11.CeutſchAhorn.
Seiĩten-krunck.
— A
D. Jacobi Theodori Tabernaemontani/4
I. Fremd Ahorn.y L,.
men ſeyn bleich/ nach welchen kleine rauhe/ oder wol-lechte Beern/ oder Knoͤpflein erfolgen.
Es waͤchſt dieſer Baum in Creta und Cypern/wird auch in Italia funden: Es wird dieſer Baumin hohen ehren gehalten/ wegen ſeines luſtigen Schat-tens/ daher auch Virgilius in Georg. ſchreibt.
Famque miniſtrantem Platanum porantibus umbram.
II. Der Teutſche Ahorn waͤchſt gemeiniglich einerStauden gleich har ein glatte Rinde/ das Holtz iſt tiewendig weiß und zaͤhe/ die Blaͤtter ſeyn vaſt dreyecket -tieff zerſpalten/ glatt und lind/ hangen an kleinen roh-ten Stielen: Seine Blumen ſeyn gruͤnlecht/ nach welD chen die Frucht oder Beer folgen/ deren je zwey bey-
ſammen hangen.
Von den Namen.Hern wird Griechiſch genennet c bela.Lateiniſch Platanus, Acer.(I. Natanus, C B. Mat.
Ang. Dod. ut: ord. in Dioſc. Bellon. Geſ. hor. Tur.
co ac. Ad. Rauvv. Lob. obſ.& ic. Cæſ. Caſt. Lugd.
Cluſ.hiſt. II. Acer campeſtre& minus, C. B. Acer,
Trag. Lob. obſ.& ic. minus, Gef. hort. campꝑeſtre,
Dod. gal. Lugd.Opulus, Tur. Geſ. hort. Cæſ. Acer
tenuifolia, Cord. hiſt minor, Dod. cluſ. pan. cam.
Platanus, Lob. icon.] Frantzoſiſth Plane. Boͤhmiſch
Brek. Der Teutſch Ahorn wird auch Maßholder ge-
nennt. Niderlaͤndiſch Boognout..
E Von der Natur/ Krafft und Eigenſchafftdes Ahorns.
DE Ahorn iſt kalter und feuchter Natur: Die Rin-de aber und Beer ſeyn truckner Complexion.
Innerlicher Gebrauch.
Uintus Serenus Sammonicus ſchreibt/ daßdie Wurtzel mit Wein getruncken gut ſey widerdie Seitenkraͤnck/ da er alſo ſchreibt:& latus immeritum morbo tent atur acuto,Accenſum tinges lapidem ſtridentibus undis,Hinc bibis, aut aceris radicem tundis& unaCum vino capis: hoc praſens medicamen habetur.
1I. Teutſch Ahorn.
Acer.
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5=Z AS. 8— 6
©A,
Das Laub mit Eſſg geſotten/ ſoll gut ſhn ubdas Wuͤrgen und Brechen des Magens..
Euſſerlicher Gebrauch.Linius ſchreibet lib. 24. cap. 3. Wenn man die gegenWurtzel zerſtoſſe, und über die Leber lege/ ſilſt -die Schmertzen derſelbigen hinwegnemmen.Das junge Laub in Wein geſotten und uͤbergeleg/ iztlegt die hitzige Geſchwuͤlſt der Augen.(wouldDodonceus meldet, daß die Sriechen gar niche Anivon dem Gebrauch des Ahorns geſchrieben haben.
Vom Spindelbaum.
1 Die in ſtirpium Hiſtoria pempt.& lib. inf
4. cap. 19. ſetzet dieſen Spindelbaum zu den bum.Ahorn/ derowegen er auch unter das Capttel von demAhorn zu referieren iſt:; Und meldet Dodonæus,daß er mit einem hohen Stamm auffwachſe/ mit einerwweiſſen Rinden bekleidet/ fo etwas rau ſey/ das Holtſey veſt und sähe: Seine Aeſt breiten ſich weit aus/ mitviel Blättern beſetzet/ dem Effenbaumſaub gleich/ al-lein daß ſie linder ſeyn/ zwiſchen denſelbigen hangenandere dreyeckete vaſt Trauben weis beyſammen nebenwelchen kleine Knoͤpflein ſeyn in der Groͤſſe wie Erbeſen/ in welchen die Frucht oder Saame ligt.
Von den Namen.
liaceis, C. 6. Ornus, Trag. Lon. Carpinus, Matt. Do-
don. Ad. Lob. obſ. cam. Carpinus alba, caſt. UNlmiz.ſpecies forte Ulmus ſyl. Plinii, Dod gal. Fagus ſe-piaria, Geſ. hort. UImus Alinia, Lugd. Fago ſimi-lis altera, aæſ. Betulus Lob. ic. Ger. Oſtrys Theo-phraſt. Fagulus herbariorum, cluſchiſt. ateiniſcgenenennet. Griechiſch Zu.[Franköfifh arme.Welſch Carpino. Engliſch Hwornbeame/ Hardbeame -Dodonæns ſagt/ daß von dem Sehrauch dieſetBaums nichts vermeldet ſey./
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[Die Blaͤtter und Frucht aus Wein getruncken⸗ 6.|
find gut zu dem Seitenwwehe/ und follen die Waſer alſucht nidertrucken.] Das