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Gedenkschrift zum fünfzigjährigen Bestehen der Seiden- und Baumwollfärberei Jos. Schetty Söhne - 1853-1903 / [Färberei Schetty AG]
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Fabrikanten zu überbringen. So wurde die erste Seide vonder Färberei Schetty gefärbt und abgeliefert. Diesem erstenAuftrag folgten weitere und bald machten auch andere Fabri-kanten Versuche mit klei-neren Partien.

Wenn die Fabrikantendamals über die finanzielleLage und die primitiveEinrichtung des Unter-nehmens genügend unter-richtet gewesen wären, sowürden sie dem jungenAnfänger kaum ein so kost-bares Material, wie die Seidees ist, so ohne weiteres an-vertraut haben; denn dassbei den geradezu polizei-widrigen Lokalen eine Ge-fahr beständig vorhandenwar, bewies bald darauf eineklatanter Fall.

Es war im Jahre 1851;der junge Färber hatte,im Kirchgässlein wohnend, seine Färberei in der obern Rebgassein einem Hinterhaus eingerichtet. Das Färben resp.Weichmachender Souples bedang eine Einrichtung zum Schwefeln der Seide;dass diese bei dem ständigen Mangel an Geld nicht regelrecht undbetriebssicher gemacht wurde, war zum voraus bedungen. Manbehalf sich mit einem Bretterverschlag auf dem Estrich.

So hätte denn der Fastnachtmontag des Jahres 1851 leichtzum Untergang des gebrechlichen Fahrzeuges führen können,wenn der Leiter desselben sich den Freuden und Vergnügungendes Faschings hätte hingeben wollen. Allein hiezu fehlte ihmsowohl die Lust als auch das nötige Geld und so blieb er denn

Joseph Schetty, 1856.

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