Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
Entstehung
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A mans aber Pflaſtersweis überlegt, wehren fie den freſ-gende, ſenden Geſchweren.. ñ So man mit dem ausgetruckten Safft den Leib befan. ſtreiche/ bringet es den Schweiß]

Das XXX. Cap.Von Jvenkraut.

W Es Ivenkrauts find zwey Geſchlecht J. Das

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Int, NN erſte nennet man vam Muſcaram, wegen

AZ feines lieblichen Seruchs, fo ſich dem Biſem

veraleicher, hat eine zaſechte Wurtzel/ daraus

die Stengel erwachſen/ mit vielen kleinen ſpitzigen

Blaͤttlein beſetzt/ oben aus etwas von einander zer ſpal-

D ten: Seine liebliche Blumen kommen aus kleinenHuͤlslein herfuͤr den vorigen bey nahe gleich.

II. Das ander Geſchlecht hat viel zarte/ kleine/ rauheAeſtlein/ auf der Erden weit ausgehreitet/ feine Blaͤt-ter ſeyn langlecht/ gruͤn/ haͤrig und rauh/ etwas zerkerft/eines hitzigen Geſchmacks/ und ſtarcken Geruchs/ be-kont an feinen. Fluͤglen purpurbraune Blumen/dem Cham pit y gleich/ der Saame iſt langlecht undaſchenfarb/ die Wurtzel dick und weiß. Sie waͤchſt auffreyem Feld bey Lauſanne und in Gallia Narbo-nenſi, bluͤhet im Sommer und Herbſt.

Von den Namen.Ds erſte Jvenkraut heiſt auch edel Gamanderlen

AIhenktant.

Das Ander Buch/ Von Kräutern;

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und Feldeypreß. Lateiniſch lva muſcata, ob es ſey

die Chamæapit ys altera, kan man leſen bey EobelioE in feinen obſerv.& ad verſariis. Botrys Chamæ-dryöides, C. B. Cham æcypariſſus& Chamæpit)ysaltera Dioſc. Trag. Chamædrys altera, Matt. Caſt.Lugd. Thal. fœm ina, Dod. gal. Tur. Cæſ. Lugd. Cã-Ger. vera faminz, Fuch. ic. laciniatis foliis, Lob.ic minima, L(ugd. Cha n æhit ys altera, Dod. Ajugavel Chamæpit ys multifidis foliis, Cluſchiſt.]Das ander wird genennt Ivenkraut von Mom-yelier. Griechiſch A vu is Erspa, ſaeãeiniſch Anthyl-is altera, und lya moſcata Mompeliaca. Cha-mæpitys moſcata, foliis ſerratis, C. B. Chamæpi-tys ſpecies Monſpelii, Gef. hort. ſpuria prior, ſiveAnthyllis altera, Dod. altera& major, Cæſ. Iva

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J.

II. Jventraut von Mompelier.lva Muſcata Mompeliaca.e fe. 235 6

Moſcata Monſpelienſium, Ad. Ger. Anthyllis al-

tera, Cluſ. hiſp.& hiſt. Caſt. Lugd. Anthyllis Cha-mæpit y ides minor, Lob. ic.& obſ.]Von der Natur/ Krafft/ und Eigenſchafft

des Jvenkrauts.

D Jewel das Kraut eines hitzigen und ſcharffen

Geſchmacks iſt/ wird es fuͤr warm und trucken ge-halten/ wie das vorige: Und ſo viel ſein Gebrauchanlangt/ kom̃t es mit demmſelbigen auch nemlich mit

der Cham æpity majore, darvon im vorigen Capltel

vermeldet iſt, uͤberein/ dero wegen/ was vom Gebrauchdeſſelbigen Krauts iſt geredt worden, ſoll auch von dies

ſem verſtanden werden.Das XXXI. Cap.Von Rheinblumen.

I. Rheinblume.Stœchas citrina.

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