148 Das Vierte Buch/
. Das XI I. Capitel.ö Bon Grafen Georgen des nahmens dem ErſtenGrafen vnd Herrn zu Henneberg auff Aſcha 4
vnd Romhilt.
8.. e Herrn Vattern leben/ nach vnd auff deſſelben begeren/ zeitlich nnd JungAS IS inn heiligen Eheſtand begeben. Den weil Er ein einiger ſohn: hette der Vat. ter gerne durchjhn/ den Hennebergiſchen Aſcher vnd nunmehr auch Har-
J tenberger Stamm/ fortgepflantzt geſehen. Erfreyete jhme derwegen einRKathartna ſchoͤnes Frewlein/ Katharinen geborne Gräfin von Wertheim Aber er zeugete mit derſel-von Wert⸗ ben keine kinder: ſo gieng ſie jhme auch balt mit tode ab. Denn fie ſtarb Anno 1419 am 23heim. ¶ tage des Mertzens.
. Derenwegen begab Er ſich/ mit ſeines Herren Vattern willen vnd vorbewuſt/ zum, andern mahl inn Eheſtand/ mit frewlin Joanna/ Grafen Philips von Naſſaw/ Weilburg AD vnd Sarbruck/ tochter: deren Fraw Mutter Fraw Anna geborne Graͤfin von Hohenloh
heverhin· geweſen: vñ mit dieſer Fraw Joaña zeugete Er viel kinder: wie hernach folgen ſoll. Es hette
derung. wolhiebevor der junge Lädgrafe Ludwig von Heſſen gerne dieſes Frewlin gehabt: weil aberſein Vater Langrafe Herman/ jhres Vattern G. Philipps ſchweſter zur Ehe gehabt/ wol-
te jhme ſolchs nicht nachgeben werden: Alſo bekam fie Grafe Georg von Henneberg. Vnd
ward die Hochzeit/ Beylager vnd heimfarth gehalten Anno 1422: inn welchem Jahre auchGrafe Geyrgen Herr Vatter G. Friedrich geſtorben: darauff Er balt die Regierung an
die hand genommen: vnd feine Hoffhaltung auff. Hartenberg gehabt. Denn Romhiit da-
mals noch nicht alſo gebawet geweſen: daß ein Herr alda hette wol hoff halten koͤnnen.
Imm folgendem 14.23 Jar hat jhme Keyſer Sigmund alle vorige gehabte Privilegiaconfſirmirt vnd gebeſſert.
Anno 424 beſtettigte Er dem Cloſter Veſſera alle feines Vattern geſcheffte: vnndſtifftete zugleich auch etliche Malter fruͤchte dem Cloſter Jaͤrlich auffzuheben/ zu einem ewi-gen ſeelgerethe(wie mans damals genant) vnd Jargedechtniß ſein vnd ſeiner vorfahren.
Anno i4zꝛ hat G. Georg beneben Grafen Johan von Wertheim/ dieſes Grafen Jo-
heſtifftgg hanſen ſohn/ vnd Grafen Reinharten von Hanam/ helffen die Eheheredung machen/ zwi-ſchen Grafen Wilhelmen dem iin zu Henneberg: vnd Frewlin Katharinen geborne vonHanaw/ Grafen Thoman zu Rhyneck nachgelaſſener Wufrawen. Davon hernach anfeinem ort lib. Y cap. z0 mehr folgen wird.
Anno 434 iſt Er beneben H. Otten von Moßbach / vnnd Landgrafen Ludwigen zuHeſſen / vnd den Grafen zu Wertheim vnd Caſſel / vnderhaͤndler geweſen/ zwiſchen der ge-meine zu Wirtzburg vnd deren geiſtlichen.
. Anno 1435 hat Grafe Georg Kundorff erkaufft Vnd imm ſelbigen Jare/ zog Er Bi-ſſchoffen Johan zu Wirtzburg/ zu huͤlffe/ fur die Statt Wirtzburg/ dafur lagen ſie vier tage:muſten aber vergebens wieder abziehen: den 5 Julij .
Abt Johan Anno 1439 war ein Abt zu Fulda / Herz Johann von Merlaw/ der hette etwas mut-zu Fi da. willige vnd verwegene junge Junckern/ vnd diener an feinem hoff: die viel vnwillens mit dẽNachbawren vervrſachten. vnd weil man jhnen darzu durch die finger ſahe/ machten fie deß
Mutwillige vnfugs nur mehr: vñ fiengen auch dem G. Georgen von Henneberg/ vnverwarnter ſachẽ /„Sundern einen Knecht ab: deme ſie zwey pferde/ ſambt Pantzer/ Coller/ Armbruſt/ vnd was Er mehrhatte/ genohmen. Darnach fuhren fie weiter zu: vnd ſiengen aus des Abts Schloß Lenges-felt G. Georgens ſchneider/ als der nach Fulda zu Marckt ziehen wollen: nahmen jhme inndie zo floren fuͤhreten jhn darzu mit ſich ins Schloß/ vund ſchatzen jhn vmb yo floren. Alsſolchs G. Georg zu Hartenberg erfahren: hat es jhn(wie nicht vnbillich) hart verdroſſen:derowegen Er ſichs gegen das Capitel zu Fulda beklagt. Nun mochten etwan ſchimpffliche
Lengesfeld.
rede n
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