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Geschichte des Elsasses / von Rudolf Wackernagel
Entstehung
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Die Zeit der Merowinger .

Ehe wir die Geschichte des fränkischen Elsasses betrachten,versuchen wir uns klar zu machen, in welcher Weise es bevöl-kert und besiedelt war.

Als die ältesten Bewohner des Elsasses von einer nichtbestimmt erkennbaren Urbevölkerung abgesehen erweisensich diejenigen der vorrömischen Zeit, die vorwiegend Keltensind. Sodann die zur Zeit Ariovists angesiedelten germanischenTriboker. Weiterhin seit Cäsars Sieg die Römer.

Zu dieser älteren Bewohnerschaft tritt seit dem vierten undfünften Jahrhundert eine alamannische Bevölkerung; dann bringtdie Gewinnung des Landes durch die Franken zu Beginn dessechsten Jahrhunderts auch einen fränkischen Bevölkerungsteil.

Also Kelten, Römer, Germanen.

Bestimmtes über die Stärke dieser Elemente wissen wirnicht. Aber jedenfalls war das germanische Element das stärkste.Auch war es das in der Hauptsache zuletzt gekommene; esschloss mit der Eroberung des Landes durch Alamannen undFranken die grosse Bevölkerungsbewegung ab.

Der Vorgang bei der Zuwanderung dieser Germanen warder, dass sie die alte Siedelungsweise der Heimat auch hier imneuen Wohngebiete zur Anwendung brachten, nämlich die cha-rakteristisch germanische des geschlossenen Dorfes mit Fach-werkhäusern und mit streng gerecht in gleiche Hufenanteilezerlegter Gewannflur.

Wie verfuhren die Germanen hiebei mit den schon vorhan-denen Formen: Städten, Dörfern und Einzelhöfen?

Mit den Städten wussten die Germanen wir denken vorallem an die Alamannen und die Franken am wenigsten an-zufangen. Sie hatten sie zerstört oder aber ausgeraubt und ver-wüstet, dann aber nicht zur eigenen Wohnung gemacht. Oppida

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