punct
bus Albertt Crankij
SIOErantijdVertrags der Schweden hånden loß zumachen/ vnd die Reichs Stände dahin zuvermögensdas sie auff Laurentii Tag gen Stralsund bey angesagter friedens tractation sicheinstelleten. Mit denselbigen fertigte auch der Cardinal einen sonderlichen Legasten hinnein in Schweden / die Königin zuerlösen. Darnach/ was die zugefügtenSchaden belangt hat man sich dessen wege auff diese puncten verglichen/ vñ bewilliget/ das die angehaltenen Schiff fampt den Gütern/ wieder loß gegeben/ vnd derandern zwischen zweyen parthen schwebender Streitigkeit halber dero Gesandtenin Holstein zusammen kommen/ vnd alle Gebrechen erörtern/ die Kauffleute inden Reichen ihrer alten Freyheiten nach wie vor geniessen: vnd die Gelde/ so manden Lubischen schuldig fürderlichst entrichtet vnd abgetragen werden solten. Vberdiesem letzten punct/ lieffen sich Herzog Friderich des Königs Bruder/ vnnd dieBiffchoffe zu Ottenfche/ Lübeck vnd Schleswig/ mit mehr andern Ritter: vndAdelichen Standes Personen aus Holstein/ bürglich gegen die von Lübeck diesergestalt ein: Wo fern sie ihr Geld auff beftimpten Tag vnd Termin nicht empfiensgen/ das alßdann sie/ die Bürgen/ auff deren von Lübeck shnen angekündigteEinlager mahnung sich zum Einlager hinwieder in der Stadt einstellen/ vnd daraus nichtscheiden oder reiten solten/ biß der erste mit dem letzten pfenning zur genüge erlegesvnd bezahlet. Demnach aber die außkehrung des Geldes auff Beit vnd Tag/ wievorschrieben/ nicht erfolgete/ wurden sie gefordert/ die auch von stund an kahmen.Wiewol aber der Herzog auch auffgemahnet worden: Ift er doch eigner Personnicht erschienen/ weil man ihn in der Obligation( wie es dieselbe außweisete) davonentfreyet. Damit ward jhnen ihre bezahlung gänzlich entrichtet/ jedoch etliches/das noch zweyffelhafftig/ zu erwehleter Schiedeß Richter Erkendtniß reserviretvnd verschoben.
D; XXXI
Cap.Cardinal
thut eineDancksasgung.
nien zu
des Cardi
Ach dem der Cardinal also den Frieden gemachet/ vnd den dardber auffgerichteten Vertrag versiegelt/ hat er das Göttliche Ampt/ zurdancksagung angestellet/ vnd mit prechtigen Ceremonien vollendet. Dasbey sein vielen die Thränen vor freuden vber die Backen geflossen. Darauff haterseinen Abschied genommen/ vnd ist gen Hamb. vorreyset/ da man ihn nach standesPrache on gebühr gar stattlich empfangen. Die ganze Clerisey giengen ihm hinaus/ in ihrenCeremo weiffen Rocken vor das Thor entgegen. Ein Rath aber/ vnd die Obersten in derStadt/ fampt der ganzen Bürgerschafft/ warteten seiner in feiner Ordnung amnals ans Thor/ da sie ihn mitten zwischen sich fasfeten/ vnd die Strasse hinab/ so allenthalskunfft. ben gar dick voll stund/ biß in die Thumbkirch begleiteten/ alldar er nieder kniete/ond sein Gebeth thate. Daneben wurden die verordneten Preces vnd Gebeth gealesen. Man wolte ihm auch zu ehren eine Lateinische Oration haben halten lasssen: weil er aber von der Reyse müde/ hieß er sie auffschieben. Verfügte sich darnach in seine Herberge/ in des Gefangmeisters Hoff am Berge/ alldar jhn derRath zur Ankunfft/ mit Wein/ Bier/ vnnd anderer Proviand ließ vorehren.Folgenden Sontag/ stellete er eine gewaltige Procession an/ durch die Stadt/vnd wie dieselbe allenthalben geweyhet/ ward bey dem Thumb ein Gerüst auffgesschlagen/ alldar hielt er/ der Legat/ selber Meß vnd sprach hier zwischen den H.Segen zum offtermahlen vber das Volck/ dem er auch vollenkommene Ablaßjhrer Sünden mittheilete. Vorgedachter Graffvon Kirchberg/ dienete ihm voreinen Diacon: Herzog Christoffer aber von Braunschweig / Coadiutor desStiffts Bremen / vnd Postulierter zu Verden/ ein junger Herr von funffßchenJahren vngefehr/ vertratt des Subdiaconi ståtte. Was dann der Cardinal Casteinisch zum Volck redete/ das wußte der Graff/ welcher wol beredet/ artlich vndhübsch Teudtsch außzulegen. Gleichfals wurden zu ändern Stunden/ täglichsQuestore durch die verordneten quæftorn oder Ablaßgeld Einnahmer/ etliche Vermahnungen dem Volck vorgehalten. Von sachen/ ward der Streit zwischen den Herkosgen von Lüneburg / vnd den Städten Lübeck vnd Hamburg / wegen des DamesВ
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