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Alberti Cranbij
fie zu grund giengen/ geschach daselbst ein solcher schade/ daß ihrer vber die Sechsschen Tausend( ohne die in der schlacht vnnd flucht geblieben) im waffer crsoffen.Konig Odoacer brachte sein Heer gesund vnd frisch wieder anheimb. Zu wundernstehts/ dz dieser König/ der doch von dem Römischen Könige Philippo die Crohnempfangen/ so alt geworden. Philippus aber ist gestorben im Jahr 120 8. dasPhilips mahls ist Odoacer zum wenigsten zwanzig jahr alt gewesen: vnnd jest reden wirpus ges Bom 1270.jahr. Derwegen hat er neunzig jahr auffm rücken gehabt/ wie er dieseSchlacht gehalten. Vnd gibt man für/ daß er vmb angeregte zeit sein Gemahl wie-derumb von sich gestoffen/ vnd des Fürsten in der Muscaw/ oder wie andere wollen/ des Fürsten zu Massouien Tochter wiederumb geehlicht habe. Denn dieses istein theil von Polen / dahingegen Mufcaw weit hinem in gros Reussen ligt. Diß istaber nicht woll von einem alten neunzigjährigen Krippenbeisser zugläuben/ sonsdern mag etwan von seinem Sohn/ der vielleicht auch so geheissen verstanden wersden. Doch laffen wir diß immittelst an seinen orth gestellet fein/ ob vns noch in folaauch hur genden dessen gewissere beweiß zu handen kähmen. Denn die frischen alten könnenbißweilen noch das jenige/ welchs der dürren außgemergelten Jugend manglet/ zuwege bringen.
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Neas Syluius schreibt in seinen Bohemischen Historien Odinfarus/( also nennen die Welschen Odoacrem) fey auff einen Reichstagfürgeladen/ dahin er fich aber zu kommen geweigert/ vnd öffentlich gesagthemenwil der Konig zu Bohemen were nicht geringer als der Römische Keyser. Denn seinauff Bay- groß land/ des er/ wie vorhin gedacht/ von Kärndten vnd Crayn an durch Båsladung vern/ Bohemen/ Schleften vnd Preussen besaß machte ihn hoffertig. Graff Rusnicht er dolph von Habßpurg war damahls Keyser/ vnnd weitn er lang Königs Odoacrischeinen. Hoffmeister vorhin gewesen: ward er daher geringer von ihm geachtet. Der Keyaser schickte seine Gesandten an den König/ vnnd forderte Osterreich / Kärndsten/ sampt den andern Provinzen wieder/ nachdem Osterreich kein Frewlich lehet/noch auch Blricus macht gehabt hette/ ohnebewilligung des Keysers sein land zusuorkauffen. Odoacrus wiedriget sich vnd war gemeinet das jenige so er rechtmesasiges Titels an sich gebracht/ mit dem Schwert zuurorthedigen. Da legten sich etaliche freunde vnd vorstendige Männer darzwischen/ baweten damit dem Kriege/deffen sie sich besorgten/ vor/ vnnd thädigten in der fachen/ daß sich der König besFriedens fcheidener gegen dem Keyfer erzeigte/ vnd ihm Osterreich wieder zu handen stellete.vergleis Ferners ward vmb mehrer Freundschafft willen gehandlet/ dzer/ der Keyser/ desdụng.Odoacris tochter zur Gemahlin nähme/ vnd seine Tochter Wenglao des KönigsSohn wieder gabe. Mit gedachter feiner Gemahlin bekam der Keyser etliche Länsder/ die zwar shr Vatter König in Bohemen inne hatte/ aber doch dem. Römisfchen Reich von Rechtswegen zuständig waren/ zur Frewlichen außstewr vnndMorgengab. Dergestalt ließ sichs ansehen/ daß der Krieg vertragen/ vnndhingelegt: Aber der leidige Hoffarth richtete einen andern Lermen vnd AuffruheDer B8 aus folgender vrsach wieder an. Der Keyser forderte von ihm daß er als einheme wet Vnterthan dem Römischen Reiche schweren solte. Das schlug er gänzlich ab/Beseydts vnd wolte nicht zugeben/ das solch ein gewaltig vnd mechtig Reich vor einigemden er her Menschen sich solte beugen. Solchs wolte der Keyser nicht gut sein/ vnnd shnvom Reich abhendig werden lassen. Daher erwuchs en netoer Krieg/ einer rustete sich gegen den anderen/ verfamleten Reuter vnnd Knechte/ mustertendas Kriegsvolk vnd ganze Heer/ vnnd machten ihre Schlachtordnung beydersfeits fertig. Ehe denn es gleichwol zum streiten vnnd treffen gerieth/ erboth fichKönig Odoacer durch seine abgesandte Legaten/ dem Keyser die Pflicht vnndEydt zuleisten/ doch in gestalt/ Wenn er ihn ehren halber vnter einem verdecksten vnnd darzu bereitem Gezelte in weiniger Herren beysein/ dasselbe zuthungeflatten vnnd vergünnen wolte. Diß sein Begehren willigete der Keyfer ein/
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