borgen wird. Daher entstehen ihre so erbärmlichen«lob 6:2 .4. Klagen: wenn man meinen Iammer wöge,und mein Leiden zusamen in eine Waage lege-te, so würde es schwärer seyn, denn Sand amMeer; darum ifts umsonst, was ich rede. Denndie Pfeile des Allmächtigen stecken in nur, der-selben Grimm sausst aus meinen Geist, unddie Schrecknisse GLXtes sind auf mich gerich-tet. Es ist mir gar anders, und bin sehr zer-flossen ; ich heule vor Unruhe meines Hertzens.
Ja wenn die Fluten der Anfechtungen noch hö-her steigert, und durch die Erkenntniß der Sündender betrübte Geist überdiß von den feurigen Pfeilendes Satans verwundet wird, alsdenn verschwindetnicht nur diese Vergwisserung der Gnade, sondernes kommen dem Menschen annoch gantz widerwär-tige Meynungen und Gedancken zu Sinne, also daßer sich nichts anders einbildet, als er seye in dem Ra-chen der Hollen versuncken, und die Flammen desGöttlichen Grimms schlagen ob seinem Haupte zu-samen.
In diesem Zustand hat der Gläubige freylichkeine solche freudige Zuversicht; jedennoch höret mitallem diesem sein Glaube nicht auf, solcher angsthaf-te Zustand währet auch nicht zu lange; sondern diegläubige Seele schwinget sich endlich aus diesem Ab-grunde