1384 D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/
A machet das Haar wachſen/ Lund laſſet auch das Haar E Von eingemachten Nuͤſſen.
nicht ausfallen.Blut ſtop ·¶ Die Blätter und Rinden dieſes Baums ſtopffenlen. das Gebluͤt/ ſo zu ſehr fleuſt.Dlaue Me, Die Nuͤſſe zerſtoſſen/ und übergeſtrichen/ vertreibenler. die blauen Maler am Leib.;Froſch unter Wider den Froſch unter der Zungen/ zerſtoßder Zung. Welſche Nuͤß mit Roſenhonig/ thu ein wenig Pfefferund Saltz darzu/ ſtreichs offt auff.Engündung Der alten Nuͤſſe innerliche Kernen gekaͤuer unduͤbergelegt/ heilen die hefftigen Entuͤndungen/ dar-von die Glieder gleich erſterben.]
Von Nußwaſſer und feinem inner-lichen Gebrauch.
B BR Sr. Johannes Tag ſtoſſe man die grüne Nuͤß 8 damomlein Galgan und Cub
und brenne ein Waſſer daraus/ welches man zumGebrauch halte.Veñilent Dis Waſſer fol gut ſeyn zur zeit der Peſtilentzwann man einen Trunck dar von thin/ ſol es dem Giſftund der Peſtilentziſchen Lufft widerſtand thun: Iſtaber viel kraͤfftiger/ fo man das Waſſer mit einemTheriack vermiſchet.Wunden. Wenn ein Menſch verwundt iſt/ ſoll man ihm Nuß-waſſer zu trincken geben/ des Tages zwey oder drey-mal/ laͤſt kein Hitz herzuſchlagen. Auch iſt es ſonſt gutSitz. getruncken wider alle innerliche und aͤuſſerliche Hitz.veſtientz. Etliche ſagen/ weñ einen das peſtilentzſſche Fieber
anſtoſſe/ and habe ein Ader gelaſſen/ der fol Nußlauf -C fenwaſſer mit einem drittheil Eſſig vermiſchen und
eintrincken/ auch innerhalb vier und zwantzig Stun-den/ ſoll gewiß für die Peſtilent ſeyn.9 nt Dis Waſſer iſt auch gut für das gelifferte BlutEuſſerlicher Gebrauch.Wunden. Einen Tuͤchl ein in dieſem Waſſer genetzt und überk die Wunden gelegt/ laͤſt keine Entzuͤndung darzuPellenz, ſchlagen. Auff gleiche weis gebraucht iſt es gut widerBiatern. alle Hitz/ zu den ſchwartzen Blattern/ Carfumckeln undPeſtilentzblattern.mOfene Es diener auch dis Waſſer wol zu den boͤſen offnenSchäden. Schäden und Geſchwaͤren der Bein/ darin ſich faulFleiſch erzeiget....D Iſt auch gut wider das Gltedwaſſer/ damit gewaͤ-Gliedwaffer ſchen... U A N.gheen Auf Wider das Sauſſen und Prauſſen der Ohren/ ſolifen. man des Waſſers ein wenig in die Ohren iroͤpffen.[Zu allen Gurgelwaſſern und Mundſchwenckungiſt dis Waſſer das fürnemſte.]
Von Nußſchelffenſafft,
Aus den grünen Schelffen wird ein Safft in denApothecken gemacht /ſo man ob nucum nennet/
auff ſolche weis. Nimm der grünen Schelffen vonNüſſen/ die zerſtoß und ruckne den Safft aus/ deſſennim̃ j. Pfund/ gelaͤutert Honig ein halb Pfund/ et-Scharfe lich nemmen ein Pfund /] das fiede ab. Dieſer Rob iſti in gut den zarten Perſonen/ welche mit den hitzigenſcharffen Fluͤſſen des Haubts geplaget werden/ ſo ih-E nen auff die Bruſt und Lungen fallen.Hal Sk ⸗ Es iſt auch dieſer Safft gut wider allerley Hals ge-ſchwar. ſchwaͤr ſo man ſich mit Braunellenwaſſer damit gur,; gelt/ deßgleichen auch wider der Mandeln und Som. men geſchwollen.Abgefallene Wider das abgefallene Zaͤpflein nimm Nuß-D yfflein. ſchelffenſafft drey Loht/ zwey Untz Waſſer darinnSumach geſotten/ vermiſchs es und brauche es etlicheTag an einander.;.Haltehe. Es wird auch dieſer Safft gelobt wider das Hals,wehe/ fo von Blut und Hitz herkom̃. 9Swürige Der Safft aus den friſchen Blättern, gepreſtShen. kommt zu huͤlff den ſchwuͤrigen Ohren/darein getropffet.]
