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nackt geschaut, wird zur Strafe dafür blind: doch zu milderEntschädigung reinigt die Göttinn ihm die Ohren, so dass eralle Stimme der Vögel versteht 1 ); Caliimachus schwächt dieSage dahin ab, dass Tiresias nur kundig der Vogelzeichen wird 2 ).Der junge Graf aus der Schweiz , der da weiss, was die Hundebellen, . die Vögel'sprechen und die Frösche quaken, hat (sostellt das Märchen 3 ) es dar) diese drei Sprachen nach einanderbei drei Meistern erlernt: wie er jedoch durch solche Weisheitbis auf den päbstlichen Stuhl gelangt, erscheint dieselbe auchhier als eine höhere Begabung. Melampus aber versteht dieVogelsprache, weil ihm züngelnde Schlangen die Ohren gereinigthaben 4 ): mit gleicher Wirksamkeit kommt dieses zauberischeThier wiederholendlich noch sonst vor. In deutschen Sagen undMärchen verleiht eine weisse Schlange dem, der von ihr ge-gessen, die Wundergabe 5 ); die Einwohner der indischen StadtParaca oder Pacura oder Palura verzehren um sie zu erlangenHerz oder Leber eines Drachen 6 ); Sigurd erhält sie, da ihm nuretwas von dem Herzblut des getödteten Drachen die Zunge netzt:alsobald versteht er das Gespräch, das über ihm in den Zweigensieben Adlerweibchen führen, und lässt sich das Warnung undEath sein 7 ); auch Guörun soll von Fafnis Herzen gegessen undseitdem die Sprache der Vögel verstanden haben 8 ). Das grie-
1) Apollodor. Biblioth. III, 6, 7.
2) Lavacr. Palladis 123 sq.
4) Apollod. I, 9, 11.
5) Deutsche Sagen d. Br. Grimm I, 201 fgg. Märchen 17.
6) Philostratns in der Yita Apollon. Tyan. III, 9.
7) Fafnis mal 32 fgg. Yölsünga Saga Cp. 28. Märchenhafte jüngereUmgestaltungen der Sage fassen nur die mit der Tödtung des Drachenverbundene Erwerbung seines Schatzes auf und setzen an die Stelle desDrachen seihst einen Vogel, dessen Herz und Leber dem Essenden einenstets nachströmenden Reichthum verleiht: Br. Grimm 60. 122. Man kanndamit noch den Goldvogel des 57sten, die goldene Gans des 64sten Mär-chens vergleichen und die Gans, die goldene Eier legt, bei AvianusXXXIII = Bonerius LXXXVIII.
8) Güdrünar kvida I Eingang. Nach der Völsunga Saga Cp. 35ward Gudrun durch den von ihr verzehrten Antheil grimmiger und weiser:mit gleicher Allgemeinheit bezeichnet das mittelhochd. Gedicht von GudrunZ. 403 fg. (vgl. 421) die Wirkung, die das getrunkene Blut des Lind-wurmes auf den jungen Hagene übt.