Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
Entstehung
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754 D. Jacobt Theodor Tabernaemontani/

A ſonderlich gut, Wird auch innerlich gebraucht zu dem FBauchgrim kalten Magen und Daͤrmen/ darvon die Colica odern. das Bauchgrimmen entſtanden iſt/ dieſelbige wieder-um zu erwärmen und das Krimmen zu vertreiben. Esfol aber nicht allein und ohne Zuſaß eines andern cor-poris gebrauchet werden.

Das XIX. Gap.Von Wild Aurin.Wild Autin. Gratiola.,,,\

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gen dienlich.]

aber der Extract fo daraus gemacht werde/ ſo m

wider das Krimmen und Hufft wehe.

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Mus, daß es habe gevierte Stengel anderthalbſpannen lang: Die Blaͤtter vergleichen ſichetlicher maſſen dem Hyſop/ ſeyen doch breiter/

linder/ und ein wenig geſchartet/ deren allweg zwey gegen einander ſtehen. Zwiſchen den Blaͤttern erſchei-nen kleine weiſſe oder leibfarbe Bluͤmlein. Die Wur-tze iſt gar zaſecht/ weiß und dnn: Waͤchſt gern auffeuchten Wieſen und Auen.Von den Namen..

Ratiola wird auch genennet Gratia Dei. Cor-

dus nennet es Limneſion, und Centaurides.Anguillata nennet es Papa ver ſpumeum Dioſcori-dis, wie Lobelius in feinen obſervationibus anzeigt.Welſch Gratiola. Gratiola centauroides, C. B. Gra-tiola, Matt. Dod. Geſ. hort. Ad. Lob. ic. Cobſ. Lugd.Caſt. Cam. Ger. Gratia Dei, Lac. altera Cæſ. GrariaDei, cujus ſemen Gelbenech, papaver ſpumeumforte, Ang. Limneſium five Centauroides, Cord.hiſt. Eu patorium Meſues Cord. ſchol.]

Von der Natur/ Krafft/ und Wirckung der6 Gratiolæ und ſeinem extracto.CAtthiolus ſchreibt/ daß dis Gewaͤchs ſehr bit -ter ſey/ und derhalben warmer und truckenerArt. Vermeldet auch[daß es ein Art hat zu purgie-ren/ dann fo man der Blätter friſch oder duͤrꝛ zehene eſſe/ treiben fie den Schleim und Gallen durch denund Ga ſtulgang: das hab man auch an Pferden wahrgenom-austreiben. men/ wann fie auf der Weide ſind/ und dis Kraut eſ-ſen] gewinnen ſie den Durchlauff/ und nemmen diePferde darvon ab und werden mager. Die Friauler/

Wild Aurin D. Kraut Gratiolam heſchreibet Matthio-

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und Saamen.

bey denen es in groſſer Menge waͤchſt/ nennenhalben Stanca cavallo. Auch.die Blaͤtter mit Oblat ein/ purgieren ſich darmit.Mit Milchwaſſer oder Molcken eingenommenwürcket es viel hefftiger dann fo es allein gehrauch-wird: beweget zu Erbrechen /purgieret mit groſſem Unsluſt: ſchwaͤcht den Magen/ die Seber- ſamt anderennatürlichen Gliederen. Derohalben ſoll mans reinſtoſſn/ mit Maſtix vermiſchen/ oder Jin nnet/ Nen zgeſchaben Suͤßholtz/ Zucker darmit ſtoſſen/ und in ener Ziſererbſenbruͤhen eingeben/ oder auf dieſe weiß:Nirm̃ Hratiolakr aut j. loht. Meer öl, Aen gamjedes ein halb loht/ Roſinlein j. loht/ ſeud es in Wein,bis auf x. Lohr eingeſptten it; ſeihe es durch/ und gezdem Krancken nüchtern zu trincken. Dleſes reihedas Gewaͤſſr haͤufftg/ iſt derhalben den Waſſer ſůchtj fich

Camerarius meldet/ daß es den Waſſer cht igegut ſey/ geſotten und dar von getruncken Sonderlich init.Wende deentügliche** 2 7* an ĩ* öauch nim̃t in den lan gwirigen dreylaͤglichen Fiehern Siund dem Hufftweh/m aber von wegen ſeiner Bitterkeit nicht zu viel gebraucht werden. An) Euſſerlicher Gebrauch.As. in Waſſer geſotten, und die Brühe in Himeinem Clyſtier gebraucht/ tödtet die Wurm/ iſt ght King.yſtier g h 1. it gnö Die Blaͤtter grün zerknitſcht und aufgelegt/ oder Munduͤrꝛ gepitlvert/und ein geſtrenet/ heilen die Wunden.Der Safft/ wie auch das gehrannte Waſer /m eitel!chet eine glatte Haut/ und nim̃t die Flecken und Ma, ö.

fen hinweg.] n..

glicfen jInh,

Dg R gn,Von Spicanarden/ und Lavandel .ö Di K Sbica alba.

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S ſchreiben Matthiolus und Hieronymus Cnet,) den und 20Tragus, daß der Spicanard und der labendel i

einander vaſt ahnlich und verwandt ſeyjn, miWurtzeſn/ Hol/ Sten gel/ Blaͤtern/ Blumen

. Sind

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