782 D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/A Euſſerlicher Gebrauch der Ruhrkraͤuter. F I. oͤuenfuß.Halzhe⸗ B Sy dem Matthiolo lieſt man/ daß der Safft der Leontobęd ium Matthioli,ſchwar. Ruhrkraͤuter gar gut ſeye zu dem Halsgeſchwaͤr. JAngina genennet/ wann man ihne/ mit Wein und SALMilch vermiſchet/ und ſich darmit gurgelt.[Und Pli nius ſaget noch mehr/ nemlich ſo jemand das Krautnur taͤuet/ der ſey ſicher vor jetztgedachten Gebreſten.FHinſch des Das ander wird auch dem Rindviehe zu der Hin-Rindviehs.ſche gebraucht..Des erſten Blaͤtter werden an ſtatt der Scherwollenoder Pflocken gebrauchet/ und die Pulſter darmit ge-
füllen.]Von Ruhrkrautwaſſer.Krebs an(RS ſchreibet Dodonæus, daß das Waſſer nutzlichBriten, Sgehrauchet werde wider den Krebs an den Bruͤ-ſten/ leinine Tuͤchlein darinn genetzet und uͤbergeſchla-gen/ dann darvon werde der Krebs verhindert/ daß ernicht ſchwürig werde. Etlich gebrauchen mit nutz darzudie Blaͤtter von der Haſelwurtz in gemelt Waſſer zusvor eingeweicht..Weiberfliß. Es iſt dis Waſſer auch gut den Weiberen/ ſo ihreZeit zu viel flieſſen/ deßgleichen auch wider alle andere. 2Fluͤß/ dieſelbige zu ſtillen. III. Kleiner Loͤuenfuß.. 4 Leontopodium parvuma:Das XXXIII. Sap. ,,,,Von L(oͤuenfuß.“x)
J. ESuyenfuß.Leontopodium Species Gnaphalii,
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% fuß iſt auch ein Geſchlecht des Gna-
göuenfuf· D. IJ. Das erſte Geſchlecht hat langlech-
2) re rauhe/ und graue Blätter/ wie das Ruhr-
= kraut/ auch ein rauhen Stengel drey oder vier
Finger hoch, daran ein ſchwartzblaue knopfechte Blut»
men ſtehe/ dick und breit ausgetheiſt/ inwendig durch-
ſichtig mit kleinen Loͤchlein/ anzuſehen wie eines LoͤuenFußſtapfen.
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pinum magno flore, folio brevi, C. B. Leontopodi-um ſive pes leoninus, Lob. icon. Ger. 1 Chlium alpi flore, folio oblongo, C. E-Ziuenfuß 1, Das ander Sefchleche iſt dem vorigen gleich, al⸗ k. Matt..E lein daß es ein groͤſſere Wurtzel und laͤngere Blaͤtter ioli 69 ium alpinum Ger.
t, tra;; Caſt. Matthioli, Lug. Gnaphalium alpinum Gehat/ trägt auch eine dicke wollechte Blume wird vom K gef. Clul pan.& hiſt. III. Gnaphalium alpinum
Authore Leontopodium Matthioſi genennet/ an, minus. C. B. i. ĩ icon1. C. B. Leontopodium parvum, Lob. icon.39 ö ö alpinum. Lugd.Ger.hiloſella ö, ö Wird vongurnſ iz, nen hoch ö. eſchlecht iſt einer groſſen Span den Schweigern in deren Gebirges wachſt/ Wildernen hoch feine Blatter find dick rauch und wollecht⸗ men genennt.] Iſt ein wildes Gewaͤchs/ hat keinenwie auch der ſtengel daran ein weiche wollechte bleich⸗ Brauch in der Artzney/ jedoch wo man es habengelbe Blumen wwaͤchſt/ hat ein ſtarcke holtzechte Wurtzel. kan/ iſt es zu brauchen wie die Ruhrlrüͤn-Sie wachſen in Welſchland auf den hohen Gebirgen/ ter/ darvon im vorigen Capitel iſtund auf dem Berg Baldo bey Verona. gehandelt worden.
Von den Namen.
¶Deuenfuß heiſt Griechiſch Wonen ion, gLateiniſchRes Leonis, Leontopodium. II. Gnaphalium A-. Si e