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wurden, ferner wird Gold als schweisstreibendes Mittel angegeben,dann Silber als Amulet zu tragen, endlich Smaragd, Saphir , Hya-cinth, Rubin , Granat, Corallen, Perlen, pulverisirt und mit Rosen-cssig oder irgend einem aromatischen Oel oder Essenz angerührt.In grösstem Ruf stehen auch Theriak (eine Latwerge mit Opium),der mystische Eezoarstein und armenischer Rolus.
Von all der grossen Auslese lassen Sie mich nur ein mittel-grosses Recept damaliger Zeiten kopiren:
Pulvis expertissimus:
Campher 3/?
Zingiber $\ßCroci 5ÜDiptam $\ßAloes
succ. citr. ää 5iunicorni 50!/?nuc. vomic.pulv. liherant. laetif.diarrhod. ää jiifragment. smaragd. ethyacinth. etsapphir. ruhin. etambr. mosch, ää Gr. i
Es war natürlich, dass solche Pulver nicht von allen bezahltwerden konnten, und das wussten die Aerzte so gut, dass sie inihren Schriften sehr oft zwei Sorten Recepte formulirten, die einenfür die Reichen, die andern für die Armen, welch’ letztere Artallerdings an Einfachheit nichts zu wünschen übrig liess. Schreibtdoch Garnerus ganz naiv, nachdem er alle möglichen Infuse aro-matischer Kräuter aufgezählt: „der Arme könne dies nicht bezahlenund statt dessen ebenso gut den eigenen Urin trinken, wie erden Nämlichen bei Kataplasmirung der Rubonen statt der tlieuren,dazu verwendeten Kräuter, Kataplasmen mit dem eigenen Mistempfiehlt 1 “ Gegen die Billigkeit dieser äussern und innern Heil-mittel ist in der Armenpraxis nichts einzuwenden 1
Doch kommen wir zur Behandlung derjenigen , welche vonder Pest schon ergiffen waren. War der Arzt zu einem Pest-kranken gerufen werden, war der Aderlass in frühem Zeiten,