Band 
[Sechster Theil]
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Teutsche Geschichten. _

svnderbgr bey jetzigen Kriegs-Läuften, alle Correspondentzierr, Staffe-^-i. 17,4.ten / Couriers, und was dißfalls nöthig , bevorab, da vorjctzo, an derjedesnlaligen Beschleilnigling sehr viel gelegen/ auf das immermög-lichste befördert werden möge. Der Graf von Wied-Runckel hatte D-s Herrneinige Zwistigkeiten nlit seinen Unterthanen des Kirchspiels Urbach: Graftnsals die Sache an höhern Orten anhängig gemachet wurde, ergieng«''N,die Kays. Verordnung dahin/ daß die Unterthanen die verweigerte Ab-Zwistiqkeiktraqung der Herrschafftlichen Schuldigkeiten ohne länger» Anstand lei-mil seinenften, auch ihren Landes-Herrn den gebührenden Gehorsam geben sollen; UEba-Dahingegen der Grafseine Unterthanen mit allzuharter Gefängniß,undübermäßigen Geld-Strafen, gegen Recht und Billichkeit nicht zu über-nehmen , noch ihnen den an dem Kayserl, Hof genommenen Recoursentgelten zu lassen, sondern vielmehr in der noch nicht genugsam erläu-terten Haupt-Sache den rechtlichen Allsspruch in Gelassenheit abzu-warten hätte. In der Grast. Livpe-Brackischen Sueceßions - Sache, Ausspruchwelche seit an. 1709. getrieben wurde, erfolgte den 26. Aug. 1734. beydem Reichs-Hof-Rath die Sententz, zwischen dem Hause Lippe-Bücke- Lippe-burg, und Lippe-Deckmold, daß die Halb-Scheideandmen durch Ab-Vracki-sterben GrafFerdinands erledigten Gütern , samt allen Gerechtsamen, Un Sue,

so wie es von besagten letztem Besitzer Brackischer Linie besessen und ge- Ache.'nutzet worden, dem Hause Lippe-Bückeburg sofort abgetreten und ein-geräumet, auch die genossene Abnutzung zur Helfte des gesamten All-theils von der Zeit der ergriffenen Besitzung an, nebst Erstattung allerProceß-Unkosten ersetzet lind gut gemachet werden soll.

Als zwischen dem Fürsten von Oft-Frießtand und dessen Land-Neue Ost-Ständen sich übermal einige Zwistigkeiten, sowol wegen der bey Gele- Fries, >ä».genheit der Fürftl. Vermählung ausgeschriebenen Kopf-Steuer,als auch fEitia-wegen richtiger Bezahlung der Kayserl.Salva-Guardie, hervor thaten; keg.so erfolgte den <. Aug. das Reichs-Hof-Raths-Conclusum, daß nach er-stattetem Gutachten an Ihr» Kayserl. Maj. gedachte Salva-Guardiein gegenwärtigem Stand und Arrzahl gelassen, auch die vorgeschlageneArt zu ihrer Bezahlung angenommen werden solle.

Übrigens müssen wir bey dem Schluß dieses i7Z4sten Jahrs noch Hohe Ver-verschiedene getroffene hohe Vermählungen nachholen. Den c. April mählun-wurde zu Bayreuth die hohe Vermahlung zwischen des Herrn Hertzogs sc"-von Sachsen-Weimar Hochfürstl. Durchl. milder 2tenPrintzeßinvör:^Z^Bayreuth Hochfürftt. Drwchl. und den 7. darauf die Priefterliche Eim Durchl: 'segnung durch den Superintendenten und Ober-Hof-Prediger, auch e-s Her-,bonsistörial-Rath, Herrn Friedrich Caspar Hagen, unter Trompetensund Paucken-Sehall, dann dreymaliger Lösung von sechszehen Cano-nen, höchst vergnügt vollzogen. Jhro Hochfürstl. Durchl.von Saalfeld

G z Haber: