754 D. Jacobt Theodor Tabernaemontani/
A ſonderlich gut, Wird auch innerlich gebraucht zu dem FBauchgrim kalten Magen und Daͤrmen/ darvon die Colica odern. das Bauchgrimmen entſtanden iſt/ dieſelbige wieder-um zu erwärmen und das Krimmen zu vertreiben. Esfol aber nicht allein und ohne Zuſaß eines andern cor-poris gebrauchet werden.
Das XIX. Gap.Von Wild Aurin.Wild Autin. Gratiola.,,,\
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gen dienlich.]
aber der Extract fo daraus gemacht werde/ ſo m
wider das Krimmen und Hufft wehe.
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Mus, daß es habe gevierte Stengel anderthalbſpannen lang: Die Blaͤtter vergleichen ſichetlicher maſſen dem Hyſop/ ſeyen doch breiter/
linder/ und ein wenig geſchartet/ deren allweg zwey gegen einander ſtehen. Zwiſchen den Blaͤttern erſchei-nen kleine weiſſe oder leibfarbe Bluͤmlein. Die Wur-tze iſt gar zaſecht/ weiß und dnn: Waͤchſt gern auffeuchten Wieſen und Auen.Von den Namen..
Ratiola wird auch genennet Gratia Dei. Cor-
dus nennet es Limneſion, und Centaurides.Anguillata nennet es Papa ver ſpumeum Dioſcori-dis, wie Lobelius in feinen obſervationibus anzeigt.Welſch Gratiola. Gratiola centauroides, C. B. Gra-tiola, Matt. Dod. Geſ. hort. Ad. Lob. ic. Cobſ. Lugd.Caſt. Cam. Ger. Gratia Dei, Lac. altera Cæſ. GrariaDei, cujus ſemen Gelbenech, papaver ſpumeumforte, Ang. Limneſium five Centauroides, Cord.hiſt. Eu patorium Meſues Cord. ſchol.]
Von der Natur/ Krafft/ und Wirckung der6 Gratiolæ und ſeinem extracto.CAtthiolus ſchreibt/ daß dis Gewaͤchs ſehr bit -ter ſey/ und derhalben warmer und truckenerArt. Vermeldet auch[daß es ein Art hat zu purgie-ren/ dann fo man der Blätter friſch oder duͤrꝛ zehene eſſe/ treiben fie den Schleim und Gallen durch denund Ga ſtulgang: das hab man auch an Pferden wahrgenom-austreiben. men/ wann fie auf der Weide ſind/ und dis Kraut eſ-ſen] gewinnen ſie den Durchlauff/ und nemmen diePferde darvon ab und werden mager. Die Friauler/
Wild Aurin D. Kraut Gratiolam heſchreibet Matthio-
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und Saamen.
bey denen es in groſſer Menge waͤchſt/ nennenhalben Stanca cavallo. Auch.die Blaͤtter mit Oblat ein/ purgieren ſich darmit.Mit Milchwaſſer oder Molcken eingenommenwürcket es viel hefftiger dann fo es allein gehrauch-wird: beweget zu Erbrechen /purgieret mit groſſem Unsluſt: ſchwaͤcht den Magen/ die Seber- ſamt anderennatürlichen Gliederen. Derohalben ſoll mans reinſtoſſn/ mit Maſtix vermiſchen/ oder Jin nnet/ Nen zgeſchaben Suͤßholtz/ Zucker darmit ſtoſſen/ und in ener Ziſererbſenbruͤhen eingeben/ oder auf dieſe weiß:Nirm̃ Hratiolakr aut j. loht. Meer öl, Aen gamjedes ein halb loht/ Roſinlein j. loht/ ſeud es in Wein,bis auf x. Lohr eingeſptten it; ſeihe es durch/ und gezdem Krancken nüchtern zu trincken. Dleſes reihedas Gewaͤſſr haͤufftg/ iſt derhalben den Waſſer ſůchtj fich
Camerarius meldet/ daß es den Waſſer cht igegut ſey/ geſotten und dar von getruncken Sonderlich init.Wende deentügliche—** 2 7* an ĩ* öauch nim̃t in den lan gwirigen dreylaͤglichen Fiehern Siund dem Hufftweh/m uß aber von wegen ſeiner Bitterkeit nicht zu viel gebraucht werden. An) Euſſerlicher Gebrauch.As. in Waſſer geſotten, und die Brühe in Himeinem Clyſtier gebraucht/ tödtet die Wurm/ iſt ght King.yſtier g h 1. it gnö Die Blaͤtter grün zerknitſcht und aufgelegt/ oder Munduͤrꝛ gepitlvert/und ein geſtrenet/ heilen die Wunden.Der Safft/ wie auch das gehrannte Waſer /m eitel!chet eine glatte Haut/ und nim̃t die Flecken und Ma, ö.
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einander vaſt ahnlich und verwandt ſeyjn, miWurtzeſn/ Hol/ Sten gel/ Blaͤtern/ Blumen
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