Buch 
Hennebergische Chronica : Der uralten loblichen Grauen vnd Fürsten zu Henneberg, Genealogia, Stammenbaum vnd Historia, Ihrer ankunfft, Lob vnd gedenckwürdigen Thaten, Geschichten vnd sachen, ware vnnd gründliche Beschreibung / Mit sonderm vleiß auß alten Briefen, Vrkünden der Clöster vnnd Verzeichnussen, Monumenten vnd bewerten Historicis zusammen getragen, vnd in fünff Bücher ordentlich verfasset, Durch Magistrum Cyriacum Spangenberg
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. der Hennebergiſchen Genealogien. 251entrunnen. Weiter hat Ernſt dem Cloſter Breitungen/ bey naͤchtlicher weile einen Hoff/

. der New hoff genant/ abgebrent.

Den 30 Martij/ hat Maul Cuntz/ wolff von Herbſtett Furſt Wilhelmen abgeſagten 2

.. knecht/ beneben feinen helffern/ Heintzen Ruwurmb den Abtman zu Northeim ge⸗ n Ruß

hoffen vnd gefangen. wenn

In der Palmwoche/ hat Ernſt von Brandenſtein zween Hennebergiſche Vndertha-

nen von Breit ingen gefangen/ vnd gehn Schoͤnſtett gefuͤhret. Deßgleichen andere zween

von Ilmenaw/ zwiſchen Ilmenaw vnd Plawen gefangen/ vnd dahin gebracht: vnnd vmb

100 gulden geſchatzt/ die fie auch haben geben muͤſſen. 6Den 22 Aprilis hat Key ſer Mayimilianus eine ernſte Commiſſion/ an Abt Hart: Keyſerlich

man zu Fulda / außgehen laſſen: die fache zwiſchen Ff. Wilhelmen vnd Ernſten von Bran⸗ Mandat.denſtein zuverhoͤren. Mandirt auch Chur vnd Fuͤrſten von Sachſen/ den von Branden-

ſtein ernſtlich dahin zuhalten/ ſolcher verhoͤr abzuwarten/ vnd ſich aller thaͤtlichen handlung

gegen Henneberg zuenthalten/ ſambt ſeinen helffern Hegern: welche geweſen/ Sigmund Branden.von Hauſen/ vnd Georg von Hopffgarten Ritter: vnd Wilhelm vo Hopffgarten. Nichts. helfdeſto weniger find Georg von Hopff garten vnd Sigmund von Hauſen/ nit Wolffen vonHerbſtatt/ Fuͤrſt Wilhelms abgeſagtem feinde den 14. Auguſti/ freytag nach Laurentij/ ins AHenneberger Land gefallen. Vnd haben das Dorff Klings/bif auff ein Hauß: die benz Seindlichen:den Dorffer Nidern vnd obern Alba/ auch die Vorſtatt zu Schleuſingen / vnnd die Muhle eln fallzi Sultzfeld abgebrant. Vnd hat der von Hauſen/ erſt den dienſtag hernach den 18 Aus Brand.gu ſti/ ſeinen feindsbtieff gehn Maßfeldt geſchickt.. A)Anno 1515 beklagte fich Sürft Wilhelm/ an Keyſer Mrirzilianum/ daß Wolff von Wolff vonHerbſtett fein abgeſagter fein d/ ſhmne mercklichen ſchaden zuge fur at. Vnndgedenckt under Serkftattandern beſchuldigu agen: daß Er einen alten ſiebentz gaͤhr igen Mead/ der nichts dann ein ö charWurffpaͤrtlin bey ſich gehabt/ nicht weit von Veſſera/ geſtochen vnnd Fehawen/ daß Er zu

boden fallen můͤſſen. Darnach erſt abgetretten/ vnd mit einem Daͤſſecken an armen vnd bei⸗ R

nen zuſtucken gehawen. Item bey einem Hennebergiſchen Doꝛffe/ ſechtzehen Pferde auff 3.

einer Wieſen mutmwilliglich erſtochen. Item etliche Hennebergiſche Karner auff freyer+Straſſe/ darzu im Saͤchſiſchen Geleit erwuͤrget. 2 Auffruht z;Alls in dieſem jahꝛe zu Schweinfurt am Mayn/ ein zwytracht/ zwiſchen dem Rath SchweinGemeine entſtanden/ wegen zwyfacher Bete/ newes Vngeldes: vnd derhalben die Ge⸗ furt.meine ein auff ſtehen machte/ vnnd ſich dem Rath feindlich wiederſatzte: beklagte ſich ſolchs.der Rath heimlich bey den benachbarten Fůrſten. Darauff kam Fürf Wilhelm an S. fert..Burckharts tage/ den z Octob: gegen abends mit fuͤnfftzig Pferden in die Statt/ als der fe komen.Schutzherꝛ derſelben. Deßgleichen kam/ den 14. Schenck Georg von Limpurg/ deß Bi*ſchoffs zu Bamberg Hauptman/ mit so Pferden. Vnd endlich auch Leonhardt von Ro⸗;ſenberg/ von Marggrafen Friedrichs von Brandenburg wegen/ mit 0 Pferden. Da mei-

nete jederman/ ſie weren darumb dal in kommen/ Rath Gemeine guͤtllehen zuvertragen.Aber der Rath ließ darauff alle Thoꝛe zuſchlieſſen/ ohne das nach Mainburg / fuͤr demſelben

lagen im Flecken Altenſtatt ober Schweinfurt zoo Pferde/ vnnd 200 Fußknechte. So 4.hatte der Abt von Fulda / auch zu dieſem vorhaben/ 4 Pferde geliehen.Der Rath ließ die gantze Gemeine auffs Rathhauß beſcheiden/ ohne Wehren: wie dasgeſchach/ berahte Fuͤrſt Wilhelm das Rathhauß/ mit anderthalb hundert Pferden: gab

darauff der Thurner ein zeichen/ mit ſeinem Hute/ denen vor der Statt/ die kamen alsbald

auch hinein geronnen vnd gegangen: alſo daß das Rathhauß mit 450 Pferden/ vnnd 200

fußknechten vmbringet war.

Darauff ſtieg der Fuͤrſte mit achten der ſeinen ab/ gieng auffs Rathhauß: vnd nam 28Mann auß der Gemeine gefangen: Wie jhme diefelben Hanß Schmied zu Schweinfurt

Als Biſchoff Lorentzzn Wirtzburg/ dieſes erfuhr/ ſchickete Er alsbald Petern von x Goten

angab vnd außmahlete.

Auffſeß/ ynnd andere Raͤthe gehn Schweinfurt / die ſache in guͤte dahin zu handen: daß die zu Mir

Gemeine burg ·