Buch 
D. Iacobi Theodori Tabernaemontani Neu vollkommen Kräuter-Buch : darinnen uber 3000. Kräuter, mit schönen und kunstlichen Figuren, auch deren Underscheid und Würckung, samt ihren Namen in mancherley Sprachen, beschrieben : Desgleichen auch, wie dieselbige in allerhand Kranckheiten, beyde der Menschen und des Viehs, sollen angewendet und gebraucht werden, angezeigt wird / erstlichen durch Casparum Bauhinum D. und Profess. Basil. mit vielen neuen Figuren, nutzlichen Artzneyen, und anderem, mit sonderem Fleis gebesseret, zum andern durch Hieronymum Bauhinum, D. und Profess. Basil. mit sehr nutzlichen Marginalien, Synonimis, neuen Registeren und anderem vermehrt
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Das Dritte Buch/ Von Kraͤutern.. JJ

1397

F xldindenholtz in Kohlen gebrandt/ mit Eſſig wieder n

abgeloͤſchet/ und mit zerſtoſſen Krebsaugen eingeben/treibt aus das gerunnen Blut denen/ ſo ſchwaͤrlich ge-

DQ fallen ind, und Blueſpeyen. Etliche vermiſchen das Blutſperen.

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er auch mit vielen Saufen underbauet wird/ und dieBaus maͤgdlein ihren Tantzplaz darunder haben.Es waͤchſt dieſer Baum in Gebuͤrgen/ in Hruͤnden/wird auch in Doͤrffern von den Bauren gepflantzet/damit fie darunder ihre Zech halten köͤnnen/ dann fieeinen kuͤhlen Schatten machen.Von den Namen.EIndenbaum wird Griechiſch genennet PiAOueꝶ.Tateiniſch und Welſch Tilia. Spaniſch Teia. Fran-tzöſiſch net Niderlaͤnd. Lindenboom. Engl. Lindentree.D Boͤhmiſch Lipa. Und zum Underſcheid wird das erſtegenennet Tilia mas. II. Lilia mas foliis Ulmi C. B.nas, Brunf. Dod. Lugd. Il. Lilia fœmina folio ma-jore, c. B. mina, Brunf. Matth , Fuch. Ang, Dod.Gef, hort. Ad. Lob. icon.& obſ. Cæſ. Lugd. Ti-Ha, Tur. Lac. Lon. Dod. ſativa Trag. Ehyllirea,Caſt. icon. Teutſch Steinlinden.

Von der Natur/ Krafft und Eigenſchafftdes Lindenbaums.DJ Blumen des Lindenbaums ſollen warmer undtruckner Natur ſeyn/ und einer ſubtilen ſubſtantz.Aber die Blaͤtter und Rinden/ haben eine Art zutrucknen/ und zuruͤck zu treiben/ wie Dodonæus ver-meldet.;Innerlicher Gebrauch.ginn 58 Je Blaͤtter von Lindenbaum in Wein geſotten.. und dar von getruncken/ iſt gut wider das Bauchke rt grimmen/[treiben den Harn und der Frauenzeit.]. Dodonæus ſchreibt/ daß die Blumen von etlichengilenbſicht hoch gerüühmet werden wider die Fallendſucht/ widerEching. den Schlag/ den Schwindel/ und andere ſchwachhei-ten des Haubts/ fo von Kaͤlte ihren Urſprung haben.glutfilei. D. Camerarius ſagt/ daß die Koͤrnlein mit Eſſigzerſtoſſen/ und in die Naſen gethan/ das Blut gewal-tig ſtillen/ welches ſie auch thun ſollen/ ſo man derſelbi-gen viel einſchlucket.. ö Dieſe Koͤrnlein oder Pillulein zu rechter Zeit ge-ſamlet und zu Pulver gemacht/ werden gelobet in derRuhr und Bauchfluͤſſen.

