Gifft⸗ und widergifft. 397die Wolffs⸗Beeren. Die Fluͤſſige werden verder-bet durch ſtarck purgieren de Sachen/ von Wolffs-milch/ Coloquinten⸗Apffel/ Sammöones und derweiſſen Nieß wurtz/ c. Die veſten Theile werdenſtarck gereizen/ geſtochen und geiehret/ vom Senff-ſaamen/ Hanen fuß/ Pfeffer/ Nieß⸗pulver/Wuͤterich und allen ſcharffen Purgationen/welche die Daͤrm entzuͤnden. Die Krafft aber die-fer Gifften beſtehet formaliter in einer brennendenSchaͤrffe/ materialiter in einem vermengtem DOehl.Die Krafft der Schlaff machenden Gifften beſte-het in denen außgebreiteten oͤhlichten Theilen/ wel-che die Bewegungs⸗Krafft der Geiſteren hemmet.Wider ⸗Gifft gedachter Simplicium find/ alsdes Merci(ublimati Kuͤhe warme Milch inimlicher Ouantitaͤt eingenommen/ item OleumJartari per deliquium und Berg⸗Cryſtall/ jeneszwar/ weil es die Schaͤrffe milteret/ und diluirt,das Saure zerſtoͤret/ der Cryſtall aber alle ver-derbliche Feuchtigkeit in ſich ſanffet. Der Gewaltdes Arfenice heſtehet in einem etzenden Weſen/ wel-ches mit Butter und Milch gelinderet und aedemmet wird. Die Verbeſſerung der vegerabili=ſchen Gifften beſtehet erſtlich in figirten und Harn-Saltzen/ demnach in fetten und linderendenSachen. Die ſcharffe Sachen/ welche ſchmel.ten/ werden verbeſſeret durch ſaure Medicamen-een/ dardurch die Textur umbgetehrt wird/ oderdurch Alkalia, welche ſonſt entkraͤfften und auff,doͤſen/ als zum Exempel/ die Purgationen wer-den durch den Vitriol geiſt alſo enttraͤfftet/ daßfie Saft gar nichts wuͤrelen/ dann/ was reſinoſiſchoder
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