Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
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782 D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/A Euſſerlicher Gebrauch der Ruhrkraͤuter. F I. oͤuenfuß.Halzhe⸗ B Sy dem Matthiolo lieſt man/ daß der Safft der Leontobęd ium Matthioli,ſchwar. Ruhrkraͤuter gar gut ſeye zu dem Halsgeſchwaͤr. JAngina genennet/ wann man ihne/ mit Wein und SALMilch vermiſchet/ und ſich darmit gurgelt.[Und Pli­ nius ſaget noch mehr/ nemlich ſo jemand das Krautnur taͤuet/ der ſey ſicher vor jetztgedachten Gebreſten.FHinſch des Das ander wird auch dem Rindviehe zu der Hin-Rindviehs.ſche gebraucht..Des erſten Blaͤtter werden an ſtatt der Scherwollenoder Pflocken gebrauchet/ und die Pulſter darmit ge-

füllen.]Von Ruhrkrautwaſſer.Krebs an(RS ſchreibet Dodonæus, daß das Waſſer nutzlichBriten, Sgehrauchet werde wider den Krebs an den Bruͤ-ſten/ leinine Tuͤchlein darinn genetzet und uͤbergeſchla-gen/ dann darvon werde der Krebs verhindert/ daß ernicht ſchwürig werde. Etlich gebrauchen mit nutz darzudie Blaͤtter von der Haſelwurtz in gemelt Waſſer zusvor eingeweicht..Weiberfliß. Es iſt dis Waſſer auch gut den Weiberen/ ſo ihreZeit zu viel flieſſen/ deßgleichen auch wider alle andere. 2Fluͤß/ dieſelbige zu ſtillen. III. Kleiner Loͤuenfuß.. 4 Leontopodium parvuma:Das XXXIII. Sap. ,,,,Von L(oͤuenfuß.x)

J. ESuyenfuß.Leontopodium Species Gnaphalii,

% fuß iſt auch ein Geſchlecht des Gna-

göuenfuf· D. IJ. Das erſte Geſchlecht hat langlech-

2) re rauhe/ und graue Blätter/ wie das Ruhr-

= kraut/ auch ein rauhen Stengel drey oder vier

Finger hoch, daran ein ſchwartzblaue knopfechte Blut»

men ſtehe/ dick und breit ausgetheiſt/ inwendig durch-

ſichtig mit kleinen Loͤchlein/ anzuſehen wie eines LoͤuenFußſtapfen.

,.

pinum magno flore, folio brevi, C. B. Leontopodi-um ſive pes leoninus, Lob. icon. Ger. 1 Chlium alpi flore, folio oblongo, C. E-Ziuenfuß 1, Das ander Sefchleche iſt dem vorigen gleich, al⸗ k. Matt..E lein daß es ein groͤſſere Wurtzel und laͤngere Blaͤtter ioli 69 ium alpinum Ger.

t, tra;; Caſt. Matthioli, Lug. Gnaphalium alpinum Gehat/ trägt auch eine dicke wollechte Blume wird vom K gef. Clul pan.& hiſt. III. Gnaphalium alpinum

Authore Leontopodium Matthioſi genennet/ an, minus. C. B. i. ĩ icon1. C. B. Leontopodium parvum, Lob. icon.39 ö ö alpinum. Lugd.Ger.hiloſella ö, ö Wird vongurnſ iz, nen hoch ö. eſchlecht iſt einer groſſen Span den Schweigern in deren Gebirges wachſt/ Wildernen hoch feine Blatter find dick rauch und wollecht⸗ men genennt.] Iſt ein wildes Gewaͤchs/ hat keinenwie auch der ſtengel daran ein weiche wollechte bleich⸗ Brauch in der Artzney/ jedoch wo man es habengelbe Blumen wwaͤchſt/ hat ein ſtarcke holtzechte Wurtzel. kan/ iſt es zu brauchen wie die Ruhrlrüͤn-Sie wachſen in Welſchland auf den hohen Gebirgen/ ter/ darvon im vorigen Capitel iſtund auf dem Berg Baldo bey Verona. gehandelt worden.

Von den Namen.

¶Deuenfuß heiſt Griechiſch Wonen ion, gLateiniſchRes Leonis, Leontopodium. II. Gnaphalium A-. Si e