Das Ander Buch/ Von Kraͤutern. 689Es ſchrelbet Galenus , daß die Blumen in Waſſer F der Mutter darauf ſich ihre Zeiten verhalten/ groſſen ö.Entkeute geſotten und aͤber die entzundte Glieder geleget⸗/ denſel⸗ ſchmertzen und viel Stechens unten am Ruͤckgrat be⸗ toner Diesi Cr pigen gar wol thun. Doch ſoll man ſich hterinn wol ſinden/ ſollen ſie ſich mit nachfolgendem Saͤlblein an nalblin.fürſe hen.. wbemeldtem Ort jederzeit warm ſchtnieren: Nehme biteHie Blaͤtter mit Honig zerſtoſſen heiter den Grind ter Mandeloͤl/ liltenoͤl/ Chamillenoͤl jedes j. loht/ gelb| Dar und Außoruch des Haubts..- Veieloͤl zwey loht/ Huͤnerfett oder Gaͤnsfett/ vj. quintl.|. Der Safft in die Augen gethan/ nim̃t die böͤſen. Wachs fo viel zu einem Saͤlblein genug if. Deßglei⸗.H gicken. chen zu den ſchmertz n der Glieder fo von Kälte komt lle,Conſer ven Jucker von geel Veieln. iſt bemeldtes Del gar nut und gut/ wenn man die hreſt⸗ bon Kälte,Conſerva florum Keiri.. ,, zuvor ein wenig mit warmen TüchernA) 8 5 3 5ES rn au die ſn licllichen gelen Veleln ein Con ö.. ö w n.irvenzucker gemacht werden/ auf gleiche weiß/ wie m ,,,. öfe;. der Graßnaͤgleinblu joranoͤl und Olei coſtini kan genommen werden.von den vorigen Merkwiolen, oder Sraßnäͤgleinblu. 1 181 ö. 6— e,, ¶Diß Del ſtillet den jungen erſtgebornen Kindlein Darmgichtmen iſt vermeldet worden. Dieſer eingemachte Zucker ö/(9 Mans Mir SBanmwol atız aufB æurd nüglich und wol zu den innerlichen Falten Glier G n) en,. ann,.nnch dern des eibs eingenommen/ dieſelbige zu erwärmen. b Weielwaſin und zu ſtaͤrcken. Offt genuͤtztt/ ßhewahret für dem groß Selb Veiel waſſer.6(en Schlag/und heiter die Hora ys] ö On dieſen Vꝛielblumen wird ein nuglich WaſſerWelchem Menſchen das Hertz zittert von Kaͤlte der bereitet/ di Bluͤmlein mit eim wenig guten kraͤffti-I, ſofich dieſes eingemachten Zuckers gebrauchen, dati. gin Wein beſprenget, und dann abgezogen/ oder das3 N er auch Meliffenzucker und eingemachten Nofmarin- 2. gedift liert. wu.; közucker nemmen kan/ da aber kein Meliſſen Conſerve⸗ un N. das. A San m Ver.wthanden fol man deſſen gebrennte Waſſer darin ge nunff ger die verlorne Gedäachtnus wieder ge. nunft fürsbranchen/ und mit bemeldten Conſerven vermiſchen. trun cken, auch auſſerhalb mit Tüchlein über die ſchlaͤff ö| Gate ſls gleich wie ein Lattwerglein. Es wird aber dieſer einge, und Nacken geleget.. Soeduchtuusnnn. machte Zucker fürnemlich gelobet die erkalte/ ſchwache Es iſt über die maß nunlich denen/ fo vom kleinen Llemer| und blöde Mutter zu ſtaͤrcken und derſelben zu helffen/ Schlag getroffen ſind/ unter das Tranck gemiſchet ⸗..darzu die Blumen eine ſonderliche Narur und Eigen, und auch die erlahmten Glieder warm darmit gerie⸗ nſchafft haben: Es ſoll aber ſolcher Zucker jederzeit mit ben/ ſtaͤrckt die Gleich/ und wehret dem Zittern/ es brin⸗ i.C Beyfußwvaſſer oder Poleyenwaſſer angeſtoſſen und et⸗ 1 get auch wiederum zu recht die erlahmte Zungen/ zu Sung.was důnn gemachet werden/ ehe man ihn einn int dañ viel malen getruncken und damit gerieben. ö.. efuuͤhret. 1.? ndl* 7 Dunckel GeNa hipſung u, Verſtspffung der Leber mag dieſe Conſer- die Flecken derſelbigen..ML auch wol gebrauchet werden/ fo man die mit Wer⸗ Das Angeſicht nach ſtarcker Schwitung in einem Fiecken desmuhtwaſſer oder aber mit Odermenig waſſer einnim̃t: truckenen Schweißbad darm gewaͤſchen und von.;Dann bemeldte Naͤgleinblumen ein Art haben zu er⸗ ihm ſelbſt getrucknet nim̃t alle ſcheutzliche Maſen und machen.