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gebrant Lindenbluͤtwaſſer mit Koͤrbelwaſſer.Euſſerlicher Gehrauch⸗.DJ Blätter in Waſſer geſotten. uns den Mun Nun fzultO damit ausgeſplilet/ heilen die Blatern im Mund/(und den jungen Kindern die Mund faͤule..Auff gleiche weiß geſotten/ und uͤbergelegt/ ſollen fie 3.die. der Fuͤſſe hinderſchlagen/ und zurückDie innerſte Rinde in Waſſer gelegt/ gibt einenzaͤhen Schleim/ welcher den Brand überaus ſehr hei⸗ Brandt.let/ wann man ihn darüber ſtreichet..[Diefe Rinde mit Eſſtg geſotten/ damit die Raud/ Seſchwit.und hoͤſe Geſchwaͤr gewaſchen heilet dieſelbige..Die Rinden zerkaͤuet/ und auff friſche Wunden 5geſtrichen/ hefftet ſie zuſammen.]..Von Lindenbluͤtwaſſer..DAs Waſſer aus dem Bluͤer gebrennt/ wird hoch Fallen ſuchtgerühmet wider die Fallendſucht der jungen mn.der: Wil man aber dieſes Tranck etwas ſtaͤrcker haben/fol man ein drittheil Paͤonienwaſſer dazu vermiſchen.

Es wird auch ſonſt gebraucht wider den Schlag/ Kden Schwindel und andere kalte Gebreſten des Hirns..Wen der Schlag getroffen hat/ der nimm Linden⸗Schlas.

bluͤetwaſſer/ Meyenblumenwaſſer/ und ſchwartz Kir-

H ſchenwaſſer/ vermiſche fie durch einander/ und trinck

I

jederzeit ein Unt davon.

Dieſes Waſſer getruncken/ iſt gut den verſehrten Rote Ruhr Daͤrmen/ von der roten Ruhr/[wird von etlichen auch Srimmen.für ö. geben..

as Waſſer von Lindenblüt vertilget die Flecken ecken imim 3 de DIE glectn IfeVon dem Safft.Der Safft fo aus dem Marck fleußt/ wann man Reiſſenderden Baum ſtimpelt/ getruncken/ treibet aus den Stein.reiſſenden Stein.Der Safft tilget aus die Flecken im Angeſicht. Flecken im

Auff das Haupt geſchmieret/ macht das außgefallene.Haar wieder wachſen..Warm auffgeſtrichen/ ertreibt die Geſchwulſt. ecm

Der Safft von den friſchen Blaͤrtern wol außge-truckt mit Wein/ und die Glieder warm damit geſtri Sanchen/ iſt gut fuͤr den Krampff.];

Das XLI. Cap.Von Birken,

Je Bircken ſeyn jederman wol belandt/ eil ·che bleiben klein/ etliche aber wachſen zimlich öoch in die höhe/ in ihrer Jugend ſeyn fie miteiner braunen Rinden hetleidet/ wañ fie aber

alt werden/ ſo wird die Rinde weiß Die Blaͤtter ſeyn

etwas kleiner dañ am Buchbaum/ breit und ſpitzig/ ein

wenig zerkerfft/ glatt und grün/ an den Zweigen wach-

fen langlechte Zaͤpfflein wie an den haſelſtauden/ das

K holtz iſt zar zaͤhe und biegig/ wird zu vielen ſachen ge-

nuͤtzt/ fürnemlich aber iſt es ein edel Gewaͤchs für dieboͤſe ungerathene Kinder/ dieſelbige damit from̃ zu maschen. Sie wachſen uͤberal in Waͤlden/ an ſteinigen undunfruchtbarn Bergen. Kommen im April herfut.Von den Namen.;

HBI Iren heißt Griechiſch cn ια, oder enMDEz

auch crpbs. Lateiniſch Betula. L Betula, C. B-Trag. Matth . Dod. ut: Ang. Bellon. Lon. Ad- ob.obſ.& icon. Lugd. Caſt: Ger. Fopulo albæ ſimnilisin alpibus, Cæſ.] Welſch Bemla. L Bedela. Engliſch Birch tree Niderl aͤndiſch Berckenboom. FrantzoͤſiſchBonuleau. Boͤhmiſch Birza..

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