Das Ander Buch/ Von Kräutern,
A Matthe ad Caſt. Ruta muraria, Dod. ut: Geſ.hor. FGer. Adiantum candidum, Cord. in Dioſc.& hiſt.Guil. Thal: album, Eon Camimnigrum, Gef hort.Cæſ. Salvia vita, Ade Lob. icon.& obſ. Lug. IV.Adiantum mas, Tab. G. B. Onopteris femind,. Ger.
V. Adiantum foliis longioribus pul verulentispediculo nigro, C. B. Adiantum pulchrum Lug-dünenſi ſimile, Thal. nigrum Plinij. Ad. Lob. obſ.nigri aliud genus, Cæſ. Gnopteris nigra, Dod. ut:Lugch mas, Ger. Welſch Capegli diencre. SpaniſchCulantritlo de pos po. Frahoͤſiſch Capil de Venus. Boͤh-
mpmiſch Walſſ Zensky. Niderlaͤndiſch Vrouwenhahr.Engliſch Maiden halte. Das dritte heißt ſonderlichMaurꝛauten/ etlichen Meicheltraut/ dann man es wie
B der das Fieber braucher/ ſo man Meichler nennet. Nie
ſiſch ku de Muraille.}Von der Natur/ Krafft und Eigenſchafftdes Venushaars.Y Alenus ſchreibt/ daß diefe Fraͤuter einer mittel-maͤſſigen Natur ſeyen under kalt und warm:aber fie haben doch ein Krafft su trucknen/ zt digeriren
und zu zertheilen.
| Innerlicher Geht auch.t z, N Mloſcorickes ſchreibet ih. 4. ca. zn daß die Brůͤhitt uc. da Frauenhaar in geſotten iſt/ getruncken/ gut
. fen wider den ſchwerlichen Athem/ wider das Keichen/Hutz wider die Geelſucht/ Milt ſucht wider das9. harnen/ und wider die Bauchflüß.eilt.Ilttſteyen.Eeiteſſſte-hen.
ſchwerlichH
Er meldet auch/ daß bemelte Brüh ein Krafft habeden Stein zu brechen/ die men fes und ſecundinamfort zutreiben/ ſtillet auch das Blutſpeyen/ das Sei-tenſtechen..Es wird von Andernaco ein guter Bruſttranckbeſchrieben/ alſo nim̃ Frauenhaar/ Hyſop/ Feigen/Bruſtbeerlein/ Sebeſten/ Roſinlein/ Gerſten und ge-ſchaben Süßholtz jedes gleich viel, koche fie in Brun-nenwaſſer/ wie es ſich gebliret/ und trinck davon/ dieſerOber., Tanck iſt ein beſondere Hülſff den groben Schleim zula nt. zertheilen/ und auß der Bruſt zu rau men..zie un. Wider den kalten und feuchten Huſten/ nim̃ Vei-kt or. elwurtz/ Alandttwurtz jedes ij. Loth, Hyſop/ Frauen-D haar woah es noch friſch ik, jedes ij Handvoll⸗ Roß-muͤnt/ Bibinell/ Andorn/ Wolgemm ht/ jedes ein halbeHandvoll/ geroͤſten Leinſaamen ein Untz/ Honig undZucker jedes vñ Ung/ koche und ſiede es zu einem Sherup/ welcher treflich gut iſt wider den kalten Huſten/dann er zertheilet den groben Schleim in der Bruſt/und machet denſelbigen außwerffen..Ein Becoctum das Gehllit damit zu reinigen: nim̃ſriſchen Venushaar oder Adiantı iij. loht/Erdrauch/Hopffen/ Violen/ij. loht/ Pflaumen oder Querſchgen/an der Zahl vierzig/ Sebeſten und Bruſtbeerlein/ je-der fünffehen: Dieſe Stuck ſtede man in drey oderdier Noͤſel Brunnentwaſſers bey einem gelinden Kolfeuer/ uͤber die Helfft ein: Darnach thu man darzuE aus der Caſslen des aus gezogenen Marcks dreh Untz-n Tamarinden zweh Untz/ Mann ein Uns/ des beſtenRhabarbari ein loht/ koche fie wie ſichs gehurt zu einemTranck oder Becocto, dat von ſoll man alle Morgendrey oder vier Untz trincken/ das teiniget das Gebluͤt⸗/mund lindert die ſcharffe Gall fo mit unter laufft.klithenen. Wider das Blutharnen/ da man die Harngaͤngreinigen muß/ nimm Frauenhaat vier Handvoll/Melsnenſãamen/ iij. loht/ Zucker oder Honig jedes ix.Unt/ daraus ſiede ein Decoctum oder Syrup / und ge-be denſelbigen der krancken Perſon init Waſſer/ dastinn Melonen ſaamen geſotten ſey. ᷣitt Wenn man auch das erſtockte Blut in den Harn-nnn gangen reinigen wil/ ſol man Frauenhagrkraut/
hellt reiligen.