öffnen. HB...., laͤutert es ſchoͤn/ macht die Haut öö ieloͤl. Oleum Cheirinum. weiß und lebhafft.- cken und er-) ell! d,, ,, K Staͤrcket alle innerliche Glieder/ und wärmer ſie/.D Ot lend auf gleiche, Meß sugerichrer lll ſonderlich die Leber/ Nieren und Blaſen/ reiniget der irt,, Capitel DE Gesae er Arme He and 9.Meldung geſchehen iſt: Etliche aber machen diß Del fu. 3 ö ö mie ö kAlſo/ſe nemmen alt Baumoͤl das ſchon lauter iſt/ thun ltuchtnar, ereipet ihre YMeongtzet die 4 tergeburt und nighen.ch in in Glas, werfen ein gut theil der gelben Veiel, todte Frucht: fürdert den verſtandenen Harn. öö. an DIeS Auf drey oder vier Loht/ des Morgens nitchrern ges erg turtDblumen darinn/ ſtellens eine Zeitlang an die Sonne/ I; ö. und rodtewelche Weiß mir auch gefallen thut Wil man das Del trunchen und darauf tofeder geſchlaffen/ ſtaͤrcket das. cht neiheſſer haben/ werffe man die vorige Blumen hinweg/ J Gebrechen Her leeund thu friſche in das vorige el. Be. öOder nemme der Blumen ein Pfund/ friſch ſüß. Das Y I IJ. 6 ap.. öBaumoͤlzwey Pfund/ etliche nem̃en nur anderthalbs“ Von Freyſamkraut oder Dreyfaltig-laß A drey tag die. im ö. erbeitzen/ den vier⸗ teitblumen. 2ten Tag ſetz es auf ein ſanfftes Kolfeuerlein/ und laß 2 Es Freyſamkrauts oder Dreyfaltigkeitblu⸗ J. 1.gemſchihen fieden in doppelem Gefäß /dann feihe es(C. men find zweyer eh Köeſchleche, sam und ell, Framedurch und thu ſechs loht friſche Blumen darein/ ſtells Dde. Das zame Gefchlecht wird in Garten ge, kraut.nn die Sonn/ und laß alſo erbeitzen/ und behalt es zu der funden feine Wurtzel iſt nicht vaſt lang/ aber. Nohtdurſſt.. g ſehr zaſecht/ daraus feine dreeckete/ geſtreiffte/ lnopff-e, Diß Nel erweicht und zertheilt/ miltert den ſhmer⸗ echte und holen ſtengel herfuͤr kom̃en. Die Blaͤtter findmini. hen der Net ven oder weiſſen Geäͤders/ und der Gleich, ſchwartzgrün erſtlich rund/ darnach] erwas lang an| der Bruſt/ Nieren und Blaſen.. dem Umkreiß zerkerfft/ hangen an zimlichen langen. ö Durch ein Eliſtier eingoſſen/ miltert das Klimmen K ſtielen: An welcher Urſprung andere kleine BlätterV teibe.},, herfür treten. Hug den Gewerben wachſen lange[blosi nher Wer um die Bruſt voll iſt und ſtaͤtigs keichet von ſe] dünne Stielt/ darauf die ſchoͤne Blümlein erſchei=Hi. Wegen des zaͤhen kalten Schleims, ſo ſich in der Bruſt nen/ von vielen fürnemlichen aber von dreyen Far-berſamlet hat, der nem gelb Veieſoͤ/ Loroͤ/ und Dill ben daher es den Namen hat] zuſam̃en geſezt. Waswer bitter Mandeloͤl, jedes ein leht, Gaͤnßſehmaltz die Geſtalt der Blümlein belanger, ſchreibet Matthio=ficht, Saffran anderthalben Serupel/ Wachs ſo vll. Ius, daß ein jedes fünf Blaͤtt lein an ſich habe aus wel-lum Saͤlblein genug iſt, ſchmiere ſich damit des Tages chen die zwey oberſte gantz veielbraun ſehen, die andern3 ö oder vier mal um die Bruſt/ fo wird er Beſſerung zwe weiß/ das fünffee gelb. Es werben auch etlich ge. ö HEN. funden mit zwey himmelblauen Blaͤtllein neben den585 wird aber dieſes Oel fuͤrnemlich gebrauchet zu braunen mit ſchwartzen ſtreimlein unterzogen/ welcheMutter, ä. falten Gebreften und Wehtagen der Mutter Als doch mitten in der gantzen Blumen am meiſten in den+ann die Welbs her onen/ pon wegen der verſtopffung gelben Sternlein geſthen 986. Man findet ö.cce iß-
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