Das Ander Buch/ Von Kraͤutern. 787
.ben.... ö, ,. ö Dilewweil ober der Koͤhl dem Magen e: was ſchaͤdlichz. 8. ,,.. 1. Ib ö. 50° iſt, ſo ſchreibet Galenus , daß man ſie mit einer feißtenf.. ö... ö. Brühe kochen ſoll/ und wie Simeon Serhi vermeldet ⸗|
; ö.; Magen weniger ſchade/ dann wann er allein gekochebauda, Dod. patula criſpa Sabauda æſtiva, Lob. ic-. ser fü;.
n;) 7. wird. Er iſt auch in Som merszeiten dem Magen viel
. 5 n. n. CB ,,(rip ſchaͤdlicher/ dann im Winter. Was die zarte Zweig;a; ö.... ö A 366 lein oder Spatgen belangt/ ſellen dieſelbige dem Ma ⸗.emp ma ge mbrlata; ob, lll Käthe las. gen beſſer und nutzlicher en, dann das ander Kraut,
Abii folio, C. B. Seliniſia, Ger. XIV. Bra ſſica angu-P ſto api folio, C. B. criſpa feu Apiana, Trag. Lon.̃ Lug. Selinoides, Dod. Ger. ſciſſis foliis, Cæſ. tenui-. P folia, laciniata, Lob. Lugd. Apiana criſpa, Cam.BBraſſicæ rubræ 3. ſpecies, Dod. gal. XVI. Braſſica4 maritima, C. B. ſylv. Tur. Ang. Cæſ. ſyl. Dioſc.Loh. obſ. marina ſyl. multiflora, monoſpermos,Ad. Lob. ico. Lugd. Ger.] Griechiſch Kezu€n Arabiſch Corump. Welſch Cavolo und Verzi, Spaniſch Col-bes. Frannöͤſiſch Chau. Boͤhmiſch Kapuſta und Zelij.Niderlaͤndiſch Cabůuͤyßkoolen. Engliſch Cabhuge.
fie ſollen auch den Harn mehr fort treiben, wie Dioſc. Harn trei⸗ sin feinem 2. Buch am 123. Capit. davon ſchrei et: Da ben.er auch meldet/ daß die Koͤhlblaͤtter rohe mit Eſſig geb1 ſen/ den Miltzſchtigen gut ſeyen/deßgleichen die hruͤhegetruncken von Koöͤhlkraut, ſoll die Zeit der Frauen geiher⸗ it.treiben.,.Galenus ſchreihet/ daß der Saame dieweil er einer Waͤrm.bittern Qualitet ſey/ die Würm im Leib zoͤdte/ wannman ihn mit Milch oder ſüſſem Wein einnemme.Plinius meldet/ daß die Blaͤtter in Eſſig mit Cor Dunckeleriander/ Rauten und Honig eingenommen/ den dun⸗ Augen.
Von der Natur/ Krafft MWirckun gund Ei⸗ ckelen trüben Augen und Heanhbtwehe wel thuen: Alſo Sch laffen4 genſchafft der KöhlErduter. a mit Daymöl und Salz geſſen/ machen fie ſchlaf⸗ ö|
Dehltraut oder Cappestraut iſt warm und trucken Es ſchreibet Oribaſins] ib.. Synopſ. cap. 22. daß Verſtandeneim erſten Grad, hat ein ſcharffen raͤſen Heſchmack die Wurtzel der Koͤhlkräuſer, in Wein geſotten und Mit.der wegen es ein Art hat zu truck nen und zu ſaͤubern. dar von getrnicken/ die verſtopffte Adern der Mutter WU
.— ö reoͤffne/ und die verſtandene Monatzeſten der Weiber.Innerlicher. der Koͤhl⸗- E wiederum zn techn bringe,
H.;. ö Es meldet auch Plinius , daß der Koͤhl den Wein⸗/ gruncken-min. Von den Koͤhltraͤutern ſchreibet Dioſcorides, daß rehben ganz zuwider ſey; Und derowegen, wann man. verhů-
fie den ſtulgang fertig machen/ und den Baucherweichen /fuͤrnemlich aber der zahme Köhl/ doch alſo
daß es ſanfftiglich oder gemachſam geſotten ſey: Oderwie Galenus und andere ſagen/ daß man die Blaͤtterö in heiſſem Waſſer erwallen laſſe/ und darnach dieſelbi-ge Brühe für ich ſelbſt/ oder mit Zucker vermiſche/ undnnemme. Wann man fie aber volle mlich koche alſoö. man die erſte Brühe abſchůͤtte, und andere darm,er gieſſe/ und in derſelbigen wiederum ſieden laſſe/ ſo
ſtopffe fie den geib.
Koͤhlblaͤtter vor dem Eſſen einnemme[drey oder vieralſo rohe mit Saltz und Eſſig] ſo verhuten fie die Trun-ckenheit: Aber nach dem Eſſen genoſſen/ ſo vertreibenfie wiederum die Schwaͤrmütigkeit des Haubts/ſo vonTrunckenheit entſtanden iſt.
Er ſchreibet auch daß der Köhl den Sdᷣugmuͤttern Milch derviel Milch gebe/ und daß die geſottene Brühe das Po⸗.dagram/ und die Fallendeſucht vertreibe: Deßgleichen Bodagram,auch den Miltzſuchtigen vaſt gut ſeye/ vier zig Tag fol Seecher Brüh eingenommen.
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