Das Dritte Buch/ Von Kräutern. 1567
, Ay Je Pomerantzen ſend auch aus dem Ge Von Pomerantzenſhrup.intern. ſchlecht der Citrinataͤpffel/ dann fie ſich mit Alo den Pomerantzen wird auch ein Syrup gefn Eder Geſtalt und der Krafft der Citrinaten TI macht, ſo man Syrupum deKArahriis nennes, undvergleichen/ laußgenommen daß fie runder tan auff ſolche weiß præpariert werden: Nim̃ desſeyn/ und fo fie zeitig worden/ gewinnen fie ein ſchoͤne füllen Pomerantzenſaffts ij. Pfund/ Zucker j Pfund-in golbrothe Farb. Der Pomerantzenbaum iſt für und, ſtede fie mit einander /bif es ad ſyrupi conſiſtentiamfür grun/ traͤgt auch über das ganze Jahr feine Frucht kommet.. Jwie der Citronenbaum. Seine Blaͤtter feyn dick glatt, Dieſer Syrup wird nutzlich gebrauchet in allen hi⸗ Ziele.ſpizig und wolriechend, vergleichen ſich dem Loorbe⸗ tzigen Schwachheiten/ ſo von Gallen ihren Urſprung heit.i renlaub. Die Bluht tſt weiß und wolrtechend. Die haben/ man ſoll ihn aber vermiſchen mir Endivien/ Ual Ninde an den Pomerantzen iſt dick und eines bittern Wegwarten/ Biolen oder Lattichwaſſer/ und dem 4| Geſchmacks. Sie haben aber nit einerley Geſchmack, Krancken darvon zu trincken geben/ daft alſo genutzt/ MMdann etliche ſeyn ſuͤß/ etliche ſaur/[ erliche Weinſaur loͤſchet er die Hitz mehr.am innerlichen Safft und Geſchmack., Sie wachſen Auff gleiche weiß kan man auch ein Syrup von den Hen ien 4„in Welſchland und Franckreſch, werden auch in. ſauren Pomerantzen machen, weicher in der Peſti⸗ Haber ne|B Zeurfchland mit groffer Mühe-Arbeit/Fleiß und groſ. G lentzjſchen und andern gemeinen Fiebern den andern Jfen Unkoſten aufferzogen. Syrup weit wird fuͤrgezogen/ die weil er nit allein den—Von den Namen. Durſt und die Hit mehr loͤſchet/ſondern auch der Faͤu⸗., teird Lateiniſch genennt Ma- le und dem gifftigen Peſtilentziſchen weſen gewaltig ö.lus nerantzia. Malus Arantia major, C.B. Po- widerſtehet/ Und Über das auch das Hertz ſtaͤrcket und Rmum Arantium, Lrag. Eyſt. Aurantia mala, Mat. traͤfftiget. ö.. flLac, Caf.Lon.Caft.Lugd. Cam. Aureum malum, Von eingemachten Pomerantzenſchelffen. 1Geſ. hort. Dod. gal.(cui& malum heſpericum)] 5 An pflegt dieſe Schelffen auff ſolche weiß einzu⸗ AlCluſ. hiſt. Arangia, Cord. in Dioſc. Arangius five‘ machen, nim̃ friſche Pomeransenfchelffen, dar⸗ ö ̃Citrius arbor, Cord. hiſt. Arantia. Tur. Lob. Va-. von ſchelle das weiß/ und das gelbe ſchneids langlecht-lus Anarantia, Dod. Die Frucht aber oder Pome laß alles lang ſieden als harte Eyer/ darnach laß dierantzen heißt Griechiſch NegavrCov. Lateiniſch Malt Brühe darvon lauffen: Darüber gieſſe zimlich hartnerantzum, Pomum Arangiæ, Arantium und geſottenen Zucker/ daß fie bedeckt ſeyen⸗/ darnach ſtelleAurantium, Malum aureum. Welſch drancio. Fran, ſie acht Tag an die Sonn.|C BÖfifch des Neranges,[ Auranges. Boͤhmiſch Pomerancij. ¶ Oder auff die weiß. Nim̃ die Rinden/ und laß ¶Engliſch Orenge. Niderlaͤndiſch Arangie appel.] F ſie erlich Tag in Waſſer oder in einer ſcharpffen LaugenSypaniſch Naranyası. batzen/ daß ſie müͤrb werden/ und die Bittere verlieren:Von der Natur/ Krafft und Eigenſchafft Demnach reinige fie von dem innwendigen weiſſen*6. ꝛ der Pomerantzen. Haͤutlein: laß ſie ein wenig trucknen/ lege fie in geſot-| Atthiolus ſchreibet/ daß die Pomerangen faſt tenen Zucker etliche Tag zu beiten: Somanfiedürz|ich. Mi Kraßt habe wie die Citronen. Die Rinde begert/ ſo geußt man den Syrup herab, und laſſet fie
an den Pomerantzen ſeyn warmer Natur/ wie ſolches an einem warmen Ort wol trucknen. Alſo koͤnnenauß dem Geſchmack kan abgenommen werden. Aber auch die kleine unzeitige Pomerantzen gantz einge-die ſiiſſen Pomerantzen ſeyn etwas waͤrmerer Natur. macht werden.]
