Band 
Erster Band
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Einleitung.

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Es ist kein Werk, von welchem gerühmt werden könne, wasjener Römer an der Geschichtskunde lobte: Sie sey ein Eichtdes Lebens, und ein Trost des Alters. Eine solche Arbeit,die ich lieber die Epopee der Geschichte nennen möchte, wirdman schwerlich bey der Geschichte eines einzigen Kantons an-treffen. Jeder Stand der Eidgenossenschaft muß das sinnigebeytragen, und vor allem seine Partikulargcschichte bear-beiten lassen. Alsdann möge einer auftreten, der den Unter-suchungsgeist eines von Hallcrs, den philosophischen und züch,tigcnden Blick eines Meisters, den cdeln Ernst eines von Bon-stcttcn, und die glänzenden Farben eines Müllers besitze, undfrey anwenden dürfe.

Wenn ich die großen Büchersammlungcn ausnchme, inwelchen, zur Vollständigkeit des Systems, dieses Werk einenPlatz verdienen möchte, so ist selbiges überhaupt nur für Bas-ier gemacht, und auf ihren Unterricht abgezielt.

Es ist eine allgemeine Erfahrung, daß die Geschichte desVaterlandes einen geheimen Reiz für jeden Freund desselbenhat. Wie schwer es aber für uns gewesen, sich hicrinn zubefriedigen, ist nur allzubckannt. Ueber die alten Zeiten sindbrauchbare Materialien gedruckt worden. Sie sind aber zer-streut, ohne Zusammenhang, und mit vielen Widersprüchenund Unwahrheiten angefüllt- Manches ist unverständlich fürdiejenigen, die in der allgemeinen Geschichte wenig bewan-dert sind. Manches ist auch in Sprachen abgefaßt, die vielebey uns nicht verstehen. Ueber die neuern Zeiten ist dieSchwierigkeit noch größer. Es werden Manuskripten ver-kauft: wenige aber sind geneigt, sich solche anzuschaffen. We-nige haben Gelegenheit und Zeit, das Brauchbare auszuzie-hen , die Widersprüche zu erwägen, und zuvcrläßige Quellendagegen zu halten. Die Bedeutung veralteter Wörter veran-lasset auch manche Mißverständnisse. Zum Beyspiel:

Antworten für, übergeben und einhändigen.

Leiamenen für, erkennen, verordnen.