E
Fenchel/ Epffichwurtz/ Veielwurtz und rote Erbiß inMilch ſieden/ und davon trincken.
Wider den Stein/ Sand und Grieß/ ſol man nem-men Frauenhaarkraut zwey Handvoll/ Judenkir-ſchen/ Meerhirſch jedes. halb loth/ ſolche in einer halben Maß guten weiſſen Wein ſieden/ biß in drittheil
Stein/ ſandund Grieß.
verzehrer iſt/ davon ſoll man nach dem Bad drey oder
vier Untz trincken.Euſſerlicher Gebrauch.3 hat feinen Namen/ daß es dick und Schon Hatyſchoͤn Haar machen ſoll/ wann man es in den Lau- machen
gen hrauchet/ und das Haupt damit zwaget:; ſoll auchdas Haar wiederuſñ wachſen machen/ wie Galenus ſchreibet. K
¶ Wo man das Kraut grun zerſtoſſet und Pflaſters⸗ Schlan binweiß auffleget mit Myrchensl, Ladano und rauhen i. geWein: oder wie Plinius lehret/mit Epffichſaamen inWein und Del gekocht oder zu Aſchen gebrandt.
Das gruͤn Kraut zerſtoſſen und auffgelegt/ benifit gfiſſendedas Gifft auß der Schlangenbiß/ und heilet den ſcha⸗ Han ptge-den. Auff harte Geſchwilſt/ Kröͤpff und Mißgewaͤchs ſchnar.geleget/ vertreibet und zertheilet ſie.
Bioſcorides ſaget/ ſo man es in Laugen lege/ unddas Haupt mit waſche/ heile es die feuchte flieſſende
Hnauptgeſchwaͤr/ und vertreibe die ſchuppechten Klei-
en des Haupts. ö..Wann man den Hanen dis Kraut zu eſſen giht/ ſowerden fie gar keck und ſtreitbar· öVon dem gediſtillterten Venushaarwaſſer/umnuund ſeinem innerlichen Gebrauch.Ir nn ſoll dis Kraut ſamlen/ und in Balheo Mariceein Waller darvon brennen/ und zum Gebrauchbehalten, oder alſo: Nim̃ das Kraut wann es amvollkomlichſten gruͤnet/ als nemlich zu Anfang desSommers, zerhack es klein/ erbꝛitze es in Wein/ undzeuch das Waſſer davon ab..Dis Waſſer hat gleiche Tugendt/ wie das Krautund der SyLnup. J.DDieſes W aſſer iſt nuglich getruncken denjenigen/.fo ein groſſ Verſamlung in der Bruſt haben, dar, Reichen.von fie ſtaͤligs huſten, keichen und einen ſchweren Asthem haben, entweder für ſich ſelbſt/ oder aber/ welchesvlel beſſer iſt/ mit Hyſop oder Hufflattichſyrup eingenommen/ dann es wider ſolche Gebrechen gar gut iſt/wie auch Salenus ſelbſt bezeuget/ daß das Kraut ein -ſonderliche Art habe den groben zähen ſchleim undPhlegmata auß der Bruf zu führen, eroͤffnet auchdie Leber und das Miltz, und benif̃it die Gebrechen, Verfkorfftefo von ſolcher Verſtopffung entſprungen, jedes mal ih nnddrey oder vier Loth eingenommen, auch den täglichen. -Tranck darmit vermiſchet/ benim̃t den Huſten: Er;.kuͤhlet die hitzige Leber/ Magen und Hertz/ beyd inner Magen undlich gebrauchet/ und mit Tuchlein von auſſen uͤber ge Pert.Es iſt auch dis Waſſer gut den jenigen ſo mit deim Stein.Stein beladen ſeynd, dann es ſchreiben Dioſcorides,Galenüs und Fernelius, daß es den Stein zermahleund zerbreche/ daß fie einen guten Trunck davon thun/ſonderlich aber wann fie daz Wannenbad brauchenbardurch die Gaͤng ettwas relaxiert werben/ alsdanntreibe es deſto fuͤglicher auß: Doch ſoll man jederzeitmit dem Syrupo de duabus, vel quinque rad. einenemmen.; ASo man mit dieſetn Waſſer die gifftige Wunden/ gift geSchlangenbiß und Spinnenſtich fleiſtig waſchet/ Wunden:
heilet es ſie]
Von dem Syrup von Venushaar.
Es wird auch in den Apothecken ein Syruß LenVenushaar gemachet/ ſo man Syrupum eapillorum Veneris nenht/ welcher auch in groſſem rauch>if: Fuͤrnemlich aber wird er gebraucher wider die hl-
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