Das Ander Buch/ Von Kräutern, 175|
A Eiuſſer licher Gebrauch. F Dad. Lac. Lon, Ger malum inſanum, Geſ. hor. Me-|yhtlanf Eiche ſagen/ daß der Safft gut ſeye zu dem Roht⸗ longena Marth Cord. hiſt. Ad. Lob. ic.& obſ. Caſt.lauff und anderen hitzigen Fluͤſſen/ euſſerlich ange⸗ Lug. Cam. Solanũ horten ſe& Pyra inſana, Cæſ-
ſtrichen; jedoch folk man ſich damit wol vorſchen/ dann. Nelanzana fructu pall ido, Eyſt. ¶Welſchalt ſongens,
er bald gar groſſen Schaden thun kan/[ andere brau⸗ Perranciani. Frantzöͤſiſch Pommes amour. Arabtſch WI
chen den Safft des Krauts zu den Augen/ und hal⸗ Melongene,[ Niderländ. Verangenes. Englifch Made.
lens fuͤr das Glaucium.. de orraging Apples. Spaniſch Melongena vorange-.Si Die Aepffel in Del geſotten/ oder an der Sonnen nac]|. ,,, an Von dem Gebrauch der Melantzen.. Eicher ſonderlich in Welſchland/ brauchen dieſeDas LXVIII. Cap. pa aber fie bringen böfe Chole-Von M en. riſche Feuchtigkeit/ und verurſachen alſo die Unſinnig⸗..* n n, h a. keit. Sollen derowegen gar nicht gebraucht werden, AMelankeita Ala infanä; In Welſchland iſſet man fie dteſer geſtalt/ man Ay.., J,.& ſeudẽt die Aepffel im Waſſer, darnach ſchelet., WUSSTE. ſchneidts in Stuͤcklein, die beſtreuet man mit Mee.ZZ,;',. und roͤſts in ſiedendem Del oder Butter: darnach bes.8. NZ; 35. 2 ſtreuet man fie mit Pfeffer und Saltz, und iſt nicht
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—AZ ein unliebliche Speiß/ wiewol fie dem Leib boͤſe Nah-SA IS rung geben/ daher ſie dann Mala in ſana, das iſt un-., ö. geſunde Aepffel heiſſen: dann ſo man ihr offt iſſet/ rin ⸗..,|
N AL„ gen ſie böfe choleriſche Feuchttgkett/ Blaͤhung/ HLaupt⸗.NSS 53 wehe/ Sehwermlihtigkeit und Verſtopffung. Sie Ders.SS ZI meinen diefe Speiß Färcke die Vnkeuſchheit/ welches öö 3 D, wielleicht darumh geſchicht/ daß fie Winde machen.|Euſſerlicher Gebrauch.
. MGlan len geyffel nach der Lange geſchnltten, und.H X edie Schnittlein auff die Stirn gebunden/ linde/.... ren das hitzige Hauptwehe/ auch an andern Orten des—h Zar Leibs neinmen ſie die Hitz.;
h Das LXIX. Cap.
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hRimen. ¶ U den Liebaͤpffeln werden auch die Melantzen| Wgeſetzt/ mit einer kleinen oder kurtzen zerſpaltenenWurtzel/ welche ſehr zaſecht iſt/ auß welcher einStengel waͤchſt einer Elen hoch/ mit andern Neben-aͤſtlein beſetzet/ von Farben etwas purpurbraun/ rund-ſteiff/ und ein wenig rau: feine Blätter ſeyn groß/ langund breit/ etwas rauch und ein wenig gefalten: an denAeſtlein erſcheinen die geſtirnte Blümlein/ welche vonvielerley Farben erfunden werden/ als weiß/ purpur-farb/ oder rotbraun. Nach welchen ſchoͤne/ lange undglatte Aepffel erſcheinen/ von Farben weißbraun: Inwelchen man kleinen gelben Saamen findet. Es wer-x den dieſe Melantzen nunmehr auch in Teutſchland gargemein: Werden in Gaͤrten und Scherben gezieletuff halben/ und koͤnnen keinen Froſt dulden /) blühenim Auguſto und September.Nunmehr hat man noch ein Art/ welche auff denBlättern gar ſtachlicht iſt/ wie an den Stengeln/ undfind die Blumen groͤſſer als an den andern/ von diesfen ſchreibet Bellonius, daß fie in Aegypto auff fansdichten Feldern wachſen/ und ſey die Frucht dreymal
o gro|.. JJ ö, m,, G wird dieſes Gewächs be) Marchiolö be, zes. Von den Namen. — ſchrieben daß es ſechs oder ſieben Elen hochMẽlan zen oder Melannenaͤpffel heiſſen Lateiniſch wachſe. Seine Blätter ſeyn wie Bintzen oderMelanzana, Mala infana. Solanum pomife- Rohr, ſpreiſſen ſich auß alſo, daß fie biß weilen in der
rum kfructu oblongo, C. B. Mala inſana, Tra. Fuch. Laͤnge eine in der Breite ein halbe Elen erreichen/ nVunun ni der