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Ephemerischer Almanach der neueren Zeiten für die Liebhaber der Geschichte besonders für Jünglinge / [David Christoph Seybold]
Entstehung
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bleibt durch den Pariser Frieden unter der Botmäßigkeit derEngländer. Auch bis izt ist sie ihnen getreu, ungeachtet sie«in erobertes Land ist, und die Einwohner aus Franzosen und Katholiken bestehen, indeßen die protestantischen Ko-lonien, deren Voreltern geborene Engländer waren, sichvom Mutterlande loßrißen.

Der sechszehnte Herbstmond.

^18.

Eroberung Heidelbergs (1622.)

Ä8er die Lage Heidelbergs in einem engen Lhale zwischenhohen Bergen kennt, sollte nicht denken, daß sie im Ernstebelagert zu werden nöthig gehabe hätte. Indeßen war mandamals in den Belagcrungskünsten noch zimlich zurüke- unddie Stadt wurde durch einige Citadellen vertheidigt. Nacheiner starken Gegenwehr mußte sie sich ergebe», und hatnicht nur bei dieser Eroberung, sondern noch mehr in derFranzösischen, (iszo) so vieles erlitten, daß sie noch heut'zu Lage Ruinen innerhalb ihrer Mauern, aber dafür einprächtiges Lbsr hat, daS man nicht sieht.

Was aber diese Eroberung der Stadt dnrch Lilly vorzüg-lich merkwürdig macht, ist das Schiksal der HeidelbergischenBibliothek, die in der Heil. Geistskirche, dem so bekanntenZankapfel zwischen der Stadt und ihrem Katholischen Chur-fürsten, stund, und in der alle die großen Sprachkennerdes sechzehnten und siebzehnten Jahrhunderts, Salmasius ,Gruter, Gebhard, ic. sich so viele antiquarische SchLze ge-sammelt hatten. Lilly schikte sie seinem Churfürsten, unddieser — nach Rom , wo diese herrliche Sammlung, be-