich ſo auf den Wieſen
und Feldern wachſen/ als da ſeyn die Dondernaͤgleinund Muttville. Sie werden aber fürnemlich zu denGebreſten der Nieren und der Blaſen angewendt/ das
ui der außgedruckte Safft gerüͤhmet wird, daß er denkendenſtein mit dem Harn außtreibe und auch zer=mahle wenn man deſſelbigen zween oder drey Loͤffel
voll eintrincke: Da aber bemeldter Safft mit Hauhaschelwaſſer oder Ziſererbſenbrühe/ oder Peterſilienbruͤheeingenommen wurde/ wuͤrcket er ſo viel deſto kraͤfftiger.
Wie aber bemeldter Safft ſoll bekommen werden/ iſt
zuvor angezeigt. Zu bemeldten Gebrechen der Nieren
wird auch das außgebrandte Waſſer der wilden Naͤg-Teinblumen gebrauchet/ und fuͤrnemlich fo man vier(leht des Waſſers/ ein loht Hauhachelwaſſer und zwey
lcht bemeldtes Saffts unter einander miſchet und ſol-Gifte chen Tranck etliche Tag nach einander eintrincket.
| Großen,x lendenſin.
. itz. Man haltet auch die Gauchblum fuͤr ein bewehrtni Mittel allerhand Gifft außzutreiben.]
J*
v Das II. Cap.
ſ Von Maͤrgenroͤslein.ij. S ſchreibet Lobelius in feinen Adverſariisin novis, daß die Maͤrgenroͤslein von den Altenff ſeyen genennet worden/ Lychnides quaſi lu-6 cidi& luculenti flores: Und Lychnides co-9 tonariæ, dieweil man ihre ſchoͤne Bluͤmlein/ zu denn n E Kraͤngen gehrauche. Er beſchreibet fie allo: J. Ihre Ki Weigund Wurzel find lang und in vielen Zaſeln abgetheilet.BA i ln II. die Blaͤtter lind und weich etwas unter fich hans.. gend/ doch dick und wollecht/ an der groͤß gleich denie. Salbeyblaͤttern. Die graue oder haͤrig weiſſe Stengel. wachſen rund in die hoͤhe/ mit viel? Gleichen unterſchie-
den/ an den Stengeln entſtehen viel Zweiglein // auf wel-cher Gipffel rauche ſtreiffende Knoͤpfflein/ gleich denRaden oder Pb ſeudomelanthio antoffien/ daraus die(Sn Blümlein herfuͤr ſchlieffen/ mit Roſen oder rotenpurpurfarben Blaͤttlein gezieret/ gantz luſtig und lieb-lich anzuſehen. Mit welcher Beſchreibung die zwey erſteGeſchlecht der Mar genrhalein mit den weiſſen uf roten
Das Ander Buch/ Von Kräutern;
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Weiß Maͤrgenröͤslein.I. Lychnis coronaria alba.n,.,
M
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Blumen meiſt uͤbereinkom̃en. Man finde ſie auch mitleibfarben blumen/ welche etwas wol riechen. Alſo auch
mit gefuͤllten Blumen in den Gaͤrten. Aus einer jeden
Blumen/ wann ſie vergangen iſt/ wird ein Magſaa-men Koͤpfflein/ oben auſſen ſpitzig wie ein kleine Eichel/darin iſt aͤſchenfarberſaamen/ wie der Bilſenſaamen.]
1II. Das dritte Geſchlecht die Zinober roͤslein/ besſchreibt Dodonæus, daß fie haben lange wurtzel/ in vielkleine Neben wurzeln zertheilet/ am Geſchmack etwas
Roht Maͤrgenroͤslein.II. Lychnis coronaria rubra.
GA
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11Zitz ohet-röslein.