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Ephemerischer Almanach der neueren Zeiten für die Liebhaber der Geschichte besonders für Jünglinge / [David Christoph Seybold]
Entstehung
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«uch nicht wohl eine wahrscheinlichere Ursache dieses Enl>schlußes angeben, als die, daß sie es romanhafter mußgefunden haben, einen Thron zu verlaßen, als sich aufdemselben zu erhalten. Ihr Charakter hat eine Mischungvon guten und schlimmen Eigenschaften, und beide habendie Quelle, daß sie es vergeßrn hatte, daß sie ein Frauen-zimmer war. Daher ihre Wißbegierde, ihr gelehrter Um-gang mit den berühmtesten Männern, ihre Freiheitsliebe- aber auch ihre unanständigen Reden und Handlungen /ihre Spöttereien und andere Fehler!

Christine war im I. -6-6 geboren, und kam im sechs-te» Jahre auf den Thron, nach Gustav Adolphs Tode.Unter ihrer Minderjährigkeit wurde der dreißigjährigeKrieg glüklich fort geführt. Sie gieng aus Schweden durch 'Deutschland nach den Niederlanden , und von da überLiro! nach Rom . In Jnspruk schwur die Tochter desKönigs, der für die Protestanten sein Leben gelaßen hatte,die Protestantische Religion ab, und fühlte sich in der Fol-ge von ihren alten und neuen GlauvenSgenoßen verachtet-Nur die Päbste freuetcn sich, Gustavs Tochter als einGlied ihrer Gemeinde in Rom zu sehen, bezahlten aber dieseEhre theuer genug. Denn sie mußten sie gröstentheils er-halten. Sie starb i6«r>.

Der siebzehnte Sommermond.

2QS.

Geb. Ioh. Andr. Bosius (1626.)

AosmS, gebürtig von Leipzig , liebte frühzeitig die Spra-che» , besonders der Alten. Der Ruf eines Böllers,