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Die herrliche Gnaden-Belohnung der Gottseligkeit aus 1. Tim. IV. v. 8 : Der Christlichen Gemeine im Münster zu Basel vorgestellt/ Den 12. Augusti Anno 1706. Bey ansehnlicher Bestattung Der ... Susanna Stähelin/ Weyland des ... Joh. Conrad Harders/ ... Wittib / Durch J. Rudolff Zwinger, H.S.D.
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C hriſtlichc·ſicht betten kan: Gedencke doch/ H Er:/ wie ichfuͤr dir gewandelt habe in der Warheit/ mit vol-kommenem Hertzen/ und habe gethan was dirgefallen hat.

Die Gottſeligkeit iſt nuͤtz in einem jeglichen Beruff /darein der Menſch geſetzt iſt.

Sie iſt nuͤtz den Regenten und Obrigkeiten:Dann ſie iſt die rechte Weißheit/ durch welche dasVolck anſtaͤndiz und nach Gottes Willen regiertwird: Sie bringt Gottes Segen uͤber die Regierung/machet/ das die Underthanen ihre Vorgeſetzten in gebuͤ-ar, Ehren halten/ und ſich deren Exempel gleich

ellen.

Sie iſt nutz den Lehrern und Predigern Goͤttli-ches Worts. Der Zweck des Heiligen Predigampts ſſi/das Reich des Teufels/ welches ein Reich der Suͤndeniſt/ zu zerſtoͤren/ und wahre Gottes forcht aller Orten zupflantzen. Diß aber geſchicht mit deſto kraͤfftigerm Nach-druck/ wann die Lehrer ſelbſten in allem ihrem Thun ſicheines Goͤttlichen Wandels befleiſſen. Daher Paulus

Tim. 3.2. erinnert: Ein Biſchoff ſoll unſtraͤfflich ſeyn: Wel-ches er auch mit feinem eigenen Excmpel bewaͤret/ laut

1. cot. u. dem/ das er an die Coloſſer ſchreibet: Ich betaͤubemeinen Leib/ und zaͤhme ihn/ daß ich nicht denandern predige/ und ſelbſt verwerfflich werde.

Sie iſt nuͤtz in dem Hauß⸗ oder Nehr⸗Stand/allerhand Handels⸗Handwercks⸗ und Baurs⸗euten.Dann ſo ſolche der Gerechtigkeit/ Billichkeit/ Chriſili-cher Liebe/ Gutthaͤtigkeit/ des Gebaͤtts und Flehens zuGott ſich befleiſſen/ fo ſpuͤren ſie den reichen Segen Got-tes in ihrer Handthierung/ Arbeit und Fuͤrnchmen/ kon-

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