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te. Werden nutzlich gebraucht in dem ſchwindenden
den
Her gittern.
Feber hectica genennet/ ſeyn gut wider das Hertzzit-tern/ ſo von hitzt ger Gall verurſacht wird.
Andete machen die alſo ein: Nemmen dieſelbigen/ſchaben das inner Marck ſauber davon/ gieſſen ſaube-re Laugen darüber/ alle Tag friſche/ und das neun Tagnacheinander: Hernaher legens in friſch Brunnen-
für alles Gift/ ſtaͤrcken das Herz und alle leibliche Kraͤf⸗ F faͤllen/ ſtaͤrcket und kraͤfftiget da
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waſſer: folgends ſiedens in friſchem Waſſer/ biß ſie gar
weich worden/ alsdann laſſens wol ertrieffen/ thun esin ein verglaͤßt Geſchirꝛ/ und ſchuͤtten einen Julep/ ſomit einem theil Zucker und drey theil Waſſer geſotten/daruͤber/ laſſens alſo 24. ſtund ſtehen: Demnach ſie-dens fie hart als den gemeinen Zuckerpenit: behaltens
B in verglaßten Geſchirren: thun dick geſotten Roſen Yu
Kalter.Magen.
lep daruber/ etlich thun auch Biſem uñ Ambra dazu.] G
Von eingemachten Citronenſchelffen/Cconditum citri genannt.
Man macht auch die Schelffen von Citronen ein/nemlich alſo: nim̃ die Schelffen von Citronen/die nicht ſo genau geſchelt ſeyn/ ſondern daran nochetwas des weiſſen bleibe/ darnach laß fie ſo lang alsharte Eyer ſieden/ alsdann die Bruͤhe davon lauffen/darnach gieſſe darüber zimlich hart geſotten Zucker/damit ſie bedeckt ſeyn/ ſetze ſie acht tag an die Sonn/ſo ſind ſie bereit.
Dieſe Schelffe ſeyn warmer und truckner Naturim dritten Grad. Werden nutzlich gebraucht in kaltenGebrechen des Leibs. Seyn gut dem kalten bloͤdenMagen: erwaͤrmen und ſtaͤrcken denſelbigen/ und für-dern die Daͤuung.
Morgens fruͤhe und Abends zwo Stund vor demEſſen ein zimlich theil dieſer eingemachten Citronen-
Kindiſch. ſchelffen geſſen/ ſeyn gut in delirio, oder denjenigen
Lungſucht.Stinckend
ſo Kindiſch werden.Welche Leuth Lungenſuͤchtig ſeyn/ und einen ſtin-
them. ckenden Athem haben/ die ſollen ſich dieſer eingemach-
Ohnmacht · ten Schelffen gebrauchen: Fuͤrnemlich aber ſeyn dieſe
eingemachte Schelffen gut wider die Ohnmacht/Schwachheit und Mattigkeit des Hertzens/ fo vonKälte verurſacht werden/ ſtaͤrcken/ kraͤfftigen und er-
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quicken daſſelbige/ und widerſtehen allem Unraht/ das
mit das Hertz angegriffen wird.
D Von Citronenſyrup/ Syrupus acetoſi-
tatis citri.Von den Citronenaͤpffeln wird auch in den Apo-thecken ein Syrup gemachet zu vielen Sachendienſtlich/ nem̃lich alfo; Nim̃ des Saffts von den ſau-ren Citronen/ durch ein Tuch gepreßt ſechs Pfundt/
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weiſſen Zucker drey oder vier Pfund/ nach dem man
ihn ſaur begehrt/ koche ſie mit einander wie ſichs ge-buͤrt/ zu einem Syrup:[ Oder alſo: nim̃ des Safftsvon dieſen Aepffeln ſechs Pfund/ laß in einem vergla-ſurten Geſchirꝛ auff einem linden Kohlfeuerlein wolſieden/ biß der drittheil einſiede/ darnach ſeihe ihn durchein Tuch daß er gantz lauter werde/ und dann auff dreyoder vier Pfund des Saffts/ thue darzu zwey oder
E drey Pfund gelaͤutert Zucker/ und laß ſieden zu einer
Veſtllentz.
rechten Dicke eines Syrups.] Dieſer Syrup wird inden Apothecken genennet Syrupus acetoſitatis citri,und kan gar nutzlich und wol gebrauchet werden wi-der allerley Schwachheiten und Gebreſten des Leibs/ſo von hitziger Gallen ihren Vrſprung gewinnen/als da ſeyn allerley Fieber continuæ und intermit-tentes, dann er kühlet und benim̃t der Gall ihr ſchaͤr-pffe: Fuͤrnemlich aber ſoll man dieſen Syrup ſieiſſiggebrauchen in allen Peſtilentziſchen Fiebern/ dann ernit allein ein Natur und Krafft hat der Peſtilentz undallem andern Gifft/ auch gifftigem Weſen zu wider-ſtehen/ und dieſelbige zu ſchwaͤchen, ſondern er bewah-ret auch das Hertz vor allem Gifft und gifftigen Zus
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D. Jacobi Theodori Tabernaemontant/
ſſelbige/ und bewahret Ohmuch.
es für der Ohnmacht.Meſues ſchreibet auch, daß dieſer Syrup gut ſche
denjenigen/ ſo mit dem Schwindel geplager. Schiel
und widerſtehet der Trunckenheit.
¶Dieſer Syrup iſt uch gut denen/ di ſih mie Kar, ant
cken Wein überfülle haben/ und ihnen voh aufſtgen..den Dämpffen/ ſchwin delt/ fo ſie ine des Morgensmit friſchem Bruñenwaſſer vermiſchen und trincken.]
Wann ein Kind in Mutterleib ſchwach if, fo von Schuchdinleſleſ,
Hitz oder Cholera kaͤme/ ſoll man der Mutter dieſesTraͤncklein geben; Nimm des gemeldien Citronenfiyrups ein Unt/ Eſſigſyrup ein loht/ Ochſen zungen undSauramfferwaſſer jedes drey loht/ vermiſche es zueinem Traͤncklein.Syrupus de corticibus citri.
ES wird auch an etlichen Orten von den Rinden/
die weil fie noch friſch find ein koͤſtlicher Syrupge-macht auff dieſe weis: Nim̃ der friſchen Rinden einPfund/ laß ſie in fünff Pfund Waſſer auff einem ſtntigen Kohlfeurlein gemächlich ſieden/ daß das zwehtetheil einſiede/ darnach thue darzu ein Pfund geläuferetes Zuckers/ laß fie ſieden zu rechter dicke eines Syrup -und wann er vom Feuer kom̃t/ zertreib darinn vierGraͤnlein Biſam. Dieſer iſt warmer und eiwwas truckner Natur/ derohalben ſoll man ihn in hikigen Fiche,
dMut
ren nicht gebrauchen.
Von Citronenkoͤrnern und Citronen-
. ſſchelffenoͤl.Aus den Citronenkoͤrnern oder Saamen/ wie auch
aus den Schelffen/ machet man ein Oel/ ſo auchzu gebrauchen iſt: Und wird das Oel von den Kor,nern gelobet/ daß es gut fen wider die Harnwinde foaus Verſtopffung herkommen euſſerlich angeſtrichnentweder für ſich ſelbſt oder mit Scorpionoͤl. So wird
das Schelffenoͤl gebrauchet wider die Gelbſucht/ di iht
Nerven damit zu ſtaͤrcken und zu kraͤfftigen.
Das XIV. Cap.Von Pomerantzen.
Pomerantzen.Malus aurantia. ö.
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