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hebicht. I Die Rinde gepuͤlvert und auff ein Loth eingeben Dieſe ein gemachte Pomerantzenſchelffenhaben ein Ohnmacht.in einem weichen Ey/vertreibt die Gelbſucht.] ſonderliche Krafft das Hertz zu ſtaͤrcken und die Ohn⸗ gl|Innerlicher Gehrauch des Pomeran⸗ machten deſſelbigen abzuwenden. Sie erwaͤrmen auch ren
* tenſaffts. und helffen wol dem kalten bloͤden Magen und für dern fůrdern.|
Dr Safft aus den Pomeransen iſt dem Leib ein die Daͤuang,[mögen auch für alles vergifftige ge=anmuͤhtige und angenehme Speiß: Wer ein nuͤtzet werden.]..
dunitten, Grauen jund Unwillen für der Koſt hat, der fol ſch! Von Pomerantzenlattwerge,ündäuen. fleiſſig der Poerantzen gebrauchen fuͤrnemlich aber On den Pomerantzen mird auch eine LattwergeIb de Ja, der ſauren/ welche auch gut ſeyn wider das Vndaͤuen/ gemacht Electuarium aurantiorũ geneñt/ dazui en, ſo von Bloͤdigkeit des Magens herkommt, fie lindern man utm̃t das euſſerſte von friſchen Pomerantzenſchel-Hitze ns. auch alle innerliche Hitz des Magens/ der Leber und fen⸗ſchneid das gelb langlecht/ ſiede fie in waſſer damitdes Hertzen. die bittere davon kom̃e, darnach thu die Bruͤe weg undWann man die Speis mit dieſem Safft beſprengt/ glieſſe Wein daran/ laß aber ſieden bis fie gantz zergan-gibt er derſelbigẽ ein friſchen und lieblichen geſchmack. gen⸗geſchicht das nit/ ſo zerſtos fie Letzlich gieſſe gutenDie ſuͤſſen Pomerantzen mag man ſicherlich geben Malvaſier daran/ und mache es mit Zucker nach deim
cia ſit in den Schwachheiten/ da man lindern und ſaͤnfftigen gefallen, ruͤhre es ſtaͤtigs um̃/ und laß wol abſieden.
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F der für ſich ſelbſt/ oder mit einem Veiolſyrup vermiſcht. On den Pomerantzen wird anch ein Saͤlbleinaber in ſolchen Schwwachheiten werden die ſauren K O gemacht Unguentum aurantiorum genennet.em, Pomerantzen den ſuͤſſen weit vorgezogen/ wie ſie auch Nim̃ ein ſaure Pomerantzen/ den mach oben auff/|"Sieber, in allen ſcharpffen und hitzigen Fiebern viel nützlicher und truck den Safft daraus/ mit dem Safft vermiſchund bequemer ſeyn, dann fie nicht allein die groſſe Sig ein wenig Theriack/ Saffran und Elta/ thu alles wieund den Durſt loͤſchen ſondern fie wehren auch der der in Apffel, laß wol under heiſſer Aſchen erwärmen?Faͤulung und ſtaͤrcken auch das Hertz. nachmals truck den Safft aus..h,. Der Safft von den füllen Pomerantzen/ kan nut Dieſe Salb ſoll ſonderlich gut ſeyn wider die Bauch⸗ wgim” fich gebrauchet werden von den Phrhſicis, das iſt/ von wurm in den jungen Kindern/ die Schlaͤff/ Hertz und rnhahebag den Lungenſuͤchtigen/ fo gar eine truckne zung haben. Magen damit beſtrichen/ man kan auch etwas davonnnn[ Wider die Bauchwlirm: nim̃ ſaur Pomeran⸗ zutrincken geben. DD%en/ ſchneid fie mitten entzwey/ begeuß fie mit bitterem Andere nem̃en ein ſaute Pomerantzen/ ſchneiden fie
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muß/ als in den Kranckheiten der Bruſt und der fie Diele Lattwerge ſtarckt das Herüund letitche Set, Ders Kr'ten/ wann Pleuritis fürhanden iſt.— ſter, bekom̃t wol dem ſchwachen Magen/ and fürderet Magen:|Man kan auch den Safft von den ſüſſen Pome⸗ die Daͤuung.,, n,,tanken in den hitzigen Schwachheiten geben/ entwe⸗ Von Pomerantzenſalb.
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MNandeloͤl/ und brate fie. Alſo gebraten lege ſte auff den ˖ mitten entzwey/ begieſſen fe mit bitter Mandeloͤl/ undNabtl/ oder truck den ſafft darauß/ giß den zu irinckf.] braten fie/ darnach legen fie dieſelbige alſo 1.|
den Nabel, Eęsess ee ij