Band 
[Sechster Theil]
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Teutsche Geschichten.

SA

samten Teutschen Nation erhalte«/ und der Feind von des Reichs Bo- Lo. i?;-*-den abgetrieben werden tönte. Dieses hatte auch bey einigen Stän-den so viel Würckung/ daß die Armee am Rhein immerzu mit neuenVölckern/ und die Reichs-Cassa mit Errichtung der Römer - Monatebereichert wurde / wie man denn in den Geschichten langer Zeiten keinExempel findet / daß eine so ftarcke Reichs-Armee an dem Rhein ge-standen sey. Um dieselbige aber noch ansehnlicher zu machen/ ließ sich Rutscheder Kayserl. Hof mit dem Rußischen Hof in Traktaten ein/ izooo. Külft-Mann Rirßischer Hülfs-Völcker an den Rhein abzuschicken. Truppe».

Aus allen diesm Veranstaltungen korrte man nichts andersMessen, als daß Jhro Kayserl. Majestät bey dm einmal gefaßtenSchluß unverändert verharren wollen / lieber alles zu wagen, als ei-nen schädlichen Frieden einzugehen ; Daher» alle von denen beeden Verworfe-See-Machten in diesem Jahr vorgelegte Friedens-Vorschläge an den «orWienerischen Hof keinen Eingang finden tonten/ weil vielmehr dersMge.Kayser von ihnen Hüls und Beystand von Truppen und Geld begehr-te / und mit so grossem Verlust ansehnlicher Länder den Frieden nichterkaufen wolle. Denn wie schmertzlich dem Kayserl. Hof der Verlust Was mitvon Neapolis und Sieilien zu Hertzen gieng / kan man unter andern dem Gene.daraus sehm, weil der Kayser deu General Caraffa, der in Neapolis U vor«?'eommandirte/ nach Neustadt gefangen bringen ließ. Diesel« General gangen,wurde von einigen die Schuld beygemessen, als hätte er ohne dringendeNoth den vortheilhafften Posten bey Mignano verlassen / und dadurchdenen Feinden zu schleuniger Einnehmung dieses Reichs Gelegenheitgegeben; Dahero wurde dem Herrn Grüfen von Stahrenberg nebstdem Herrn Grafen von Jörger/iind etlichen andern der hohe Befehl er-theilet / diese Sache auf das allergenaueste zu untersuchen. Es wußteaber der General Caraffa seine bezeigte Aufführung dermaßen zu ver-theidigen/ daß er als unschuldig frey gesprochen wurde.

Der Kayserl. Admiral Pallavicini war eifrigst bemühet / um de-nen Spaniern den Luft zu benehme«/ in Jstrien einzufallen/ Triefte inguten Stand zu setzen. In dieser Absicht ließ er an den Ufern etlicheI0O. eiseme Canonen aufpflantzen/ auch z. Kriegs-Schiffe und ebenso viel Galeeren ausrüsten. Zwischen den Höfen von Wien und TrattatStockholm wurde durch eifrige Bemühung des Herrn Grafen vornUM,Herberstein ein Tractat errichtet/ dergestalt , daß i) die Cron Schwe- nerMenden 6000. Mann Heßische Truppen auf denMertz des lüften Jah-undres entweder nach dem Rhein / oder wenn es Jhro Kayserl. Majeft. Schwedr-vor dienlich befänden, nach Italien stellet, 2) Jhro Kayserl. Majeft. 'yen Hof.Mche Truppen nach der Ubernehmung nach dem Kayserl. eingerich-

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