Fkůͤch.Wunden.Nludigllt.
Nleertrau-
llt ton
Minſhelier.
AE S wird dieſes Kraut für ein ſonderlich gut Wund-
Das Ander Buch/ Von Kraͤutern.
Euſſerlicher Gebrauch.
kraut geachtet/ allerley Bruͤch und Schäden zuheylen. Das Kraut mit der Wurtzel in Wein geſot-ten/ und die Schaͤden damit außgewaſchen: So manauch das Pulver darein ſtreuet, helt es die Wundenrein/ und heylet fie ſehr wol. Es wird auch das Pulvergelohet wider die Strumas exulceratas, wann mandas Pulver mit Honig vermiſchet und anſtreichet.Auff gleiche weiß gebrauchet/ reiniget es die raͤudigeHaut.. 7
Das LXXXI. Cap.Von Meertrauben von Mompelier.
Meertrauben von Mompelier.Uva marina Mompeliaca.,, 3.
X Is Gewaͤchs hat ein lange/ knodichte Wire
hel/ ſo zwerch auß waͤchſt/ auß welcher vielDſchmale/ dünne und runde Zweiglein wach
ſen/ wie Bintzen/ mit vielen Gleichen underſcheiden.wie das Equiſetum oder Roßſchwantz/ mit vielen¶Nebenaͤſtlein beſetzet oben aus ſpitzig und etwas ſtach-
D licht ohn einige Blätter/ an den Gewerben wachſen
zarte weiß gruͤne Bluͤmlein/ welche löppicht u ammen ſtehen: Seine Frucht iſt gar klein/ von Farbenrotlicht/ eines ſuͤſſen und angenehmen geſchmacks. DerSaame iſt dreyecket/ hart/ ſcharff und ſpinig ein es zu-ſammenziehenden Geſchmacks. Das gantz Gem aͤchsligt mehr auf der Erden dann aufrecht/ breitet ſichmit ſeinen Aeſtlein weit aus. Es waͤchſt am Meer anſandechtigen Orten/ die Frucht wird im Herbſt zeinig.Von den Namen.
MN Eersrauben von Mompelier wird genennt vamarina Mompeliaca, die wveil fie auch allda er.funden wird. Polygonum bacciferum maritimũminus, C. B, Tragos, Ruel. Tragium, Geſ. hort. E-
dri, Ang. Equiſeti facie racemoſa planta, Ad. Uva
marina Monſpel. Lob. ic. Tragus, ſivescorpio ma-
ritimus Dalech. Lug. Tragum, va marina, Cam.
Uva marina quarta, vel minor, Ger.] Griechiſch
wird fie auch genenner roc νο·οder TπάC-s' G, wie
Dodonæus meldet. Item Scorpion. Frantzoͤſiſeh Rat-
ſin de mer. Engliſch Sea Grape..
Von der Natur/ Krafft und Eigenſchaſſt
. dieſes Krauts.
DS Beerlein dieſes Krauts ſeyn vollkommenlichtrucken/ im anderen Grad/ ziehen zuſammen: Des
rowegen fie zu den Bauchfluͤſſen koͤnnen gebraucht
werden: Auch die Übrige zeiten der Weiher zu ſtillen.
bewußt: So finde ich bey den
Das 711. Cap.Von groß Klebkrant.Groß Flebkraut.. m yajor Plinii.
Roß Klebtraut iſt ein rauhes,/ haͤriges Se, 694waͤchs/ welches ſich allenthalben anhencket: unt.
Hat ein ſchmales zertheiltes Wuͤrtzlein/ gantzſchlecht/ auß welchem rauhe/ haͤrige/ eckete Stengelkommen/ welche ſich zur Erden lencken/ mit vielenGleichen underſcheiden: An dem Stengel wachſenrauhe haͤrige Blaͤtter/ welche ſich dem Spitz lee veragleichen/ außgenommen daß fie groͤſſer/ dicker/ langerund rauher ſeyn oben an den Stengeln zwiſchen denBlaͤttlein wachſen kleine weiſſe Bluͤmiein wie andem Kleberkraut/ nach welchen ein kleines Saͤmleinerfolget..
Waͤchſt hinder den Hecken und Zaͤunen. WirdLateiniſch genennt àparine major Plinij.[ Bugloſ-ſum ſyl.caulibus procumbentibus C. B. AlyſſumGermanicumEchioides, Lob. Lugd. Bugloſſæ ſyl.ſpecies, Thal. Aparine major Plinij, Ger. Crùcialisquædam, Cæf. 4ſperugo ſpuria, Dod. belg. Borra-go minor ſyl. Col. Engliſch Great Gooſe graſſe.]
Wozu man es aber gebrauchen koͤnne/ iſt mir un-Authoribus nichtsdar von heſchrieben. Ve(
Das LXXXIII. Gap.Von Rote.C S werden der Nöte viel underſchledliche GeoSy
ſchlecht von Lobelio und andern erzehlet:
Vnſer author hat nur zwey Geſchlecht gesſetzet. Die Wilde und Seeroͤte: wir woͤllen aber vonder zamen Roͤte zum erſten handlen/ wie ſie auch inTeutſchland gepffantzet wird.
IJ. Die Zame Roͤte hat ein lange/ dünne/ bothe wur-tzel/ ſo auf dem Grund fiadert/ und nicht tieff in die Er⸗ 8den ſteigt: Hat viel viereckete rauhe Stengel wie dasKlebkraut/ doch viel dicker/ härter, ſchaͤrpffer und ſtaͤr-cker/ welchen die Blaͤtter rings herumb ſtehen wie ein
. Sterne/