La Suze , dem Kommandanten des andern oberelsässischenPlatzes Beifort. Harcourt ist noch nicht an seinem Posten. Abervon der andern Seite her ist der kaiserliche Agent Franz vonLisola seit Monaten am Oberrhein tätig; er sucht Charlevois zugewinnen, wie er La Suze gewonnen hat; er will die Lage be-nützen, um über dieses Mittel Breisach hinweg sich wieder desElsasses für Oesterreich zu bemächtigen; der spanische Gesandtein Regensburg gibt seinen Namen für dieses Unternehmen, ver-spricht Geld und Truppen. Ein Gegenschlag des französischen Hofes, durch die Marschallin de Guebriant ausgeführt, misslingt;die Breisacher Garnison, von Lisola bearbeitet, erklärt sich fürCharlevois und gegen die Krone. Der königstreue Oberst Rosensucht sie durch Aushungerung zum Gehorsam zu bringen. Dazudie Verwüstung des Sundgaus durch die Raubscharen des länder-losen Herzogs Karl von Lothringen , die allgemeine Mißstimmungdes Volkes wider die Regierung, die das Land verwahrlost. Allesbegünstigt die Pläne Lisolas. In diesem Momente, im Sommer1652, trifft Harcourt ein. Schon vorher hat er sich mit Charlevoisverständigt. Er ist ehrgeizig, fühlt sich durch die Regierung zu-rückgesetzt. Er strebt nach einem Reiche, nach einem eigenenHerzogtum, das ganz Eisass samt Breisach und Philippsburg insich schliesst, unter der Oberhoheit des Kaisers. Es ist ein Plan,der den eigentlichen Absichten Lisolas und Spaniens widerstreitet.Dennoch verhandelt Lisola mit Harcourt. Aber das Spiel der In-triguen geht weiter. Harcourt verkehrt auch mit Mazarin , derdurch seine Agenten über Alles orientiert ist. Mit den Reichs-städten im Eisass unterhandelt Harcourt gleichfalls; damit siesich seinen Absichten fügen, macht er ihnen am 11. Juli 1653weitgehende Zusagen. Inzwischen aber ist in Paris der grosseUmschwmng eingetreten; der König und Mazarin triumphierenüber die Fronde; ihr Heer unter La Ferte bezwingt Beifort undzieht gegen Breisach . Spanien dagegen hält mit seiner Hilfe zu-rück. So muss Lisola das Feld räumen, Harcourt sich dem König-tum fügen. In einem zu Basel am 21. Mai 1654 geschlossenen Ver-trage werden Harcourt, Charlevois und die Breisacher Garnisondurch Geldsummen schmählich gekauft und abgefunden.
Dieser Basler Vertrag durfte als ein Schlussakt der Frondegelten. Harcourt behielt den Gouverneurposten; aber seine Tage