Leich-Predigt._i t
den bekleidet/denGast undFrcmdling beherberget/rc.für barmhertzig zuhalten; so nruß ja GOtt von wel-chem Gesundheit/Leben/ Erhaltung und alles komt/der vatter und die Brunnquell der Barmherzig-keit seyn. Und zwarum so vielmehr/ weil alle Crea-toren und Menschen/ durch welche uns Barmhertzig-keit oder einiges Gutes zukomt/nur die Instrumentund Werckzeug sind in Gottes Hand/uud durchIhnregieret und geleitet werden.
GOtt ist ein Vatter der Barmhertzigkeit/weiler allezeit ein weises / sorgfältiges und erbarmendesNatter-Hertz gegen seinen Kindern trägt. Es gibtwohletwann Natter/dieihrer Kinder/die sie gezeu-get hatten / ihres eigenen Fleisch und Bluts / wenigoder gar nichts achten/gleich dem Straußvogel/ vonwelchem bey dem Hiob stehet: Er lege seine Everaufsdie Erde/und lasse sie die heisst Erden oder oenheissen Sand außbruten/und vergesst daß sie möch-ten zertretten werdeir/und ein wrldes Thier sie zer-brechen.Wiederum werden derenVatter gefunden/welche ihren Kindern allzuviel zartlen/ ihnen allenWillen lassen und damit solche verderben/oder wenig-stens Ursach sind / daß solche übel außschlagen undmißrathen. Aber so nicht GOTT der Natter derBarmhertzigkeit.Wie er seine Kinder inkeinemElcndkan lassen zu Grund gehen oder verschmachten/so er-zeigt er auch darinBarmhertzigkeit.Daß wann erstesihet/durch Sicherheit/ Müssiggang/Eigenwilligkeit und andere Sünden ihrem Verderben zueylen;er stemit der Ruthe der Zucht zurück / und von dem Ver-derben abhaltet.
Wie aber ein barmhertziger Vatter/auch seinem
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