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Erster Band
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Regierungsformen.

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hingegen das Volk in der Barbarey und schwärmerischem Aber-glauben unterhalten worden, so entstanden Empörungen,Meuchelmörder, und Zerfleischung des Staats.

Der dritte Fehler in welchen die Monarchie verfallen kann,ist der Dienerdruck, oder Dulokratie. Eine Nation lebt un-ter dem Diencrdrucke, wenn die Untergeordneten, ihre zahl-reichen Kreaturen, und bis zu den Knechten und Dirnen die.ser Kreaturen, das Volk necken, brandschatzen, höhnisch an-sehen und mit Füßen trctten , ohne daß unter den MillionenSeuf,er, die täglich gegen den Thron ausgcstoßcn werden,ein einziger dem Monarchen und seinen Räthen übcrbrachtwerde. Der Dienerdruck ist das Hauptmerkmal des orienta-lischen Despotismus. Er kann dem Regenten theuer zu stehenkommen: denn die Dulokraten zerknirschen den Landesvater,der ihnen den Zaum anlegen will.

Diese drey Fehler der Monarchie können sich auch in Re-publiken einschleichen. — Die Raschheit der Entschlüsse ist in-sonderheit bey zahlreichen Versammlungen, wo die Leute ohneAuswahl zusammenlaufen, nichts weniger als ohne Beyspiele.

Die zweyte Gattung der Regierungsformen, nämlich, diePleyvnarchie, ist folgenden Fehlern minder oder mehr ausge-setzt.

Der erste ist die Oligarchie: das heißt, wenn einige we-nige Personen alle Gewalt besitzen, welche nur bey dem Gan-zen , oder wenigstens bey der Mehrheit stehen sollte. DieOligarchie theilt sich in die nützliche und die schädliche. —Die nützliche ist bisweilen ein Verwahrungsmittcl vor der Och-lokratie, bisweilen ist sie die Folge des verdienten Zutrauensder Mitregenten. Man erkennt sie daran , daß sie weder aufgewissen Familien, noch auf gewissen Stellen, noch beständig aufden nemlichen Personen allein haftet, sondern, nach Beschaffen-heit der Gegenstände und der abgelegten Proben des Verdien-stes , ihren Sitz abwechselt. — Die schädliche Oligarchie ent-stehet, wenn man einigen gewährt, daß sie aus zu vielen Qucl-

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