4 Christliche
Lf.rs.r4.
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Neb» n. 10
sahlen/urrd wann alles uns zuwider ist/GOtt lobenund preisen / ist eine Kunst / davon der natürlicheMensch nichts weiß/und nur allein m der Schul desHell. Geistes studwet wird.
Dann so sagt der natürliche Mensch bey sichselbst. Me soll ich GOtt den HErren loben/wannes nur so übel geht t Wre kan rch mich so weit selbstüberwinoen / daß ich seinen Nahmen preye / wann ersich gegen mir stellet/als wolte er alle die Schalen sei-nes Zorns über michaußschütteni Wie kmnch seineGäre rühmen / wann mein Hertz nur bitterster Be-trübnus/meine Augen mit Thränen/mein Mund mitSeuffzen ur,d Klagen angefüllet i
Aber der widergebohrenc Menstl)/ sihet beydesseine Trübsahlcn/und denjenigen/der ihme solche zu-sendet/mit gantz andern Augen an. Er weißt / daßall sein Creutz nicht ohngefehr / sondern von GOtt /hiemit von lieber Hand ihmezukomt / auch nicht boßgemeint ist. Erweist/ daß beständige Glücksciigkeltdem Menschen mehr Schaden als Nutzen bringet.Die Anfechtung hingegen lehret aufs tVortmer-cken und wo sein Recht im Lande gehet / die Ein-wohner des Landes Gerechtigkeit lehrnen. Er weiß/daß GOtt seine Kinder/durchs Creutz nur sozunch-tet/wie er sie gern sihet. Daß er ihren Glauben Hoff-nung ^Liebe/Gedult dadurch auffdie Prob setzet/ihre! Aildacht und Eyffer zum Gcbett entzündet iyrHcrtzvon derWelt und dero Eytelkeit abzeücht. Mit einem
> Wort: daß er die Seinen züchtiger / damit ste leine
> Heiligung erlange,,. Er weiß endlich daß wie m derNatur das Liecht auffdie Finsternus/dre RaheauffdwArbeit/der Schlaffauffdas Wachen folget; al-