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Christliche Leich-Predigt/ Von der sonderbaren Gnaden-Hülf und Erlösung GOttes/ deren sich alle Gläubigen in ihren Nöthen zu trösten haben ... : Gehalten In dem Münster zu Basel den 9. Julij 1703. Bey Volckreicher Bestattung/ deß Ehrenvesten und Vorgeachten Herrn Emanuel Obermeyer/ gewesenen Kauffhauß-Bedienten allhier / Durch Friederich Battier/ Diener am Wort GOttes bey St. Alban
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samlungen steißig besucht / und sich bey dem H. Abendmahl!vffters andächtigeingestellet/auch zuHauß seine guten Übun-gen gehabt und durch Ablesung der Heil. Schl ifft und ande-rer trostreichen Bücheren einen guten Schah der göttlichenErkandtnuß erlangt. Gegen jederman hat er sich der Red-ligkeit und Auffrichtigkeit bestiffen / mit seinem NechstenFriedliebend und freundlich gelebt/ und mit den Benachbarteninsonderheit sich wohl betragen. SeinemHauß ist er auch wohlvorgestanden/ und Hai nit nur seiner lieben Haußftauen alleLie-be und Freundschafft erwiesen / sondern auch für seine Stieff-Kinder dermaffen gesorget/ daß sie nit einen stieff-sondern einenrechtenVatter an ihme gehabt ha ben;Jnmassen er seine Sorg-falt und Liebe gegen ihnen/ auch in seinem Todbett bezeugethat / insonderheit gegen der Tochter / den Tag vor sei-nem Abscheid/ durch allerhand vatterliche Vermahnungew/daß sie sich wohl halten / und ihrer Fr. Mutter gehorsamlichan die Hand gehen sollen/ ihnen herhlich wünschend / daß derHERR ihnen beystehen / und sie segnen wolle. GegendenArmen ist er gutthärig gewesen/ und hat sie auch in seinem Te-stament bedacht. Von geraumer Zeit her ist er wegen aller-hand Zufällen mit Todes-Gedanckeu umgegangen/ hat schonvor einem Jahr/als er in dasPlumbers-Bad gewolt/ seinHaust dermaffen bestellt / als wann er alle Hosnung verkoh-len hatte / widerum naher Hauß zukomen. Bey einem vier-tel Jahr her aber / hat er dermaffen abgenommen/daß er sichhat müssen zu Bettlegen/undwolten alle Artzney-Mittel undAbwartung/an welchen doch nichts ist ermanglet worde/nichtsverfangen / weilen die Zeit seiner Auflösung verhandelt wäre;Der HERR verliehe ihm indessen grosse Gnad / und son-derlich eine verwunderliche Gedult / dann er sich bald me-ntalen über seinen Zustand beschwaret/sonderen alles mit wil-ligem Geist erduldet hat ; Sein Trost wäre / das bittereLeyden und Sterben JEsu Christi/womit er uns nicht alleinein Exempel der Gedult hinderlassen/ sonder auch die ewigeSeligkeit verdienet hat. Im Gebet wäre er sehr fleißig undeyferig / und kondte ihne feine liebe Haußfrau mit nichts so-