Wendischer Geschicht/ das VII.Buch. 247
gen Rohm/ doch gerieth endlich Ericus an die Kirchen/ vnnd regirte sie gar wollvnd glückselig.
Cap.
schoff.
Mb diese zeit hatte auch der Bisschoff zu Lübeck / mit nahmen Bur, XXXVIIIchardus ein alter betagter/ jedoch an Kräfften ein vermügener Mann( der Der Betsfeines alters im Achtigsten erwöhlet noch ein vnnd vierzig jahr hernacher teimum=den stuel besessen) mit den Bettelmünchen/ die da erst newlich eingetreten/ vn gleich faz vnowol die Horner wieder die Kirchen allbereit auffgesetzt einen streit wegen der offarchBegräbnissen/ darin sie jhnen mehr gewalt zumassen/ weder ihnen mit rechte ge- wiederbührte. Derwegen verboth jhnen der Bischoff die Divina vnnd das ampe in derden Bissgangen Stadt/ hievon appellirten die Münche vnd verfolgeten das ampt. Dervrsachen halber/ wie der gemeine Mann( der gewohnheit nach) den Münchenwieder die Clerifey zufiel/ muste dieselbe zur Stadt hinaus. Die sache ward für deRömischen stuel verschoben/ was aber da gehandlet/ sol darunter gesagt werden.Zu dieser zeit ist die alte stadt Hamburg in Stormarn / welche ihres Erzbisthumbshalber ehemahls herrlich gewesen/ daß sie ohne alle shre schuldt verlohren/ außgesbrennet/ vnd hat das fewr jhrer viel die das jhre daraus retten vnnd wegbringenwolten/ ertappet vnd hingerichtet. Es ist auch vmb die zeit jahrs ein Meerfisch amende des Judlands zum Schagen gefangen der sich einem Lewen gegleichet. Vieledeutetens für ein wunder aus. Vielleicht hats die Franzosen bedeutet die damals zosen weeDie Franaus vnuorsöhnlichem grimmigen haß/ vber einen hauffen in Sicilien erschlagen den insifeind/ vnd ist der anfang in der Stadt Panormo gemachet. Auch hat man alle cilien auffWeiber die von Franzosen schwanger/ erwürget/ vnd ihnen die Frucht aus dem bend alleleibe geriffen/ damit ja nichts von dem Franzöfifchen nahmen vndGeblüte im lan- erwürgetde vberbliebe. Der Magdeburgische Krieg währete an jeho noch/ Dietrich einMarggraff von Landsberg ward gefangen/ auch fürmete Erzbischoff BernhartDer Magdebürgerdz schloß Wolmerstädte/ eroberts vnd brachts zum Stiffte. Der groffe langwirige krieg condKrieg hat dasselbe gebieth/ vnd hinwieder die Marck trefflich sehr verderbet/ auch tinuires.mdem Herzogthumb Braunschweig nicht wenig schaden vnnd verdrieß zugefüget.
einen A
ockMagedebürger
Bisschoff
erwehlet,
Denn Herzog Albrecht hielts mit Ottone vnd Johanne/ den beyden Margraffenso strebete deroselben Better Marggraff Albrecht für die Kirch. Dieweils aberErkbischoff Bernhard furg vnd gut machte/ vn die Kirch daher abermahl ledig ward/wohleten die Thumbherren vmb fried vnd einigkeit willen obgedachten Ericum/ Ericusmehrgemelter Marggraffen Brudern/ dz den Bürgern sehr mißhagete/ als die deMarggraffischen/ vornemblich Erico/ der dz entstandene langwirige vnglück ein feind zumBig vnd allein verursachet/ feind waren. Derwegen machtens in der stadt einen tuemult/ hetten ihn auch erwürget/ wenn er nicht durch ein heimlich Gemach auffein Schifflein kommen vnnd gen Wolmerstädte entrunnen were. Jedoch hat erhernach in sonderlicher freundschafft mit den Bürgern gelebet/ die ihn auch so liebgewunnen/ daß wie er in einem streit gefangen worden/ vnd die Brüder sich nichtviel vmb seine erledigung bekümmerten/ erzeigten die Bürger ihm die wolthat/ dzfie Mann bey Mann fünff hundert Marck lötigs Silbers zusammen schossen/ vnd DerErzsjhn damit loß machten. Als auch mehrgedachter Erzbischoff das Schloß vnd stadt bischoffGaderßleue belägert/ worin sein Bruder Otto ihm zu hülff kahm/ vnd sich die ers ter zumoberung desselben lang verweilete/ verfaße er das Kriegsvolck mit Obersten vnd kriege alseiner wacht/ fuhr mit seinem Bruder vmb erlüftigung willen gen Calbe. Die dar um preszu bestellet/ hielten vnfleissig wacht/ darüber wurden sie von den Feinden/ welcheauch von des stiffts Officirern waren/ vnuorsehens vbereilet/ vnd etliche aus derMarck gefenglich weggenomen. Vnd als man beym Erzbischoff vmb shre erledigung anhielt/ verpfandete er die Laufnis/ vmb eine Summa Gelds/ damit er sielofete. Nicht lang hernach ward der Anführer dieses vberfalls Herr Falco ein Riteter auff geheiß des Marggraffen zu Magdeburg in S. Pauls Kirchen zu todt gesSchlagen/ vnd bey den Haren auff den breiten weg gefchlepfft. Dergestalt thunFürsten was sie wollen,
Im
ist geschick
digfuel.