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4 Geliert. (1769.)
kellert, ein Schriftsteller/ allgemein gelesen vom Ka-theder und der Hauptwachc an bis zur Hütte, und allge-mein geliebt vom Grafen und der EdelfraU/ wie von derPfarrcrStochtcr! dies gilt hauptsächlich von seinen Fabeln,denen man es dankt, daß der Geschmak der Nation sich ver-bessert hat. So hypochondrisch er sonsten war, so war erdoch außerordentlich thätig, wenn er einem Mitmenschendienen konnte, und er hattausenden gedient durch Empfeh-lungen , weil ganz Teutschland ein uneingeschränktes Ver-trauen in seinen rechtschaffenen Charakter scztc. Besonderswar er ein liebreicher Vater aller Leipziger Studenten,und hat durch die in seinen lezteu Jahren gehaltene morali-sche Vorlesungen — wie wir wenigstens hoffen — großenNuzen gestiftet, für den ihm einst gewiß viele Jünglingevor dem Throne des Schöpfers danken werden.
Sie sehn ihn, fliegen ihm entgegen, und umgeben
Ihn einst, und jeder jauchzt ihm zu:
Heil, Wonne dir und Lohn von Gott ! du hast daKLeben,
Die Seelen uns errettet! dn l