Buch 
Geschichte des Elsasses / von Rudolf Wackernagel
Entstehung
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bis nach 760); während eines langen Episcopats, in entschei-dungsvollen Jahrzehnten, hat er sich unablässig bemüht, «tüchtigePriester zu erziehen, den Laien regelmässigen Gottesdienst undPredigt zu schaffen». Wiederholt sehen wir ihn an der Seite desBonifatius, und mit Pirmin zusammen begründet er die Bezie-hungen zu den alamannischen Klöstern.

Neben dem in so verschiedenartigen Gestalten uns entgegen-kommenden Kirchenwesen hat das grosse profane Dasein derPeriode dürftige Bezeugung gefunden. Wir sehen hier nur All-gemeinheiten, Institutionen, Sammelbegriffe.

In überraschend grosser Zahl füllen die Namen elsässischerOrtschaften die Urkunden schon dieser frühen Jahrhunderte.

An der Spitze steht natürlich Strassburg . Die alte Stadt derRömerzeit ist in den Verheerungen des fünften Jahrhundertsnicht untergegangen. Vielmehr blieb in ihren Mauern eine ro-manisierte Bevölkerung sitzen; das städtische Leben wurde nieganz unterbrochen, und auch das Christentum hat sich wohlhalten können. Die Alamannen wohnten zumeist ausserhalb deralten Stadt, und was hier nicht von ihnen besiedelt war, wurdewieder Allmend. In diesem Strassburg hat König Childebert wie-derholt Hof gehalten, am Ende des sechsten Jahrhunderts. Unddamals erklingt auch zum ersten Male der deutsche Name derStadt, aus dem neuen Redegebrauch in das grosse Geschichts-werk des Gregor von Tours herübergenommen: Argentoratensisurbs quam nunc Stradeburgum vocant.

Das Volk als Ganzes kommt zur Erscheinung in den Ge-setzen, die ihm gelten: ausserdem auf besondere Weise in denZeugenreihen der Urkunden oder in Verzeichnissen von manci-pia und servi. Individuen treten uns dabei nirgends entgegen;aber wir vernehmen gerne die noch nicht abgebrauchte germa-nische Namenpracht der Fanagulf, Ebrochardus, Hadalricus, Er-menrihus, Garowart, Hagino, Sigifrit, Cremhildis, Emeltrudis usw.

Nur wenige Hochgestellte erheben sich aus diesen im Ein-zelnen formlosen und unerkennbaren Mengen.

Vorerst die paar Grafen: Robertus, Adelbertus, Liutfridus,Eberhardus, Wolfoaldus. Der Vorletzte in dieser Reihe, GrafEberhard, der Sohn des Herzogs Adelbert, hat sein Andenken

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