Ad Das Fůnffte Buch/
Heinrich der VI II/ Grafe vnd Her: J,.
266 zu Hennebeig. ö,
.);—————— fielBerthold der yr! auff Heinrich der 1x auff Herman der 11) auff.Schlenſingen.| Hartenberg. Aſcha. un
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Berthold der x: Eliſabeih— Walther G zu MM
Barbey.
| Dieſe vneinigkeit/ zwiſchen den beyden ſchwaͤgern/ geriet inn eine ſolche weitterung:
Schlacht daß beyde parten/ widder einander zu Felde gezogen: vnd am tage Simonis vnd Jude ein
bey Safer ernſtes treffen gethan/ bey dem Dorff Gaverſtait: da G. Berthold das Feld behalten: vnd
fta. Grafen Walthern(deme die Herzen von Truhendingen vnnd die von Schluͤſſelberg bey-
ſtandleiſteten) etliche gute leute find erſchlagen: vnd einer von Schluͤſſelberg/ mit ſonſt a -
dern zwaͤntzig fuͤhnehmen abgefangen worden. Die andern inn der flucht davon komen. in
Aber der von Barbey ruͤſtete ſich bald widder/ ſo beſt er mochte/ vnnd vberfiel ſtracks l
Schlenſin des andern tages/ die Statt Schleuſingen / vnverſehens/ belagerte dieſelbig/ vnnd ſehlug
, auff dem Kolberge dafur/ drey feiner Junckern zu Ritter : plunderte vnd brandſchatzte dar-
Erz. nach die vmbligenden Doͤrffer: vnnd verbrandte dem Cloſter Veſſer jhren Hoff Erla/ mit
den Dorffern daſelbſt herumb.
Inn des machte ſich Grafe Berthold auch wiederumb gefaſt/ inn willens Grafen
Walthern/ von Schleuſingen abzutreiben. Daderſelbige ſolchs vernahm/ brach Er
2 mit den feinen vor Schleuſingen auff/ vnd nam fein nachtlager/ mit allen feinen beſten leu-
Veſſera. ten vnd Reuttern/ inn die 100 ſtarck/ im Cloſter Veſſera: da denn die Muͤnche mit ſolchen
. vngebetenen geſten: die jhnen ſolchen ſchaden zuvor/ z Erla gethan/ ſehr vbel zufrieden ge-
,, weſen: muſten aber thun/ wie fichs damals leiden wolte Vnd wie wol ſie jhr auch im Clo-
egeſte,. ſter keinen fronten Betten: muſten ſie doch G O TT Edancken/ daß fie jhrer mit gůte ohn nm
. groſſen ſchaden loß worden Denn folgendes morgens/ zog Graff Walter mit dem fruͤ ⸗ ichgrund. heſten/ wieder dar von: vnd nam feinen weg den Werꝛa grund hinab/ brandte/ beraubte/ nnd n
heſchadigte alle Dorffer/ die Grafen Bertholden zuſtaͤndig wahren: vnnd jhme auff die di
5Sibrs. hand ſtieſſen/ nam alſo fein ander Nachtlager zu Bibra . Da bekam Er die zeitung/ wie mn
Zürpurg, Grafe Berthold/ mit feinen helffern/ jhyme im ampt Hildtburg gar vbel haußehielte/ vnd alles nd
mit Raub/ Mord vnnd Brand verhergte: da wolte jhme nicht gebuͤren lenger zuſaumen: In
machete ſich derhalben eylend auff/ vnnd zog Grafen Bertholden ſtracks nach: ereylete jhn
Wideꝛsbach auch bey dein Dorff Widerspach/ an aller Heiligen abend: dagab es wieder ein hartes tref
fen. Vnnd behielt der von Barbe/ als der dißmals Grafen Bertholden mit Volck vberle-
, gen war/ die oberhand: vñ wurden von der Heñebergiſchen ſeiten ein junger Herꝛ von Sal-
beider m Item Berthold von Bibra Ritter/ Orthůͤlff von Rugerit/ vnnd ſonſt noch andere In
lag. dreyſſig fuͤrnehme perſonen/ gefangen.
Als ſich nun beyde Parten/ alſo mit einander berochen/ vnnd ein yeder nun mehr wuͤ! ij
ſie/ was Er an dem andern hette. Der von Barbey auch auff feinen Herꝛn den Marggra ⸗ mn
fen zu Brandehurg trotzete/ vnnd derenhalben meinete dem Grafen wol gewachen zu ſein. ih
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Hinwidder aber Grafe Berthold/ als in Mutiger vn verzagter Held/ den nechftempfans” j
genen ſchaden nicht wol verſchmertzen kondte: ſondern dẽ nachſtreich zu haben gedachte: de⸗ In
renwegen Er auch feinen ſchwager den Landgrafen zu Heſſen vmb huͤlff anſuchete/ welcher In
jhme cinen ſtattlichen beyſtand geſchickt: Machte er ſich mit denſelben vnnd andern ſeinen Amnhelffern wol geruͤſtet wiederumb zu Felde/ vnd zog mit einem anſehenlichen ſtarcken Kriegs ⸗ jGrabefeld · volck durch das Grabe Feld: verwüſtete darinen/ mit Brand vnnd nahme/ di Daoͤrffer gar infeindlich vnd jummerlich: vnnd zog für das Schloß Wiltberg/ darauff der von Barbey die
;. zeit tag