M Ste. Johannes Tag breche der w*V friſch vom Baum ⸗ durchſtich en.mit einem kleinen Pfriemlein/ und ſchele die m/bittere Schelffe davon/ nachmals lege ſie ſieben ob|schen Tag in frifch Brunnenwafler,(weiches Waſſerſoll des Tages einmal oder zwey erfriſchet werden/twenn ihnen nun die bittere iſt benommen, ſo laßbe-ſanfftem Feur ſieden/ biß fie muͤrb/ doch nicht gar wei;werden/ nachmals truckne ſie auff einem Sieb/ beſteckẽdie geſtochene Lͤchlein mit Zim̃er/Naͤglein und Pom-merantckſſchelffen/ ſiede den Zucker limlich hart gh.Etliche machen ſie auch in Honig ein.|Etliche beſtecken die Nuß nicht⸗ vdermiſchen abergut Sewürtz/ als Zimmer Naͤglein/ Muſcammnjß/ Car-eben/ rein geſtoſen unter
den warmen Honig/ und legen ihre Nuß darein.
Dieſt Nuͤß werden gemeiniglich in Gaſtungen u
der letſten Speiß gebraucht. Sie ſtaͤrcken die Mju,ung/ erwaͤrmen alle innerliche Glieder/ und wehrenden auſffteigenden Dämpffen,
ö Vom Nußoͤl.Aus den alten und fuͤrnen Nuſſen wird ein Ml gepreſt/ wie das Mandeloͤl ⸗ und wird von Dioleon. Rank|de Oleum caryinum genennt/ ſonſt Oleum aucum,und wird gebraucht zu den dicken groben Winden dieſelbige zu vertreiben/ iſt gut den zerſtoſſen und hertun ⸗·ten Nerven/ hertheilet die Geſchwilſt. Cecil6 Es iſt ſonderlich gut zu den Schuͤſſen mit des CnBaums blaͤttern ib ergelegt/ loͤſcht es das Pulver/ und 3heilt den Schaden ohn andere Artzney..Es iſt auch gut den Feigwartzenfluß dammit zu ttöffnen/ den Ort damit gefalbet..Nußoͤl in die Ohren getroͤpfft vertrelht das ſauſſin gigidarinn. Mit Baumoͤl ver miſchet/ darmit geztagen /f.doch daß das Haar zuvor ahgeſchnitten ſeye/ und dannmit dieſem Oel beſtrichen/ vertreihet die Milben in in hHaar. So man gewaſchen Kalch darunder miſchet,heilet allerhand böfe gifftige Raud,/ und trucknet fehr gif inwol.] Man kan aus den friſchen Nuͤſſen ein Oelpreſ⸗.ſen/ welches dem Baumoͤl gleich iſt/ kan auch in derKRoſt gebraucht werden.
Das XXXI. Gap.Von Caſtanienbaum.
(; Er Caſtanienbaͤum werden uns zweh Ge,ſchlecht fuͤrgeſtelt/(1.) das erſte beſchreibet ſumDodonæus, daß es gar ein hoher Baumſeye/ welcher ſich mit viel Aeſten weit aus ·
breite/ habe ein dicken Stamm/ welcher auff ein geit fodick fen geſehen worden/ daß ihn kaum drey Mann ha-ben mit ihren Armen umgreiffen konnen das Holt iſthart/ feſt und waͤhrhafftig/ ſeine Blaͤtter ſeyn lang/ rauund runtzlecht oder getrümpfft/ rings umher zerkerff/uͤberkom̃t dune/ langlecht und grüne Putzen: Mat— Frucht ſey auff einer Seiten glattK und flach auff der andern aber rund und erhoͤhet/ ligein drey Hülſen verſchloſſen/ die erſte ſe dunn/ herb undbitter Die ander zähe und braun: Die dritte und Awſerſte gantz rau und ſtachlecht wie ein Igelshaut, detinnwendigſte Kern iſt hart und weiß. Gegen demHerbſt fo reiſſen die aͤuſſerſte raue Igelskoͤpf von ein-ander/ und fallen die braune zeitige Caſtanten herausSte werden auch wie die Nuͤß geſchwungen.In Welſchland find der Keſtenbaͤume sw Berſchlecht/ nemlich der zahme und wilde. Die samen find.wiederum zweyerley: der eine bringt groſſe Frucht ſman auch aus Franckreich bringt: der ander.Die zamen fo fis ein wenig gelegen, laſſen ſie.ſchelen: aber die wilden laſſen fich nich hr inf gn
Duin.
4 l.de Din,