Buch 
Hennebergische Chronica : Der uralten loblichen Grauen vnd Fürsten zu Henneberg, Genealogia, Stammenbaum vnd Historia, Ihrer ankunfft, Lob vnd gedenckwürdigen Thaten, Geschichten vnd sachen, ware vnnd gründliche Beschreibung / Mit sonderm vleiß auß alten Briefen, Vrkünden der Clöster vnnd Verzeichnussen, Monumenten vnd bewerten Historicis zusammen getragen, vnd in fünff Bücher ordentlich verfasset, Durch Magistrum Cyriacum Spangenberg
JPEG-Download
 

nit.

dnninnDei(nn*D

ft

ö. der Hennebergiſchen Genealogien. 195| Anno 1329 hat Fuͤrſt Heinrich inn die Donation gewilliget/ die F. Kuͤngund/ GrafeHeinrichs des x von Henneberg auff Hartenberg verlaſſene Witwin/ dem Cloſter Veſ-

ſera gethan/ darvon droben lib: in cap. zufinden.

Anno ꝛrz33 nahm Fůrſt Heinrich/ noch bey leben feines Herrn Vattern/ das SchloßScharffen Eck ein/ daruͤber ward ein e ,, Hennneberg:..Viſchoff war der beſcheidenheit/ daß Er vn vermerckter ſachen/ durch gute vnderhaͤndler/die ʒwyſpalt dahin richten ließ/ daß Er dieſes jungen Fuͤrſten Vattern/ zum freund behielt:vnd jhme noch darzu eine gute ſumma geldes auff Fridelshauſen verſchrieb. Wie zuvor

rap: vᷣgedacht worden.

Anno nz35 empſteng Er/ beneben feinem Herrn Vattern/ die Herſchfeldiſchen Le- Francken-

hen: vnd ward Er inſonderheit von Abt Cudwigen zu Herſchfelt belehnet/ mit alle den Fraͤ⸗ ſienuſcheclkenſteiniſchen guͤtern/ ſo viel deren vom Stifft Herſchfelt zu Lehen gehen. guter.

Anno 1336 gab Er/ ſambt ſeinem Gemahl/ dem Cloſter Veſſer den Fiſchzehenden geam See zu Gumbrechtshauſen. ö ſ i ö dichte.Año iz) beſtettiget Er de Stifft Schmalkalden/ dem Cloſter Veſſera/ den Wein⸗ Wein zehedzehenden an der Mainlaͤden zu Schweinfurt : welchẽ fein Vatter Fuͤrſt Berthold/ Grafen zn SchweinHeinrichen/ feinem Vettern/ abgekaufft/ fur 400pfund heller: vnd an beyde Ort gegebẽ..Anno iz 40 ſtarb fein Vatter/ der ı gefůrſtete Grafe zu Henneberg: vnnd kam Grafe VNewe ZeroHeinrich inn vollige Regierung beyder Herꝛſchafften der alten/ das iſt/ Hweñeberg/ Schleu⸗ ſchafft hen-ſingen/ Franckenſtein vnd Schmalkalden. vnd der newen/ Coburg vnd Koͤnigsberg . mene,Anno 1343 kauffte Fuͤrſt Heinrich Grafen Gunthern von Kevernburg dem juͤngern/ Imenaw.Herꝛn zu Ilmenaw/ das Hauß vnnd die Statt Ilmenaw ab/ ſambt dem dorff Kirchheim/ ehnlentevmbꝛooo Marck Loͤtiges ſilbers. Vnd weiſete G. Gunther als balt ſeine Lehenleute/ an F. zu men aw

Heinrichen: welche damals waren/ Fridrich von Witzleben/ Gunther von Angelrode/ vnd

N. von Elckersleben: vnd beyde Ritter von Kirchheim/ vnd Reinhard von Sundhauſen.

Anno 13 44 Betten die Prediger muͤnche ein groß capitel zu Iſenach: dahin ka-men zuſamen/ viel gewaltiger Doctores der H. Schrifft. So ward auch von den,Landgrafen zu Thyringen ein groſſer Hoff vnd Thurnier gen Iſenach gelegt: derſelben Zoffsu IStatt zum beſten/ daß fie ſich ein wenig des groſſen Brandſchadens/ ſo ſie kurtz zuvor er⸗ nach.lidden/ wiederumb ergetzen möchten..

Auff dieſem Hoff vnd wolleben zu Iſenach/ iſt von einer Eheberedung gehandelt/ wie Ehebere-eine Heyrath zwiſchen Landgrafen Fridrichen dem juͤngern/ vnd Frewlin Katharm/ Fuͤrſt dung.Heinrichs zu Henneberg tochter/ geſtifftet werden möchte. Aber es hieſch der alte Laöndgrafezuviel Stätte nd Schloͤſſer/ daß die ſes mahl nichts endliches geſchloſſen werden kondte:welchs dann Fuͤrſt Heinrichen gar ſehr verſchmahete..

In die ſem Jahre entſtund ein groſſe zwytracht/ zwiſchen Biſchoff Otten zu Wirtz Wirtzbur-burg der Statt Wirtzburg: darum̃/ daß die Statt ſich mit Nuͤr nberg eine verbuͤndniß The vnereingelaſfen/ ein gebott außgehen laſſen: dz kein Burger den geiſtlichẽ weder gewelb noch nigketkeller: bodẽ/ noch kaſten Leibe noch verkauffen ſolte/ wein od getreid darein zulegen od darauffzu fchütten. Hieruͤber kamen fie inn ſolche feindſchafft wiedereinander: daß ſich ein yedertheil zum kriege růͤſtete ſterckete. Die Statt verband ſich mit Herrn Conrad von Schlůſ-ſelberg/ vnd mit den Stätten Rotenburg vnd Winßheim. Biſchoff Otto aber/ mit den erband=Burggrafen zu Nurnberg / vnnd F. Heinrich zu Henneberg. Vnnd dieſe letzten ſchwuͤrẽ mii.zuſamen auff einem Tage/ zu Schweinfurt / nach Oſtern. Aber groͤſſere erweiterung zuverkohmen/ ſchlugen ſich inn dieſe ſach/ Herr Bernhard von Seckendorff Ritter/ vnd Herꝛ Vertrag.Conrad Groß Schultheiß zu Nürnberg : vnd vertrugen die gůtlich vnd friedlich zu Wirtz-burg/ Freytag nach Gall. N

Damals war auch ein groſſe Fehde/ zwiſchen dem Landgrafen zu Thyringen / vnd den Thyrtug ·Grafen zu Schwartzburg vnd Weinmar. Nun kondte Surf Heinrich von Henneberg tſche Sehde-des hohns/ ſo ſyme feiner tochter halben/ zu Iſenach widerfahren, nicht allerding vergeſſen:

war derhalben inn willens den Grafen zu Schwarz burg auff h ahr fn en ihn, den

ij Land-