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Einleitung.
zum Ziel gesetzt, er zugleich sicher sey, es werden mit diesemersten Mus seines Willens olle fernere Mus desselben, unmit-telbare und mittelbare, bey begünstigenden und nicht begün-stigenden Umständen, vollkommen übereinstimmen. Diesesystematische Freyheit, wenn die Seele sie besitzt, und zurLugend anwendet, ist die höchste Stusse ihrer Veredelung.Sie ist dem Menschen nicht angeboren, dieß beweist leider dieErfahrung. Er besitzt aber die Fähigkeit, selbige zu erlangen ;und das ist die erste Anlage zu seiner Größe. Vergebens würdeer es aber allein versuchen, seine Mitmenschen müßen dazubeytragen; und deswegen erlaubte die Gottheit, daß die zer-streuten Wilden sich in Gesellschaften vereinigten, und Regen-ten über sich setzten.
Laßt uns nun die übrigen Arten der Freyheit betrachten.Die sogenannte natürliche Freyheit ist der Zustand , in wel-chem der Mensch der Natur allein gehorchet. Diesen Zustandhat man mit den schönsten Farben abgeschildert. Allein dasist bloße Täuschung. In dem Stande der Natur, kann derMensch weit minder frey seyn, als in dem Stande der Ge-sellschaft. Jedes Raubthicr, das ihm an Kräften überlegenist, herrschet über ihn. Er will über den Fluß setzen, da stehetaber der grimmige Löwe am .icnfcitigcn Gestade, und verwehrtihm den Uebergang. Diese Art Freyheit ist also eigentlich dieFreyheit der Wildheit.
Die bürgerliche Freyheit ist derjenige Zustand von Frey-heit , dessen man, in einer wohlgeordneten bürgerlichen Ge-sellschaft theilhaftig werden kann. Der Maßstab dieser ArtFreyheit ist schwer zu bestimmen. Folgende Merkmale sind diebekanntesten.
Entweder sind wir in einer Gesellschaft nur dem Staatunterworfen, oder noch darüber einer besondern Person oderFamilie als Sklav oder Leibeigener. Der erste Fall ist, wasman eigentlich Freyheit nennet. Daher sind die Bauern beyuns, wenn sie schon Leibeigen heißen, eben so freye Schweizer
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