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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Wendischer Geschicht/ das XII. Buch. 443

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vier Englische Schiffe/ so aus Preuffen mit keinem geringen Guth beladen/ an- RepresHeimb schiffen wollen/ in seinem Reich anhalten/ vnd preiß machen laffen/ aus vrs fchen denfachen: das die Englischen vorige Jahrs/ seinen Stadthalter in Islandt erwürs Englische get. Diß wolten die Engellander zur entgeltniß auff die Osterische kauffleute brin- vengen/ hielten derowegen bey ihrem Könige Eduardo an das wie die Englischen den,vier Schiffe in gemein für alle Engelländer vom Könige zu Dennemarcken angehalten: Also hinwieder die Osterischen/ so man vberkahme/ für alle Osterischen/vnd also auch für den Konig zu Denemarck hafften solten: hengeten daneben hinan/ das die vnferigen solchs vbel beym Könige heimlich angeftifftet/ daß die Ensglischen Schiff gefangen genommen worden. Vnd muchte hier in den vnser igennicht zu statten kommen/ das sie sich entschuldigten/ es were eine frembde, ond thnen nichts angehende sache/ darumb man jhnen wolte zufchen/ auch were es einsfrembder vnd außländischer Potentat/ der ihre/ die Englischen Schiffe auffgefan-gen. Brachten also mit ihrer Vngefümmigkeit beym Könige zuwegen/ das sicmit Leib vnd Guth angehalten wurden. Damahls haben sich die Collnisfchen. Die Collswelche sonst/ wenns den vnferigen wolgehet/ shres Glücks gern mittheilhafftig drehe sichfein wollen/ bey dieser noch vnd Bnglück ganz davon abgesondert vnd verschaf aus.fet/ das sie/ immittelst die vnsern gefangen/ frey geblieben. Zu abtreibung felsthes den vnferigen zugefügten vnbillichen gewalts/ schrieben viele so wol Geißlicheals Weltliche Fürsten an den König in Engelland/ vnd bathen intercedendo/ dasdie kauffleute möchten wiederumb loß vnd frey gegeben werden. Es halff aber allesnicht: biß so lang als alle friedlich wege versucht/ vnnd nichts verfangen wollen/der handel zum offentliche krieg gerieth/ darin die vnferigen die ganze zeit vber/ allsweg gute Fortun gehabt/ vnd mit den Englischen / wenns zum treffen komen/ le.chezur See handtieren können/ dadurch endtlich verursacht/ daß die Englischen auffmittel getretten/ vnd mit den vnferigen sich gleich vnd recht scheiden lassen.

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Cap.

Lldieweil die Bohemen vermahnet/ das sie der Römischen Kirs xxx1x.chen gehorchen/ jhren auffgeworffenen König abschaffen/ vnd ihn dafür Der Beerkennen solten/ habens das vorige schrecken ernewert/ vnd einen gewalti- heme suggen Zug in Osterreich gethan. Der Keyfer aber brachte mit hülffe Matthiæ Kos nachnigs in Vagarn/ mit dem er vorhin allbereit vortragen/ vierzehen tausend mann sterreich.zu wegen den Bohemen damit zustewren vnd zuwehren. Wie sie aber desselbenKriegszeugs zeitung empfiengen namen sie ihren weg wieder zu rück nach Böhesmen. Der König zu Bngarn folgete ihnen nach/ vnnd ergrieff sie mitten auff öcrreise/ thete eine Schlacht mit ihnen/ welche ziemlich lang gewähret/ darinnen vn-sählich viel Böhmen / die der Gott Mars vorm schwerdie weggefressen/ vmbkommen. Darauffverlieffen sich die Bohemen in ein Kloster/ das sie starck bevestigetvnd verwahret: daffelbe belagerte der König/ vnd hette wol sein ganzes Heer dafür zu schanden gebracht/ wenn sich nicht hetten die Fürsten dazwischen geschlage/vnd den krieg auff andere wege gerichtet. Denn Albertus H.zu Sachfen/ hatte kösnigs Jersici tochter: So waren auch andere die zum frieden riethen/ damit man dealgemeinen feinde/ den Türcken desto mechtigern wiederstandt thun köndte. Dieser der Besszeit wehrte auch der Stettinische krieg noch welchen der Margg. zu Brandenb. denburg.wider die H.zu Pommern / vormahls wegen das Herzogthumb Stettin erroget. Krieg wieHierzu that im sein schwager Herzog Heinrich zu Meckelnburg/ der seine Schwes der diefter hatte/ beystandt: der jim seins theils verhieß/ den frieg nach allem vermögen zu- Pomicrufördern vnd forthzutreiben Fiengen damit dz werck zugleich an. Der Marggraffzog für das Schloß Vierraden / vnd gewan dasselbe mit gewaffneter hand. Im- Vierravegleichen Torgelaw vnd das schloß vnd stadt Garzen. Jest war der eingang in dasHerzogthumb gemacht/ darin dem Marggraffen fast alles nach seinem Wunschond willen ergangen. Herzog Heinrich aber fürmte seines theils die Stadt Tre-petaw/ thete feinen cuffersten fleis/ damit ers möchte gewinnen. Ericus vnndWerßlaus/ die beyden Gebrüdere/ hatten diesen Plasregen vorher gespüret/

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