Band 
Erster Band
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Einleitung.

In diesem stehen überhaupt nur die alten RathScrkannt-visse, welche die Zünfte angehen. In icncm aber finden sichabschriftlich die noch vorhandenen Stiftungsurkundcn, wieauch unterschiedene Auszüge aus den Znnstprotokollcn.

Dieses Vcrzeichniß meiner ungcdvuckren Quellen muß ichmit einigen Namenserklärungcn beschließen. Sie betreffenalte Bücher des hiesigen Archivs, auf welche obige Manu-skripten steh bisweilen berufen.

Das Rothe Buch, also genannt, weil es mit rothemLeder überzogen ist. Die Blätter sind von Pergament. DaSist das älteste Rathsbuch, so bis auf uns gekommen ist, undfängt mit dem ersten Jahre nach dem großen Erdbeben an.Der damalige Schreiber hatte verschiedene Abtheilungen indem nemlichen Band angebracht: Rathsvcrrichtungcn, denk-würdige Sachen, Gefalle und Zinse der Stadt, und Annah-me neuer Bürger. Dabey blieb es aber nicht lange. DieRathsverrichtungen wurden in ein anderes Buch von Papier,vielleicht wegen dem theuren Pergament, eingetragen, undnur die Verordnungen wurden dem rothen Buch gelassen,nebst den denkwürdigen Sachen, Gefällcn und Zinsen undAnnahme neuer Bürger. Mit der Zeit ist dieses Buch zu ei-nem fast unbrauchbaren Werk geworden. Verschiedenheit derHände, der Abbreviaturen und des Styls, welcher bisweilenhalb lateinisch ist, und insonderheit die Sparsamkeit einigerSchreiber, die keinen weißgcblicbcnen Raum unbenutzt lassenwollten, mögen Ursache seyn, daß man bis dahin nicht rechtgewußt hat, was das rothe Buch eigentlich gewesen ist. Uc.brigcns thut dasselbe zur Erläuterung der alten Geschichte gu-ten Dienst.

Das große Weißbuch, und das kleine Weißbuch: bey,de mit weißem Leder überzogen, und in Foliofvrmat. Letz,tcrcs etwas dünner als das erstere. Das waren die corporaälplomstics des Raths. In dem größer» find die Verträgeund andere wichtige Urkunden abgeschrieben; und in dem zwey-ten