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2-_ Erster kerioclus. l. Capitel.
derselben Muftmmg wunderten sich Jhro Durch!, gar seyr^selbe viele von den Völckern ,
rade desPrintzenEugenik.
, ___ /als die-
. ......... . welche'sie sich vermuthet hatten/ gar
nicht antraf/ und also durch die Schwäche der Armee gehindert wur-den/ dero Heldenmuth an den dreymal ftärckeren Frantzosen zu zeigen.Die Frau. Denn der Hertzog von Berwick zog unterdessen den Hertzog vonWsche Noailles mit seinen Truppen an sich / und gieng bey Fort Louis undüb^ den bey Kehl über den Rhein ; der Graf von Belle - Isle aber muste ausRhein, der ander«: Seite stehen bleiben/ und sich in die Gegend von Speyer ziehen. Der Feinde Absicht war damals/ die Etlinger-Linien über denHaufen zu werfen/ und der: Printzen Eugenimn völlig anzuschließen;Dieser aber sahe wohl, daß es nicht möglich wäre, so weitlquftige Linienmit seiner damals noch sehr schwachen Armee gegen die über 120000.Mann ftarcke Frantzosen zu Vertheidiger:. Er zöge sich also ohne Ver-lust und mit solcher Klugheit bis in das veste Lager bey Heilbrunn zrr-rück, daß die Feinde keine Luft hatten, ihn zu verfolgen oder anzugreif-Merckwür. fen. Der Marschall von Berwick, den: es nachgehends als ein gros-dige Reti- ser Fehler vorgeworffen wurde, daß er der schwachen Armee desEll-genii nicht zu Leib gegangen, wurde vornemltch dadurch irrig ge-macht , daß Eugenius bey seinen: Zurückziehen einen Rast-Tag in Ange-sicht der Feinde hielte. Denn hieraus konte er fast nichts anders Mes-sen , als Eugenius mäste stärcker, als man ihn glaubte, und mithin indem Stand seyn, einen Angriff auszuhalten.
Der: 4. May gieng der Marquis ll'Asfeld mit zo. Bataillons beyNeckerau über den Rhein , besetzte sonderlich die Untere Pfaltz; und dieFrantzosen hielten sich vor starck genug, die Belagerung vor: Philipps-burg vorzunehmen, ohnerachtet die Kayserl. unö Reichs-Armee in derNähe war. Sie fiengen an, alle Anstaltei: zur Belagerung vorzukeh-ren, und an der Circumvallations-Linie arbeiten zu lassen, worzu sie ei-nige 1222. Bauren aus dem Durlachischeu Baaden aufgebotten.Der Marschall vertheilte die Armee wieder in z. Corps. Eines 2 z 000.Mann starck, die Belagerung zu führen, eines diese zu bedecke»:, und ei-nes, welches meiftentheils Cavallerie war,gieng wieder über der: Rhein .Die Trancheen dafür wurden den 28.Man geöfnet. Die tapfere Ver-theidigung dieser Vestung hat den: Heldenmuthigen General von Wut-
.. genau, der anstatt des Grafen vor: Seckendorf darinnen commandirte,
danken von einen unsterblichen Namen zuweg gebracht, welchen seine ausnehmendeWlitgenau Frömmigkeit eben so berühmt gemacht, als feine standhaffte Tapfer-keit, wiewol er nach seiner Bescheidenheit auch allen übrigen HerrenOffmers überhaupt n: den: Schreiber:, welches derselbe an die Reichs-Versammlung zu Regenspurg, die Übergabe der Vestung betreffend,unter dem dato Mayntz den zi. Juli: ergehen lassen, das rühmliche
Zeugnuß
Belage-rung vonPhiiippS-burg.
TapfereAuffüh-rung desCommen