—272 Das Fuͤnffte Buch/ Hder ſeinigen abgehen. Bedachte derhalben ein beſſers/ vnd Ritte mit etlich wen e, ſei-
Kein nen/ gehn Meiningen / zu dem Oberſten dieſes ſchadlichen Hauffens:; dar nd chim
Pent Penh der fuͤrnembſte war. Vnnd ob Er wol anfaͤnglich/ von die ſen wilden vnnd wuͤſtenKriegsgurgeln vnfreundlich genug angeſchen ward/ richtete Er doch mit freundlichen vndernſten/ guten vnnd boͤſen worten/ ſo viel auß(denn Er als ein wolberedeter Herꝛ/ gar einetapffere vnd bewegliche rede an ſie gethan) daß Er jhnen das Hertz gebrochen/ den Mut ge-nommen/ vnnd dahin gebracht: daß ſie ſich alsbald auß dem Defertsheuſer Gerichte hin-weg gemachet/ jhr Laͤger angeſteckt: vnd als ob ein groſſer Sturmwind vnder ſie gewehet/ſich getrennet vnd verlauffen..
. Vnlangſt hiernach iſt die einungs verwandniß zwiſchen dem Hauß zu Sach ſen vndinungs Henneberg vollzogen: daß eins das ander/ ſo keine Manliche Erben hinderlaſſen wurden/
3 3090 erben ſolte: de reciproco devolutæ hæreditatio nis jure.;
. Anno 1562 iſt ſein Echegemahel den 12 May eines jungen ſohns geneſen: iſt aber hart
. zugangen/ vnd iſt das Knidlemn/ ehe man mit demſelben zur Tauffe kommen/ verſchieden.
Inno 1565 hat J. Georg rnſt den 4 Scptemb/ bie alte Viſchordnung/ an der Wer
nung. rawiederumb vernctoert: den Gemeinden wie zuvor/ wochentlich 2 tage/ Mitwochen vnd
Freitag/ von 7 vhr biß vmb in zu ſtſchen macht zuhaben: doch nur mit einem Stockhamen.Die Statt Meinungen aber Montag/ Mit woch vñ Freitag/ drey halbe tage. Vnd gleich-er geſtal/ wenn Landtruͤbe vorffele/ einen halben tag: doch daß man nicht für die eingenge= der Forellen Bäche trette Beneben verbietung vieler mißbreuche..*& gllſebetch Anno 1565 iſt wolgedachtes 5 Georg Ernſten erſtes Gemahl FJ. Eliſabeth gebot negeſtorben. Hertzogin von Brunßſehwig/ c den) Anguſtt ſecliglich von dieſer Welt abgeſchicden:in wahrer bekantniß vnnd ant fung Gottes: als ſie kurtz zuvor dieſes gebetlin gethan. Achmein HERN Jeſu Chriſte/ du wahres aͤnlin& DT TES/ das der welt Suͤndetregt/erbarm dich memn/ vnd i in mich arne Sundern zu deinen Goͤttlichen gnaden auff Den20 Auguſti hat hr M. Ehriſtoph. Fiſcher die Leichtpredigt gethan vber die wort Apocal.14. Seelig find die Todten/ ſoim Herꝛn ſterben. Sie iſt eine rechte Gottſelige Eliſabethgeweſen/ ſo an aller falſchen Lehre vñ verkleinerung der Sacramenta Hertzlichen abſchewgetragen. Vnd wiederumb/ vmb der warheit willen entſetzen vnd verjagten predigern aller-,, n. vnd befoͤrderung gethan. Vnd den vnderthanen viel guts/ ſonderlich innKranckheiten erzeigt. jhr Epitaphium if: 8al PrlnGlpls eXtInCtxz eXVVlas Leys Vrna Capeſslt:23 Splrit Vs at CœLo non Morlt VrVs aglt. 2. Anno 1568 hat ſich F. Georg Ernſt wiederum verheyrathet mit Frewlin Eliſabeh/GgClgebeth des Hochlöͤblichen vñ Chꝛiſtlichen Fürſten Hertzog Chꝛiſtophern zu Wirtenberg tochtern/won wirre. ſo dajumal 20 jahr alt geweſen: hat aber mit jhr keine kinder gezeuget. Vnd hat dieſes Fůrſt-liche par Ehevolck gar artlich vñ fein beſchrieben Nicodemus Frifchlinus, in feinem Car-mwminc, De Nuptijs primis Ludo vici Ducis VVirtembergenſis: mit dieſen worten.— Ecce Henneberga de ſtirpe Georgius ortusPrinceps Erneſtus, Sleuſingæ à mœnibus hoſpesImpro viſus adeſt, ævi maturus euntis:Aurea ci vili tedimitus tempora querni:Et pietate ſacra præluſtris& vtilis auctorAntique fidei, læto quem gloria vnltu,Et decor& niveis pax aurea protegit alisTemperiesqᷓ; ornat vitæ tranquilla, fidesq́;Integra, nec longa, virtus effoeta ſenectâInſequitur rutilo conjux pulcerrima curru,Fœminei cœtus ſplendor præſignis Eliſa,Ludvici germana Ducis, Teccęia Princeps,Os animumq; ſuum formoſa genisq;comisd;Gonſpicua, roſeo DEa commendabilis ore.
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