Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
Entstehung
JPEG-Download
 

Das Ander Buch/ Von Kräutern, 175|

A Eiuſſer licher Gebrauch. F Dad. Lac. Lon, Ger malum inſanum, Geſ. hor. Me-|yhtlanf Eiche ſagen/ daß der Safft gut ſeye zu dem Roht⸗ longena Marth Cord. hiſt. Ad. Lob. ic.& obſ. Caſt.lauff und anderen hitzigen Fluͤſſen/ euſſerlich ange⸗ Lug. Cam. Solanũ horten ſe& Pyra inſana, Cæſ-

ſtrichen; jedoch folk man ſich damit wol vorſchen/ dann. Nelanzana fructu pall ido, Eyſt. ¶Welſchalt ſongens,

er bald gar groſſen Schaden thun kan/[ andere brau⸗ Perranciani. Frantzöͤſiſch Pommes amour. Arabtſch WI

chen den Safft des Krauts zu den Augen/ und hal⸗ Melongene,[ Niderländ. Verangenes. Englifch Made.

lens fuͤr das Glaucium.. de orraging Apples. Spaniſch Melongena vorange-.Si Die Aepffel in Del geſotten/ oder an der Sonnen nac]|. ,,, an Von dem Gebrauch der Melantzen.. Eicher ſonderlich in Welſchland/ brauchen dieſeDas LXVIII. Cap. pa aber fie bringen böfe Chole-Von M en. riſche Feuchtigkeit/ und verurſachen alſo die Unſinnig⸗..* n n, h a. keit. Sollen derowegen gar nicht gebraucht werden, AMelankeita Ala infanä; In Welſchland iſſet man fie dteſer geſtalt/ man Ay.., J,.& ſeudẽt die Aepffel im Waſſer, darnach ſchelet., WUSSTE. ſchneidts in Stuͤcklein, die beſtreuet man mit Mee.ZZ,;',. und roͤſts in ſiedendem Del oder Butter: darnach bes.8. NZ; 35. 2 ſtreuet man fie mit Pfeffer und Saltz, und iſt nicht

.N oe

AZ ein unliebliche Speiß/ wiewol fie dem Leib boͤſe Nah-SA IS rung geben/ daher ſie dann Mala in ſana, das iſt un-., ö. geſunde Aepffel heiſſen: dann ſo man ihr offt iſſet/ rin..,|

N AL gen ſie böfe choleriſche Feuchttgkett/ Blaͤhung/ HLaupt⸗.NSS 53 wehe/ Sehwermlihtigkeit und Verſtopffung. Sie Ders.SS ZI meinen diefe Speiß Färcke die Vnkeuſchheit/ welches öö 3 D, wielleicht darumh geſchicht/ daß fie Winde machen.|Euſſerlicher Gebrauch.

. MGlan len geyffel nach der Lange geſchnltten, und.H X edie Schnittlein auff die Stirn gebunden/ linde/.... ren das hitzige Hauptwehe/ auch an andern Orten desh Zar Leibs neinmen ſie die Hitz.;

h Das LXIX. Cap.

)

hRimen. U den Liebaͤpffeln werden auch die Melantzen| Wgeſetzt/ mit einer kleinen oder kurtzen zerſpaltenenWurtzel/ welche ſehr zaſecht iſt/ auß welcher einStengel waͤchſt einer Elen hoch/ mit andern Neben-aͤſtlein beſetzet/ von Farben etwas purpurbraun/ rund-ſteiff/ und ein wenig rau: feine Blätter ſeyn groß/ langund breit/ etwas rauch und ein wenig gefalten: an denAeſtlein erſcheinen die geſtirnte Blümlein/ welche vonvielerley Farben erfunden werden/ als weiß/ purpur-farb/ oder rotbraun. Nach welchen ſchoͤne/ lange undglatte Aepffel erſcheinen/ von Farben weißbraun: Inwelchen man kleinen gelben Saamen findet. Es wer-x den dieſe Melantzen nunmehr auch in Teutſchland gargemein: Werden in Gaͤrten und Scherben gezieletuff halben/ und koͤnnen keinen Froſt dulden /) blühenim Auguſto und September.Nunmehr hat man noch ein Art/ welche auff denBlättern gar ſtachlicht iſt/ wie an den Stengeln/ undfind die Blumen groͤſſer als an den andern/ von diesfen ſchreibet Bellonius, daß fie in Aegypto auff fansdichten Feldern wachſen/ und ſey die Frucht dreymal

o gro|.. JJ ö, m,, G wird dieſes Gewächs be) Marchiolö be, zes. Von den Namen. ſchrieben daß es ſechs oder ſieben Elen hochMẽlan zen oder Melannenaͤpffel heiſſen Lateiniſch wachſe. Seine Blätter ſeyn wie Bintzen oderMelanzana, Mala infana. Solanum pomife- Rohr, ſpreiſſen ſich auß alſo, daß fie biß weilen in der

rum kfructu oblongo, C. B. Mala inſana, Tra. Fuch. Laͤnge eine in der Breite ein halbe Elen erreichen/ nVunun ni der